Die 5 besten Länder 2019 zum Auswandern

Wohin 2019 Auswandern?

Der Jahreswechsel ist oft der Zeitpunkt, sich neue Ziele zu setzen und diese mit Schwung in Angriff zu nehmen. Ist 2019 das Jahr, in dem Sie möglicherweise in ein anderes Land auswandern wollen? Wer auf jeden Fall weg möchte, aber noch nicht so genau weiß wohin, dem hilft Auslandskarriere auf die Sprünge.

Zu den Faktoren, die Auswanderfreudigen jüngst wichtig sind, gehören neben einem guten Gesundheitssystem auch Sicherheit und Freiheit. In den folgenden Ländern genießen die Einwohner eine solide medizinische Betreuung, die den Geldbeutel nicht über die Maßen beansprucht. Das Leben dort ist sicher und nicht bedroht von politischer Instabilität oder hoher Kriminalität. Trotz der guten Sicherheitslage bieten diese Länder genug Spielraum, um Träume zu verwirklichen und sich freier als im engmaschigen Leben zuvor zu fühlen. Denn bei den Deutschen steht Frustration über die zu engen Regeln der deutschen Verwaltung ganz oben auf der Liste der Gründe, dem Heimatland den Rücken zu kehren. Fehlende Berufschancen und eine gewisse Abenteuerlust feuern die Lust aufs Auswandern zusätzlich an.

Wie wäre es also, die folgenden Länder in Betracht zu ziehen? Die Liste der besten Länder 2019 zum Auswandern benennt die Vorteile des jeweiligen Landes und beschreibt, wie Sie dort an einen Job kommen.

1. Ungarn

Das kulturell reizvolle Budapest und die Naturlandschaften rund um den Plattensee sind seit jeher gefragten Urlaubszielen. Ob es eine Städtereise in die Hauptstadt Ungarns mit seinen prachtvollen Bauten oder ein Erholungsurlaub an den Stränden des Balatons ist: Den Deutschen gefällt das Land – vor allem, weil sie hier viel für ihren Euro bekommen.

Eignet sich Ungarn auch für einen Neustart? Ja!

Pluspunkte

Einige Vorteile des Lebens in Ungarn liegen auf der Hand: Die Nähe zu Deutschland und Österreich ermöglicht es, schnell Verwandte und Freunde im Heimatland besuchen zu können. Auch ohne unmittelbare Kenntnisse der ungarischen Sprache können Einwanderer in einigen Gebieten mit Deutsch gut zurechtkommen. Viele Ungarn in Grenznähe zu Österreich sprechen die Sprache sogar selbst. Ein Kulturschock ist nicht zu befürchten, da das Land dem Deutschen auch kulturell nahe liegt.

Seit das ehemalige Ostblockland Ungarn 2004 der EU beigetreten ist, wird die Infrastruktur im Land ständig ausgebaut. Wirtschaftszweige, wie beispielsweise Automobilzulieferer, befinden sich im Aufschwung.

Da die Lebenshaltungskosten in Ungarn günstiger sind als in Westeuropa, lassen sich die Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote des Landes auch mit kleinerem Budget genießen. Eine gute Küche und zahlreiche Thermalbäder tragen ebenso zu einer guten Lebensqualität bei.

Für Deutsche, die im Heimatland gesetzlich krankenversichert sind, besteht auch in Ungarn Versicherungsschutz. Die Krankenversicherungsleistungen entsprechen jedoch nicht in allen Punkten dem deutschen Standard. Wer in Ungarn dauerhaft erwerbstätig ist, wird automatisch Mitglied der ungarischen gesetzlichen Krankenversicherung und erhält eine Mitgliedskarte. Mit dieser können sämtliche vom ungarischen Gesundheitssystem vorgesehene Leistungen in Anspruch genommen werden. Selbstständige können den Zwängen der teuren deutschen Krankenkassen entfliehen und sich für ca. 30 Euro im Monat versichern.

Freiheitsfaktor

Ungarn ist dünner besiedelt als Deutschland. Das Land hat schöne Landstriche und geringere Immobilienpreise. Das donauschwäbische Baranya, Budapest und der Plattensee sind die attraktivsten Auswanderziele. Doch gerade in den ländlichen Gebieten gibt es günstigen Wohnraum und Möglichkeiten, sich etwas aufzubauen. Die Hürden, den Traum vom eigenen Haus zu verwirklichen, liegen niedriger als in Deutschland.

Für wen das Land besonders geeignet ist

Schon mit einem Nettoeinkommen um 1000 Euro kann man ein relativ angenehmes Leben führen. Familien mit geringem deutschem Einkommen können in Ungarn daher vergleichsweise gut leben. Dasselbe gilt für Rentner. Diese können mit bescheidenen finanziellen Mitteln einen angenehmen Lebensabend verbringen. Ältere Menschen genießen ferner Vergünstigungen im Alltag, wie beispielsweise eine Gratis-Zugnutzung (gilt für Kunden über 65). Das Vorhandensein einer Vielzahl an Thermalbädern kann sich positiv auf die Heilung von Krankheiten auswirken und erhöht somit ebenfalls die Lebensqualität. Dass oft im Alltag und auf Ämtern auch Deutsch gesprochen wird, ist für ältere Menschen ohne Sprachkenntnisse auch sehr vorteilhaft. Günstige Immobilienpreise und ein angenehmes Klima nehmen auf die genannten Zielgruppen darüber hinaus positiven Einfluss.

Arbeitsmöglichkeiten

Im Tourismus bieten sich demjenigen, der neben Ungarisch noch Deutsch oder Englisch spricht, gute Arbeitschancen. Die Löhne liegen – unabhängig von der Industrie – allgemein allerdings niedriger als in Deutschland, nämlich bei gerade Mal einem Drittel der Gehälter in Deutschland. Wer allerdings Freiberufler oder Selbstständig ist und sein Geld in Euros verdient, kann in Ungarn mehr für sein Geld bekommen.

2. Irland

Irland, die grüne Insel, besticht durch traumhafte Landstriche, spektakuläre Felsenküsten und fantastische Burgen und Schlösser. Landschaftliche Schönheit und der Aufschwung in einigen Wirtschaftssektoren machen das Land zu einem vielversprechenden Auswanderungsland.

Pluspunkte

Einer der größten Vorteile einer Auswanderung nach Irland ist die unbürokratische Einwanderung und Jobsuche. Jobsuchende EU-Bürger benötigen keine Aufenthaltsgenehmigung, um im Land arbeiten zu können.

In den vergangenen Jahren lockten geringe Steuersätze internationale Unternehmen an, was wiederum viele europäische Arbeitnehmer nach Irland zog.

Da viele Auswanderwillige über Englischkenntnisse verfügen, stellt die Kommunikation in Irland auch kein unüberbrückbares Problem dar.
Medizinische Versorgung kann sowohl von Bewohnern des Landes als auch von Urlaubern kostenlos in Anspruch genommen werden. Mitunter kann es bei akuten Problemen jedoch zu langen Wartezeiten kommen, so dass es ratsam ist, eine private Krankenversicherung abzuschließen.

Freiheitsfaktor

Die Iren sind entspannter als die Deutschen. Sie haben den Ruf, stets freundlich zu sein, alles nicht so eng zu sehen und die Dinge mit Ruhe und Gelassenheit anzugehen. Wer dies in Deutschland vermisst, wird sich in Irland wohl fühlen.

Für wen das Land besonders geeignet ist

Vor allem, wer über eine Fachausbildung, ein Studium oder einen Fachhochschulabschluss verfügt, hat in Irland gute Chancen, denn Fachkräfte werden bevorzugt gesucht. Das macht das Land vor allem für junge Akademiker attraktiv, die oft Jobs bei den vielen Tech-Giganten finden. Familien freuen sich über die unbürokratischen Einreisebestimmungen und den Anspruch auf vier Wochen Urlaub im Jahr.

Arbeitsmöglichkeiten

Viele Unternehmen haben in jüngster Zeit in Irland investiert. Ausschlaggebend war eine geringe Unternehmenssteuer, was internationale Firmen anzog, die hohe Besteuerungen vermeiden wollten. Im Baugewerbe, der IT- und Computertechnik und in der Pharmaindustrie bieten sich die besten Optionen.

Obwohl Fachkräfte mit abgeschlossenem Studium ausgezeichnete Chancen auf Irlands Arbeitsmarkt haben, existieren auch Möglichkeiten für Arbeitnehmer ohne höhere Ausbildung. Die Call Center-Industrie boomt auf der Insel, und hier haben Auswanderer den Vorteil, dass Sie Ihre eigenen Sprachkenntnisse einbringen können. Wer über gute Deutschkenntnisse verfügt, ist eine willkommene Kraft.

Der Tourismus-Sektor hat in den vergangenen Jahren ebenfalls an Bedeutung gewonnen. Auch hier werden Arbeiter mit Deutschkenntnissen gesucht.

In den Ballungsräumen und der Hauptstadt Dublin sind die Löhne höher als in ländlichen Regionen.

3. Kanada

Kanada ist eines der begehrtesten Auswanderländer und gehört weltweit zu den Ländern mit der höchsten Lebensqualität. Unendliche Weiten und unberührte Natur schüren seit jeher Träume von einem Neustart im zweitgrößten Land der Erde. Und obwohl Kanada stets auf der Suche nach Einwanderern ist, herrschen strenge Auswahlkriterien, die Sprachkenntnisse und sorgfältige Vorbereitung voraussetzen.

Pluspunkte

Es gibt unzählige gute Gründe, nach Kanada auszuwandern. Ein stabiles System mit hoher Rechtssicherheit und geringer Kriminalitätsrate sorgt für ein sicheres Lebensgefühl. Gleichzeitig ist das Land unternehmer- und familienfreundlich, bietet ein gutes Schulsystem und günstige Grundnahrungsmittelpreise. Das Gesundheitssystem ist preiswert, und gute Arbeit wird gut bezahlt.

Der größte Trumpf, mit dem Kanada aufwartet, ist jedoch die einzigartige Natur. Wer ein naturverbundenes Leben anstrebt, der ist bei Kanada an der richtigen Adresse. Trotzdem muss man auf kulturelle Angebote nicht verzichten. Vancouver, Toronto und Calgary gehören zu den lebenswertesten Städten der Welt.

Freiheitsfaktor

Bei einer Auswanderung nach Kanada kommt allein schon aufgrund der Größe des Landes und der landschaftlichen Weite ein typisches Aussteiger-Gefühl auf. Ein Aussteigerleben fernab der engen deutschen Verwaltungsregeln ist hier möglich. Ein geringes Netz an Regeln und Bestimmungen lässt genügend persönlichen Freiraum. Und da die Benzinpreise niedrig sind, kann man auch erwägen, große Strecken auf sich zu nehmen, ob für berufliche oder private Zwecke. Wer ein eigenes Unternehmen in Kanada starten möchte, der trifft auf geringe Hürden.

Für wen das Land besonders geeignet ist

Da die Bewilligung einer kanadischen Arbeitserlaubnis davon abhängt, wie sehr man eine Mangellücke füllen kann, haben bestimmte Berufsgruppen gute Chancen. Gut ausgebildete Fachkräfte, Akademiker und Handwerker mit guten Sprachkenntnissen in Englisch und Französisch und geeigneten Kontakten liegen zur Zeit vorne.

 

Arbeitsmöglichkeiten

Eine Arbeitserlaubnis zu erhalten ist nicht so einfach. Man muss sich nach einem Punktesystem bewerben, und der Arbeitgeber muss nachweisen, dass er die Stelle nicht mit einem Kanadier besetzen kann. Die kanadische Botschaft entscheidet dann, ob ein Antrag auf Arbeitserlaubnis angenommen wird oder nicht. Wer jedoch Handwerker, Berufskraftfahrer, Ingenieur oder Maschinenmechaniker ist, hat gute Aussichten, eine Bewilligung zu erhalten. Da ein Mangel an Medizinern, IT-Fachleuten und Forscher besteht, stehen die Chancen für diese ebenfalls gut.

4. Liechtenstein

Liechtenstein ist nicht nur eines der kleinsten Länder Europas, sondern auch ein sehr ungewöhnliches Auswanderland. Und zwar wohnen die meisten ausländischen Arbeitnehmer nicht im Fürstentum, sondern pendeln jeden Morgen aus den Nachbarstaaten Schweiz und Österreich zur Arbeit. Grund dafür ist, dass Liechtenstein pro Jahr nur eine sehr begrenzte Anzahl an Aufenthaltsgenehmigungen vergibt (zwischen 60 und 70). Die Pendelei lohnt sich trotzdem allemal. 

Pluspunkte

In Liechtenstein sind die Gehälter hoch. Sehr hoch. Im Durchschnitt verdient ein Arbeitnehmer im Monat CHF 6600. Ein Einkommensteuersatz von nur 5% sorgen dafür, dass ordentlich was in der Lohntüte überbleibt. Da zahlt es sich trotz gehobener Lebenskosten im Nachbarland aus, seinen Wohnsitz entweder in Österreich oder der Schweiz zu haben und zur Arbeit über die Grenze zu fahren.

Da man einen alemannischen Dialekt des Oberdeutschen im Land spricht und die Schriftsprache Deutsch ist, existieren keine Sprachbarrieren, um einen der hochbezahlten Jobs im Fürstentum auszuüben.

Das Leben in der Schweiz oder Österreich hat ebenso seine Vorteile, so ist man schnell in den schönsten Wander- und Wintersportgebieten und kann es sich dazu noch leisten.

Freiheitsfaktor

Arbeiten in Liechtenstein ist “Auswandern light”. Der Freiheitsgewinn, der bei einem solchen Arbeitsmodell erzielt wird, ist vor allem finanzieller Natur.

Für wen das Land besonders geeignet ist

Eine permanente Arbeitsstelle in Liechtenstein eignet sich vor allem für Pendler, denen es nichts ausmacht, jeden Morgen ins Land zu fahren.

Arbeitsmöglichkeiten

Die bekannten Firmen Hilti, Ivoclar (Dentaltechnik) oder ThyssenPresta sind in Liechtenstein vertreten und stellen Arbeitskräfte ein.

Eine hohe Nachfrage besteht bei handwerklichen und technischen Berufen. Viele Stellen gibt es auch in den Bereichen Maschinenbau, Metallverarbeitung und Anlagenbau. Banken, Treuhandunternehmen, Wirtschaftsprüfer und Versicherungen sind ebenfalls stets auch der Suche nach qualifizierten Kräften.

5. Baltikum (Estland, Lettland und Litauen)

Lettland, Litauen und Estland sind Newcomer auf dem Auswanderungsmarkt. Die Länder zählen zu den östlichsten Staaten Europas und gehören seit 2004 zur EU. Weiße Sandstrände, malerische Inseln und die berühmte Kurische Nehrung machen diese Länder landschaftlich attraktiv.

Pluspunkte

Das Baltikum hatte in den vergangenen Jahren mit der Abwanderung seiner Arbeitnehmer zu kämpfen. Die Lücke, die dadurch entstanden ist, muss nun gefüllt werden, nämlich mit ausländischen Arbeitnehmern. Die Lebenshaltungskosten sind niedriger als in Deutschland. Die Löhne jedoch auch.

Das Baltikum hat aufgrund seiner landschaftlichen Ursprünglichkeit in den jüngsten Jahren an Bedeutung auf dem touristischen Sektor gewonnen, so dass dort Jobchancen zu erwarten sind.

Freiheitsfaktor

Die Baltischen Staaten sind etwas für Abenteurer, die bereit sind, ein Risiko einzugehen.

Gute Erholungsmöglichkeiten und unberührte Natur machen das Abenteurerherz weit.

 

Für wen das Land besonders geeignet ist

Finanziell unabhängige Auswanderer, Entrepreneure und Rentner gehörten ehemals zu den Gruppen, für die sich das schöne Baltikum vor allem eignete.

Da sich der Arbeitsmarkt in diesen Ländern in den letzten Jahren generell gut erholt hat, ist der Markt nun auch für Neustarter attraktiver. Allerdings ist das Lohnniveau den Lebenshaltungskosten der Länder angepasst und niedriger als das deutsche. Startup-Unternehmen profitieren von niedrigen Steuern und finden in den Ländern des Baltikums gute Ausgangspositionen.

Wer nach der Ausbildung einige Zeit im Ausland verbringen möchte, um den persönlichen Horizont zu erweitern und Berufserfahrung zu sammeln, der findet im Baltikum interessante Praktikumsstellen, in Estland vor allem im pädagogischen Bereich. Die Arbeitszeiten sind jedoch mitunter länger und der Verdienst geringer.

Grundlegende Sprachkenntnisse sind notwendig.

Arbeitsmöglichkeiten

In Litauen zählen die Informations- und Kommunikationstechnik, die chemische Industrie sowie Elektrotechnik, Transport und Logistik zu den Wachstumsbranchen. Im Bereich der Nahrungsmittelverarbeitung und der erneuerbaren Energien gibt es ebenfalls Positionen.

Lettland sucht Kräfte im Baubereich, der IT-Branche sowie für Ingenieure und Mediziner. Zu den Wachstumsbereichen zählen Häfen, die Abwasserwirtschaft, die Trinkwasserversorgung, die Energieversorgung und die Holzverarbeitung.

Estland benötigt Tischler, Handwerker und pädagogische Fachkräfte. Besonders Estland hat sich in den vergangenen Jahren zu einem ernstzunehmenden Start-up Hub gemausert. Wer ein Unternehmen gründen möchte, der findet im ganzen Baltikum die passenden Rahmenbedingungen und finanzielle Vorteile.