Nach dem Abi ins Ausland: Alle Möglichkeiten auf einen Blick

Nach dem Abitur sind viele Schüler erst einmal ausgebrannt und benötigen eine Pause, denn zwischen dem Abiturstress gab es nicht sonderlich viel Zeit, um sich auf die nächste Station im Leben vorzubereiten. Viele wegen ab: Soll ich studieren oder doch lieber eine solide Ausbildung machen und gleichzeitig schon etwas Geld verdienen? Das sogenannte Gap Year nach dem Abitur kann die nötige Einsicht und Klarheit über den Berufswunsch geben. Da man sich bezüglich des Studiums und einigen Ausbildungen an gewisse Fristen halten muss, hat sich mittlerweile ein Auslandsjahr direkt nach dem Abitur für eine Auszeit bewahrt. Wer schon weiß, wohin es nach dem Abitur gehen soll und alle Vorrichtungen hierfür getroffen hat, zum Beispiel die Bewerbung um ein Studium, kann natürlich ebenso die dreimonatige Pause zwischen Abiturabschlussprüfung und Studiumsbeginn nutzen, um einen verlängerten Urlaub zu machen.

Egal, ob Sie nur für ein paar Monate oder gleich ein ganzes Jahr ins Ausland möchten, wir stellen Ihnen alle Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt nach dem Abitur vor:

1. Work and Travel

Die wohl beliebteste Option nach dem Abitur ins Ausland zu gehen ist das Work and Travel. Hier ist man ganz auf sich alleine gestellt, lernt schnell andere Backpacker kennen, und finanziert sich die Reise mit Gelegenheitsjobs. Besonders beliebt für ein Work and Travel ist Australien, Neuseeland und Kanada, aber auch in Ländern wie Japan, Israel oder Chile lässt sich ein Work and Travel Programm machen. Die Visumsbestimmungen sind hier meist sehr ähnlich. Das Mindestalter ist in der Regel 18 Jahre und man sollte bei Visumsbewerbung nicht älter wie 30 sein. Zudem kann die Zeit, die man für einen Arbeitgeber arbeitet auf sechs Monate minimiert sein. Das Work and Travel erfordert den meisten Mut, da man hier wirklich auf sich alleine gestellt ist. Man springt sozusagen ins kalte Wasser und muss zusehen, wie man sich die Reise in einem absolut fremden Land finanziert. Oftmals sind es einfache Jobs wie Erntehelfer, Kellner, Verkäufer oder Sachbearbeiter für die man sich während des Work and Travel bewirbt.

2. Au-Pair

Bei einer fremden Familie wohnen und deren Kinder betreuen und womöglich noch ein paar Haushaltsaufgaben erledigen, kann sich zunächst ganz easy anhören, allerdings ist das Au-Pair Leben nicht für jeden geeignet. Erfahrung mit Kindern ist erforderlich. Wer also kleinere Geschwister, Cousinen oder bereits Babysitter-Erfahrung hat, der weiß, dass die Kinderbetreuung Spaß machen kann, aber man hierfür auch teilweise starke Nerven benötigt. Das besondere am Au-Pair Dasein ist, dass man von Muttersprachlern umgeben ist und somit am einfachsten eine neue Sprache lernt beziehungsweise perfektionieren kann.

3. Mini-Ausbildung

Das Ausbildungssystem wie man es im deutschsprachigen Raum kennt, existiert in dieser Form, wenn überhaupt nur für einige Berufe. Vor allem im englischsprachigen Ausland, kann es sich lohnen Zertifikate zu machen und so schon einmal ins Berufsleben reinschnuppern. Die Englischkenntnisse verbessern sich somit fast wie schon selbst. Einige Möglichkeiten für Weiterbildungen oder Mini-Ausbildungen sind: Hochzeitsplanner, Real Estate Agent, Grafikdesigner, UX Designer, Web Developer, Flugbegleiter etc.

4. Sprachreise

Um eine Sprache zu lernen, kann man entweder einige Zeit im Ausland leben, wer nur ein paar Wochen Zeit hat und diese am effektivsten nutzen möchte, sollte über einen Sprachkurs nachdenken. Bei einem Sprachkurs lernt man eine Sprache von Muttersprachlern und kann die Sprachlehrer mit allen möglichen Fragen löchern. Leider sind Sprachreisen in den meisten Fällen nicht günstig und wer das Gelernte nachdem Sprachkurs nicht weiter vertieft, der kann dies sehr schnell wieder vergessen.

5. Auslandspraktikum

Arbeitserfahrung und Auslandserfahrung in einem – und auch noch etwas Geld verdienen? Geht das überhaupt? Auch wenn es für Abiturienten etwas schwieriger ist als für Studenten ein Auslandspraktikum zu finden, hat man dennoch zahlreiche Möglichkeiten. Abiturienten sind zudem flexibler als Studenten, was die verfügbare Praktikumszeit befasst, denn sie sind an keinen Studiumsplan gebunden. Besonders kann sich ein Auslandspraktikum im Hotel lohnen (per Initiativbewerbung) oder das einjährige Culture Representative Programm von Disney in den USA.

6. Freiwilligenarbeit

Gerade für Abiturienten, die im sozialen Bereich arbeiten möchten, kann Freiwilligenarbeit nach dem Abi sehr aufschlussreich sein. In der Vergangenheit gab es zu einigen Programmen für Freiwillige Kritik, da diese wie Geschäftsmodelle geführt wurden und von den Freiwilligen sogar Geld fürs helfen verlangt wurde. Dies bedeutet aber nicht, dass es auch Organisationen gibt, die einen wirklichen unterschied machen, weswegen man ausgiebig über die Organisation recherchieren sollte.