Berufe mit Menschen: Die Top 20 Liste

Man muss den täglichen Kontakt mit Personen schon sehr mögen, um einen der „Top 20 Berufe mit Menschen“ auszuüben. Dabei sind es nicht nur soziale Berufe, in denen man permanent mit Menschen zu tun hat. Auch als Verkäufer oder Fitnesstrainer ist der Kundenkontakt Hauptbestandteil des Berufs. Wer einen Job ergreift, der viel mit Menschen zu tun hat, der ist oft nicht nur Wohltäter, sondern bereitet sich womöglich mitunter sogar selber einen Gefallen. Denn laut einer amerikanischen Zufriedenheitsstudie des Harvard-Professors Howard Gardner zählen Arbeitnehmer zu den glücklichsten, die viel mit Leuten in Kontakt kommen. Hier sind die 20 besten Berufe, in denen Sie nicht nur für Ihre Mitmenschen da sind, sondern mitunter für sich selber einen Gewinn erzielen:

1. Altenpfleger

Mit pflegebedürftigen älteren Menschen umgehen kann nicht jeder gut. Gefragt sind hier Einfühlungsvermögen und Liebe zum Nächsten. Wer jedoch denkt, das ist genau das Richtige für ihn, der wird mit guten Berufsaussichten belohnt. In einer immer älter werdenden Gesellschaft boomt die Nachfrage an Pflegepersonal.

2. Physiotherapeut

Kenntnisse in Anatomie, Physiologie und Behandlungstechniken werden in der dreijährigen Ausbildung zum Physiotherapeuten vermittelt. Es gibt in Deutschland ungefähr 200 kostenpflichtige Fachschulen, und die Einsatzfelder von den Absolventen sind anschließend Krankenhäuser, Arztpraxen oder auch Sportstätten und Wellnesshotels.

3. Erzieher

Die Erzieher-Ausbildung unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland, und man recherchiert dies am Besten individuell. Erzieher arbeiten hauptsächlich mit Kindern und Jugendlichen in Kinderbetreuungseinrichtungen, Offenen Ganztagsschulen oder Heimen. Teils werden sie jedoch auch von Jugendzentren, Suchtberatungsstellen oder Wohnheimen für Menschen mit Behinderung angestellt.

4. Lehrer

Lehrer ist – nicht nur aufgrund der vielen Ferientage und dem gesicherten Beamtendasein – ein attraktiver Beruf. Zurzeit sind jedoch viele Lehrerstellen unbesetzt, gerade an Grund- und Berufsschulen und in bestimmten Gebieten Deutschlands. Ideal, wenn man jetzt als Lehrer aufsatteln möchte. Ein mindestens 7-semestriges Lehramtsstudium und ein anschließendes Referendariat befähigen zur Ausübung.

5. Sozialarbeiter

Als Sozialarbeiter braucht man vielleicht eine kleine Prise Helfersyndrom, auf jeden Fall jedoch einen kühlen Kopf. Sie beraten Menschen in schwierigen Lebenssituationen, schlichten Streitigkeiten und versuchen, Lösungen für die Probleme seiner Klienten zu finden. Arbeitgeber sind Jugendämter, Beratungsstellen, Justizvollzugsanstalten oder Obdachlosenheime. Ein Studium ist Voraussetzung.

6. Psychologe

Psychologen beschäftigen sich mit der Persönlichkeit und dem Verhalten von Menschen. Nicht immer kommen bei der Analyse von psychischen Problemen die berühmte Couch und der Tintenkleks-Test zum Einsatz. Psychologen bedienen sich auch naturwissenschaftlicher Methoden. Diese lernt man in einem Hochschulstudium.

7. Arzt

Um Arzt zu werden, muss man schon auf den Gymnasium ordentlich Gas geben. Denn der Numerus clausus für das Medizinstudium liegt in Deutschland zwischen 1,0 und 1,2. Danach wartet eine Tätigkeit mit hohem Ansehen und hoffentlich großer persönlicher Erfüllung. Menschen heilen und Krankheiten behandeln, was gibt es ehrvolleres.

8. Kunsttherapeut

Das Ziel von Kunsttherapeuten ist es, die Gesundheit von Patienten durch künstlerisches Aktivwerden wie Gestalten oder Theaterspiel wiederherzustellen oder zu unterstützen. Kunsttherapie ist eine Weiterbildung, die auf ein Studium in einer entsprechenden Nachbardisziplin aufbaut. Diese wird auch von privaten Instituten angeboten.

9. Polizist

Verkehrssünder aufspüren, Streits schlichten, Verbrechen entgegenwirken: Das sind nur einige der Aufgaben eines Polizisten. Und dazu benötigt man ganz sicher einen klaren Kopf. Wer den und ein ausgeprägtes Rechtsempfinden hat sowie sich gut durchsetzen kann, der kann schon ab einem Haupt- oder Realschulabschluss eine Karriere bei den Kollegen in Grün anstreben. Je nach Einsatzgebiet (beispielsweise im Streifendienst, Vollzug oder Polizei des Deutschen Bundestages) sind die Voraussetzungen jedoch unterschiedlich.

10. Krankenpfleger

Vor allem bei jungen Frauen ist die Ausbildung zur Krankenschwester sehr beliebt. Jedoch muss man sich darüber im Klaren sein, dass man in dem Beruf Menschen auch in unangenehmen Situationen zu helfen hat, wie etwa bei der Körperreinigung. Ferner erfordert der Alltag im Krankenhaus eine hohe Belastbarkeit. Es bietet sich an, erstmal ein Praktikum zu absolvieren, bevor die Berufsentscheidung fällt. Dies ist oft auch eine Voraussetzung für die Ausbildung, bei der ein Realschulabschluss zugrunde gelegt wird.

11. Fitnesstrainer

Man benötigt eine Trainerlizenz, um als Fitnesstrainer arbeiten zu können. Diese kann auf Kursen und Lehrgängen erlangt werden, die vom 6-monatigen Fernlehrgang bis zum 2-Wochen Kompaktkurs reichen. Vermittelt werden Grundlagen in Anatomie, Trainingswissenschaft und Ernährungslehre. Danach stehen die Aussichten gut, denn in einer gesundheitsorientierten Gesellschaft gewinnen Dienstleistungen im Bereich Fitness stetig an Bedeutung.

12. Vertriebler / Außendienstmitarbeiter

Wer einem Eskimo Eis verkaufen kann, der ist möglicherweise im Vertrieb genau richtig. Neben rhetorischer Raffinesse benötigt man außerdem Flexibilität, da ein Job im Außendienst auch bedeutet, dass man viel unterwegs ist und keinen bequemen 9-to-5-Job ausübt. Ein sehr gutes Gehalt entlohnt für den Einsatz. Dafür ist der Druck mitunter recht groß, denn es müssen in der Regel bestimmte Verkaufszahlen erreicht werden. Vertrieb ist kein Lehrberuf. Gute Verkäufer werden jedoch immer eingestellt, egal aus welcher Branche.

13. Moderator / Live-Presenter

Moderatoren leiten Publikum live durch Veranstaltungen wie beispielsweise Radio- und Fernsehsendungen, oder auch Firmenevents und lokale Vereinsveranstaltungen. Dabei ist ein sympathisch-charismatisches Auftreten gefragt. Interesse für Menschen und ihre Geschichten benötigt man auch, denn Moderatoren interagieren mit Leuten aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppierungen. Eine festgelegte Ausbildung gibt es nicht. Mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium, einem journalistischen Volontariat und möglichst viel Praxiserfahrung hat man jedoch gute Karten.

14. Unternehmensberater

Sie zeigen Lösungen für Probleme von Firmen auf und machen sich dabei nicht immer beliebt: Unternehmensberater. Oft erfordern ihre Verbesserungspläne, dass sich die Arbeitsweise bestimmter Abteilungen ändert. Das heißt meistens, dass Arbeitnehmer Gewohnheiten aufgegeben müssen. Beim Kommunizieren benötigen Unternehmensberater daher nicht nur Fingerspitzengefühl, sondern auch ein dickes Fell. Dies wird in der Regel exzellent entlohnt. Ein Wirtschaftsstudium kann nicht schaden, um Fuß in der Branche zu fassen, obwohl der Beruf nicht geschützt ist und jeder ihn theoretisch machen kann.

15. Yogalehrer

Menschen auf dem Weg zu ihrer inneren Mitte zu begleiten, das ist im Prinzip das, was Yogalehrer tun. Darunter fallen körperliche Trainingseinheiten, Atemtechniken und Ernährungstipps. Um den Beruf auszuüben, müssen mindestens 200 Stunden an einer Yogaschule absolviert werden. Diverse Institute bieten dies an, jedoch ist am Angesehensten, wer seine Qualifikation direkt in Indien an einer Traditionssschule erwirbt.

16. Rettungssanitäter

Verletzte während eines Krankentransportes zu versorgen und Ärzte bei der Akutversorgung von Patienten zu unterstützen, das sind unter anderem die Felder, in denen Rettungssanitäter arbeiten. Die Ausbildung absolviert man bei Hilfsorganisationen oder an einer privaten Rettungsdienstschule. Sie umfasst ungefähr 520 Stunden.

17. Kellner

Als Kellner läuft man pro Tag nicht nur 10000 Schritte, sondern muss sich immer wieder auf unterschiedliche Kundenwünsche einstellen. Ist man in der Gastronomie tätig, bedient man auch den grantigsten Gast mit einem Lächeln. Je nach Etablissement winken hohe Trinkgelder. Wer eine Kellnerausbildung machen möchte, muss über 3 Jahre den Beruf des Restaurantfachmanns lernen.

18. Fremdenführer

Neben Kenntnissen über die Geschichte und Architektur von Orten, müssen Fremdenführer auch rhetorische Fähigkeiten besitzen. Ihre Kunden möchten lokale Informationen auf interessante Art und Weise vermittelt haben. Die nötigen Qualifikationen werden in 2-3 monatigen Fachkursen an verschiedenen Insituten vermittelt. Der Beruf ist wunderbar für Quereinsteiger oder Nebenberufler geeignet.

19. Pastor

Der Pastorenberuf ist der ultimative “Menschenfreund”-Beruf. Seelsorge ist ein wichtiges Element der Profession, bei der auch Gemeindeleitung, Öffentlichkeitsarbeit und Diakonie dazugehören. Wer den Beruf machen möchte, muss sich ferner für Glaubensinhalte und Sinnfragen interessieren. Evangelische und katholische Geistliche erwerben ihre Qualifikation an einer Hochschule. Bei anderen Religionsgemeinschaften mag das anders sein, und private Institute befähigen hier oft zur Ausübung.

20. Integrationshelfer

Zu den emotional anspruchsvollen Jobs gehört der Beruf des Integrationshelfers. Hier kommt es darauf an, Kindern mit geistiger, seelischer oder körperlicher Behinderung dabei zu helfen, am Schulunterricht teilzunehmen. In einer Weiterbildung werden die entsprechenden Fertigkeiten erlernt. Es ist von Vorteil, vorher pädagogische Erfahrungen gesammelt zu haben.