Lücken im Lebenslauf kaschieren: 6 Beispiele zum CV Auffüllen

Aber wie sieht das dann in meinem Lebenslauf aus? Viele Leute haben enorme Angst vor einer Lücke im Lebenslauf. Dabei sind die meisten Karrierelaufbahnen nicht geradlinig und die meisten haben die ein oder andere Lücke im Lebenslauf. Zu wenig wird auf die persönliche Weiterentwicklung geachtet oder die Zeit genommen einen Burnout auszukurieren. Die Panik ist dann groß, wenn man sich fühlt, als ob man sich vor der Welt erklären muss. Eine längere Arbeitslosigkeit ist keine Schande. Die Beweggründe sind meist ziemlich unterschiedlich: Krankheit, verzweifelte Jobsuche oder Schicksalsschläge stecken hinter den meisten Lücken.

Lügen gehören nicht auf den CV

Es scheint fast so, dass man bestraft wird, wenn man sich nach längeren Pause dazu aufgerafft hat etwas an seiner Situation zu ändern. Wer jetzt aber denkt, dass man sich eine Position einfach ausdenken kann, sollte dies lieber lassen. Wer auf dem Lebenslauf lügt, dem droht die fristlose Kündigung.

In Erklärungsnot – Was ist überhaupt eine Lücke?

Manche Bewerber glauben tatsächlich, dass Sie zwei bis drei Wochen zwischen einem Job auf dem CV erklären müssen. Man muss es nicht übertreiben. Als Lücke im Lebenslauf spricht man von einem Zeitraum, der länger als drei Monate ist. In der heutigen Welt ist es normal, dass man auch mal zwischen zwei Jobs ein paar Wochen sucht oder sich zwischen zwei Jobs, um persönliche Interessen kümmert oder einfach mal in einen verlängerten Urlaub fährt.

Hierbei müssen Sie sich nicht erklären – dies sind keine echten Lücken im Lebenslauf:

  • Berufseinstieg: Nach der Schule, dem Abitur, nach der Ausbildung oder nach dem Studium. Wer am Tag seines Abschlusses schon einen Arbeitsvertrag in der Tasche hat, der kann sich glücklich schätzen. Dies ist allerdings leider die Minderheit. Der letzte Eintrag in Ihrem Lebenslauf sollte demnach Ihr Abschluss sein. Ein Vermerkt wie „Arbeitssuchend“ oder sogar „Arbeitslos“ nur ein paar Wochen nach Ihrem Abschluss ist in diesem Fall absolut überflüssig. Mit Beendigung Ihrer Ausbildung ist natürlich klar, dass Sie sich jetzt in der Phase der Arbeitssuche befinden.
  • Mutterschaftsurlaub: Ja, Mutterschaft ist eine Lücke – allerdings haben Sie sich in dieser Zeit, um Ihr Kind gekümmert und wurden nicht selbstverschuldet entlassen. Mutterschaftsurlaub kann man einfach so angeben.
  • Krankheit: Ein heikles Thema. Nicht jeder möchte seinen Gesundheitszustand mit seinem zukünftigen Arbeitgeber diskutieren. Wer ernsthaft krank war, kann vermerken „Gesundheitliche Pause – inzwischen komplett auskuriert und einsatzbereit“. Wer ein Familienmitglied gepflegt hat, kann dies ebenso kurz und knapp erklären: „Pflege der kranken Mutter/ des kranken Vaters“

Lücken vorbeugen mit diesen Tipps

Damit man erst gar nicht in Erklärungsnot kommt, sollte man eine Lücke im Lebenslauf gut einplanen. Wer sich in einer Auszeit befindet, der sollte das Beste aus seiner Situation machen. Kaum einer sitzt nur zuhause und wartet die Zeit ab. Investieren Sie während einer längeren Auszeit in sich selbst und in Ihre berufliche Zukunft. Wir zeigen Ihnen 6 Beispiele, wie man Lücken im Lebenslauf kaschieren kann:

Persönliche oder berufliche Weiterbildung

In einem Job auszuharren ohne Perspektiven sollte man nicht. Eine Lücke ist in vielen dieser Situation aber unvermeidlich. Als Berufliche Neuorientierung können Sie dies zusammen mit Weiterbildung in Ihrem Lebenslauf angeben. Hierbei ist wichtig, dass Sie ebenso Weiterbildungsangebote wahrgenommen haben und diese auch aufzählen können. Es muss nicht gleich ein teurer Kurs sein. Es gibt mittlerweile viele Onlinekurse, die man unter 100 Euro machen kann, die einen aber ein paar Wochen beschäftigen können.

Sprachreise oder Bildungsurlaub

Zugegeben wer gerade arbeitslos ist, möchte sein Geld nicht aus dem Fenster werfen. Kurze Sprachreisen oder Bildungsurlaube müssen aber nicht teuer sein. Wir zeigen, was sich besonders lohnen kann, wenn Sie eine Sprache im Ausland lernen möchten.

Freiberufliche Tätigkeit

Diese Option vergessen die meisten leider. Niemand möchte Sie einstellen, weil Sie länger nicht gearbeitet haben? Dann stellen Sie sich doch selbst ein! Das Internet macht es so einfach wie noch nie. Nutzen Sie Ihre bisherigen Fähigkeiten und suchen Sie entweder Freelancer-Plattformen nach ausgeschriebenen Jobs aus (z.B. für Texter) oder erstellen Sie eine eigene Webseite und schreiben Sie zum Beispiel Unternehmen an oder platzieren Sie Anzeigen bei Google oder Facebook.

Sabbatical

Einfach mal raus und nichts tun? Gerade nach einem Burnout möchte man nicht unbedingt an Arbeit denken. Wer sich gerade eine Auszeit nimmt, der kann dies auch so angeben. Ein Sabbatical ist besonder durch Eat Pray Love eine gute Gelegenheit, um sich beruflich neu zu positionieren.

Freiwilligenarbeit 

Wer jede Menge Zeit hat und eine Pause vom Bewerbungsschreiben benötigt, kann seine Zeit auch damit verbringen anderen zu helfen.

Zeitarbeit

Heute Sachbearbeiter, morgen Rezeptionist und übermorgen Verkäufer? Wer sich finanziell mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält, kann diese auch unter „Projektbezogene Aushilfe“ oder „Temporärarbeit“ im Lebenslauf angeben, um so größere Lücken zu vermeiden. Hierzu sollte aber ebenso noch vermerkt werden in welchen Bereichen Sie tätig waren. Meist reichen hier jedoch ein paar Stichworte.