6 berühmte Personen, die einen dazu inspirieren, nie aufzugeben

Vorbilder haben einen positiven Einfluss auf unser Verhalten. Man hat jüngst herausgefunden, dass das Belohnungszentrum in unserem Gehirn bereits beim bloßen Gedanken an eine erfolgreiche Idealfigur aktiviert wird. Das bedeutet, wir sind im Nu motiviert, den Taten unseres Vorbilds nachzueifern. Doch für die meisten unserer Helden kam der Erfolg nicht über Nacht. Sie haben Nächte durchgearbeitet, Absagen erhalten, Misserfolge hingenommen und Kritik eingesteckt. Und eines ist vielen gemein: Sie haben trotz vieler Schlappen durchgehalten.

Wenn man selber gerade das Gefühl hat, dass einen der eingeschlagene Weg nirgendwohin führt, dann hält man Sätze wie “Man soll nie aufgeben” oft für klischeehafte Phrasen. Doch an dem Satz ist was dran. Denkt beim nächsten Anflug von Niedergeschlagenheit an das Durchhaltevermögen der folgenden Berühmtheiten. Dann solltet ihr ganz schnell wieder ermutigt sein, eure Ziele weiterzuverfolgen.

1Steve Jobs

Der Apple-Gründer Steve Jobs hat uns nicht nur tolle Produkte wie das MacBook, das iPhone oder den iPod gebracht. Er hat uns auch gezeigt, wie man es verarbeitet, aus der eigenen Firma entlassen zu werden. Ferner hat er uns bewiesen, dass es möglich ist, Jahre später wieder an deren Spitze zu stehen.

Nachdem Jobs 1976 aus der Garage seiner Eltern heraus ein Billionen-Unternehmen gegründet hatte, liefen die Dinge zunächst gut. Doch dann führten interne Querelen 1985 dazu, dass Jobs den Konzern, den er gegründet hatte, auf Drängen der Vorstandsmitglieder verlassen musste. Dies würde wohl jedem von uns sehr zusetzen. Jobs wollte dem Silicon Valley schon fast komplett den Rücken kehren, entschied sich dann aber zu bleiben und seine Energie in die Animationsfirma Pixar zu stecken und eine neues Computerunternehmen namens NeXT zu gründen. NeXT war einige Jahre später so interessant für andere Firmen, dass Apple es 1996 für 402 Millionen US-Dollar kaufte und Jobs zunächst wieder als Berater einstellte. 1997 saß er wieder im Vorstand und wurde kurz darauf Geschäftsführer. Unter Jobs´ Führung 2.0 wurde aus Apple die ikonische Marke, die sie heute ist.

Was lernen wir daraus? In einer verrückten und schnellebigen Welt muss man einen kühlen Kopf bewahren und darf diesen keinesfalls hängen lassen. Mit taktischem Geschick und einer gehörigen Portion Durchhaltevermögen ist es sogar möglich, die eigene Firma zu verlieren und 10 Jahre später wiederzuerlangen.

2J.K. Rowling

J.K. Rowling hatte gerade eine Scheidung hinter sich, war alleinerziehend und lebte von Sozialhilfe. Das sind Umstände, die normale Menschen schon mal in Depression und Antriebslosigkeit treiben. Doch Rowling, die schon seit 5 Jahren am ersten Band ihrer Harry Potter-Reihe gearbeitet hatte (von 1990 bis 1995), reichte ihr Buch bei einem Literaturagenten ein, der daraufhin lauter Absagen von Verlagen bekam. Die damals ziemlich mittellose Autorin hat dennoch immer daran geglaubt, dass ihr Werk gut ist. Und tatsächlich fand sich dann 1996 ein Verlag, der Harry Potter mit einer Auflage von zunächst 500 Exemplaren veröffentlichte. Erst 1998 und zwei Bände später gelangte die Serie zu Weltruhm. Doch die lange Durststrecke hat sich richtig ausgezahlt, denn heute ist Rowling eine der wohlhabendsten Frauen Großbritanniens.

3Sarah Jessica Parker

Sarah Jessica Parker wurde nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren. Sie wuchs zunächst als das jüngste von 4 Geschwistern auf. Ihre Eltern ließen sich jedoch scheiden, als sie noch Kleinkind war. Ihre Mutter heiratete kurz darauf wieder und bekam 4 weitere Kinder. Obwohl es nicht immer einfach war, eine 10-köpfige Familie über Wasser zu halten, förderte Parkers Mutter das künstlerische Interesse ihrer Kinder. Schon in sehr jungem Alter nahm die Tochter Ballett-, Musik und Theater-Unterricht. Dies wurde zum Teil über Stipendien finanziert. Als Parker 11 Jahre alt war, nahm sie an einer Talentprobe am Broadway in New York teil und bekam die Rolle. Die Familie zog daraufhin nach Big Apple und Parker arbeitete seitdem als Schauspielerin. Im Alter von 33 Jahren bekam sie die Hauptrolle in “Sex and the city” angeboten, eine Rolle, die sie in der ganzen Welt bekannt machen sollte.

Lektion: Sarah Jessica Parker hatte schon 22 Jahre in ihrem Beruf gearbeitet, bevor der große Erfolg einsetzte. Am Ball bleiben und hartes Arbeiten hat sich gelohnt.

4Oprah Winfrey

Geboren als uneheliches Kind minderjähriger Eltern, aufgewachsen mal hier mal da, später belästigt und missbraucht von männlichen Familienmitgliedern, schwanger mit 14, Kind verstorben nur wenige Wochen später: Kann es schlimmer laufen? Normalerweise sind solche Biografien zum Scheitern verurteilt.

Doch nicht die von Oprah Winfrey. Sie beendete die Schule trotz ihrer widrigen Familienverhältnisse mit ausgezeichneten Leistungen, bekam ein Stipendium und studierte daraufhin Kommunikationswissenschaften. Nebenbei arbeitete sie sich bei Radio und TV hoch. Mit 32 war sie berühmt und verdiente Millionen. Heute ist sie eine der reichsten und einflussreichsten Frauen in den USA. Auch von ganz unten führt also ein Weg nach ganz oben – wenn man es will und durchhält!

5Steven King

Steven King lebte zeitweise in einem Wohnwagen und übte mehrere Gelegenheitsjobs aus, um sich über Wasser zu halten. Und das alles, damit er das tun konnte, was er am liebsten tat, nämlich schreiben. Auch, wenn es ihm zu der Zeit kein Geld einbrachte und an den gesellschaftlichen Rand stellte. Seine Manuskripte reichte er bei zahlreichen Verlagen ein und erhielt – man ahnt es schon – ebenso zahlreiche Absagen. Das hielt ihn nicht davon ab, weiterzuschreiben und es wieder und wieder zu versuchen. Mit 26 veröffentlichte ein Verlag sein Buch “Carrie”, und ab da ging es steil aufwärts. Bis heute wurden 350 Millionen Kopien seiner Bücher verkauft.

Um ein guter Schriftsteller zu werden, sollte man mindestens 4-6 Stunden am Tag lesen und schreiben, laut King. Wer weniger Zeit hat, kann keinen Erfolg erwarten. Er selber setzt sich pro Tag ein Mindestlimit von 2000 Wörtern und bleibt so lange am Schreibtisch sitzen, bis diese geschrieben sind. Neben Durchhaltevermögen zählt auch Disziplin zu den Eigenschaften, die im Leben nicht schaden können.

6Jack Ma

Jack Ma mag nicht so bekannt sein wie ein Steve Jobs oder eine Oprah Winfrey. Nichtsdestotrotz ist er wohl der beste Lehrer in Sachen “nicht aufgeben”. Denn damit kennt er sich aus. Heute als Gründer des Online-Kaufhauses Alibaba, dem “Amazon Asiens”, einer der reichsten Männer Chinas, hat er sich im Laufe seiner Karriere nie von Rückschlägen beeindrucken lassen.

Ma ist ein Paradebeispiel eines Stehaufmännchens, er war kein besonders guter Schüler. Um auf die mittlere Schule zu kommen, musste er den Aufnahmetest zweimal wiederholen. An einer Universität angenommen zu werden, kostete ihn ebenfalls zwei Versuche. Er hatte sich sogar an der Elite-Uni von Harvard beworben und wurde zehnmal abgelehnt. Wer von uns hätte nach der dritten Absage noch den Schneid gehabt, es erneut zu probieren?

Bei der Jobsuche gehörte Jack Ma ebenfalls nicht zu den Lieblingskandidaten der Firmen. Die Polizei lehnte ihn ab, und selbst KFC wollte ihn nach dem Vorstellungsgespräch als einzigen von 24 Bewerbern nicht haben!

Ma hatte zu der Zeit vom Internet gehört und gründete kurz darauf seine eigene Firma, die Onlineseiten über China erstellte. Mit seiner Firma und der Domain chinapages.com machte Ma innerhalb eines Jahres ungefähr 800 000 US-Dollar. Mit 17 Freunden gründete er dann 1999 Alibaba, heute ein multinationales Firmenkonglomerat, das oft als das Äquivalent zu Jeff Bezos´ Amazon auf dem asiatischen Markt gesehen wird. Ohne seinen Enthusiasmus zu verlieren hangelte sich Jack Ma von Misserfolg zu Misserfolg – bis eines Tages der Erfolg einsetzte.

Nach Studium und Volontariat zog es Sabine Feske 2010 nach Südafrika. Dort arbeitete sie zunächst bei Amazon Kindle Direct Publishing und unterstützte Autoren und Verlage dabei, ihre Bücher digital zu veröffentlichen. Heute zeigt sie Südafrika-Besuchern als selbständige Reiseleiterin die schönsten Ecken Kapstadts und verfasst für verschiedene Auftraggeber Texte, die sich mit den Themen Reisen und Auswandern befassen. Seit 2017 schreibt sie für Auslandskarriere.