Elevator Pitch: „Stellen Sie sich doch bitte kurz vor“

In fast jedem Vorstellungsgespräch wird der Bewerber gebeten sich doch ganz kurz selbst vorzustellen. Die meisten müssen dann erste einmal Schlucken. Was gibt man von sich Preis und was eher nicht? Wie hinterlässt man am besten einen guten Eindruck? Viele plappern einfach drauf los ohne einen Bezug zu dem Job, auf den sie sich gerade bewerben, zu stellen. Andere kommen ins stammeln und reden von ihren Interessen und wie toll der Job den in die eigene Laufbahn passen würde. 

Für solche Situationen kommt der sogenannte Elevator Pitch ins Spiel. Das amerikanische Model, das einem helfen soll sich kurz und prägnant vorzustellen, ist nicht nur für ein Vorstellungsgespräch gedacht. Den Elevator Pitch kann man auch für ein Treffen auf der Messe, auf einem Networking-Event oder das Treffen mit einem Investor verwenden. Die Idee kommt daher, dass man für den Fall, dass man im Aufzug mit einer einflussreichen Person ist, genau weiß was man sagen soll. Dieser Pitch soll nicht länger als eine Minute dauern und dem gegenüber gang klar machen, was Sie beruflich machen und wo es für Sie in Zukunft gehen soll. Im Nachfolgenden sind fünf Tipps aufgelistet, die Ihnen helfen einen einzigartigen Elevator Pitch zu kreieren.

1. Einen guten Einstieg finden

Interesse wecken ist hier gefragt! Mit einem sumpfen „Hallo nochmal, mein Name ist Jürgen und ich bin 42 Jahre alt und Bauingenieur“ werden Sie keinen Personaler vom Hocker werfen. Die Frage „Stellen Sie sich doch bitte kurz vor“ kommt erst auf, wenn Sie bereits ein wenig Small Talk mit dem Personaler geführt, sich gesetzt haben und gegebenenfalls ein Wasser angeboten bekommen haben. Sie müssen sich bei dieser Frage also nicht mehr namentlich vorstellen oder dem Personaler erzählen welchen Beruf Sie haben. Es geht vielmehr darum, dass Sie Ihren Weg beschreiben und wieso Sie einen bestimmten Job machen möchten.

2. Die Gliederung muss stimmen

Sobald die richtige Gliederung für Ihren Pitch steht, können Sie den Inhalt minimal abändern und müssen den ganzen Text nicht stur auswendig lernen. Die einfachste Struktur hat sich bekanntlich als die beste bewährt. Eine Idee für eine Gliederung ist die „Past-Present-Future“-Methode. Stellen Sie sich die Fragen: Was habe ich zuvor gemacht? oder Wie bin ich dahin gekommen wo ich bin? Wo befinde ich mich jetzt beruflich? Wo möchte ich in Zukunft hin?

3. Bleiben Sie auf dem Punkt

Wenn Sie eine Gliederung haben, dann sollten Sie auch diese im Hinterkopf haben. Eine gute Gliederung sollte Sie außerdem davon abbringen vom Thema abzuschweifen. Dennoch ist es wichtig noch einmal zu betonen, dass der Elevator Pitch nicht länger als eine Minute dauern sollte. Es geht im Elevator Pitch darum, dass man Interesse weckt. Nach Ihrer kleinen Vorstellung kann der Personaler auf einige Punkte zurückkommen, die er interessant fand. Zerbrechen Sie sich also nicht den Kopf darüber, was der Personaler fragen könnte.

4. Vorteile betonen

Viele Bewerber hassen es etwas über sich zu erzählen. Bei dieser Frage bleibt die Kontrolle jedoch bei Ihnen. Denken Sie erst gar nicht an Schwächen und Nachteile. Beim Pitchen geht es darum sich richtig verkaufen zu können. Hier können Sie wunderbar einbringen, warum man Sie einstellen sollte. Beispiele können zudem Ihre genannten Vorteile untermauern. Ein Beispiel: „Durch mein Nebenfach in Philosophie habe ich es gelernt besser strategisch zu denken und zu handeln. Dies hat sich bereits in meinem letzten Projekt gezeigt als ich die Idee zu XY hatte“.

5. Call to Action nicht vergessen

Im klassischen Elevator Pitch geht es darum ein Ziel zu verfolgen. Sie wollen zum Beispiel einen Investor von einer Idee begeistern oder Sie bewerben sich um einen neuen Job. Ihr Schlusssatz am Ende Ihrer einminutigen Präsentation soll dem Vorgetragenen klar sein, was er als nächstes fragen sollte.