Im Ausland zugenommen: Was tun & „When in Rome“

Für die meisten, die gerade in einem neuen Land angekommen sind und sich kurz ausgeruht haben, geht es als nächstes auf die Suche nach etwas Essbarem. Das Neue und Unbekannte möchte erkundet werden und dazu gehört natürlich auch das Essen. Schon Wochen vor der Reise hat man sich über Dim Sum in Hong Kong, Croissants in Paris, Pizza in Neapel oder Hamburger in Los Angeles gefreut. Am liebsten möchte man von allem gleich alles probieren, denn dies gehört zu einem Auslandsaufenthalt nun mal dazu. Die im Ausland zugenommenen Kilos werden auch als „Expat Fat“ bezeichnet und machen sich bei den meisten erst dann bemerkbar, wenn die Hose zwickt.

Gewichtszunahme während einem Auslandsaufenthalt oder eine Entsendung gehört zu den größten Sorgen, die die meisten vor einer anstehenden Reise haben. Auslandskarriere zeigt, wie du deinen Auslandsaufenthalt in vollen Zügen genießen kannst, ohne dabei in die Breite zu gehen:

Genuss auf Zeit: Wissen, dass man genügend Zeit hat alles zu probieren

Auch wenn du am liebsten gleich alle Macaron-Sorten auf einmal bestellen möchtest, solltest du dir im klaren sein, dass du noch Zeit hast alles zu probieren. Der Genuss des unbekannten und die Qualität des Essens sollte deshalb an erster Stelle stehen, dies soll aber nicht bedeuten, dass du dir nichts gönnen darfst.

Wer Zusammen mit seinem Partner, einem Freund oder sogar der ganzen Familie verreist, kann geschickter im Restaurant bestellen und sich zum Beispiel eine Pizza und einen großen Salat teilen. Das größte Problem ist jedoch die fehlende Routine und die Frage: „Was esse ich heute?“. Dies liegt zu einem daran, dass man das Essen im neuen Land nicht kennt und daher gerne möglichst viel Neues probieren möchte und zum anderen daran, dass man die erste Zeit im Ausland gestresst ist. Zu viele neue Eindrücke pirschen auf einen ein und man möchte alles gleich sehen oder muss in kürzester Zeit vieles organisieren.

When in Rome: Essen wie die Einheimischen

Machen wir uns nichts vor: Die meisten Leute essen nicht jede Mahlzeit in einem Restaurant oder kaufen sich unentwegt Cookies oder Kuchen. Zudem kommt, dass das Essen in Restaurants deutlich fettiger und zuckerhaltiger ist als selbst gekochtes Essen. Wer sich also im Ausland genauso ernähren möchte, wie die Einheimischen, sollte frisches Obst und Gemüse vom Markt kaufen und nicht im Fast Food Restaurant essen.

Die beste Art der Bewegung: Die neue Stadt zu Fuß erkunden

Spazieren gehen ist die natürlichste Art der Bewegung und hält nicht nur fit, sondern macht auch den Kopf frei. Auch wenn du schon eine Weile im Ausland lebst, kannst du immer wieder neues entdecken, wenn du zu Fuß unterwegs bist. Falls du die Möglichkeit hast zur Arbeit zu laufen, dann solltest du dies tun, um mehr Bewegung in den Alltag zu bekommen. Wer mehr Bewegung braucht, kann sich zudem in einem Fitnessstudio anmelden, was übrigens auch eine prima Gelegenheit ist, um neue Leute im Ausland kennenzulernen.

Bereits zugenommen und keine Zeit zum Abnehmen: Stress vermeiden

Jeder der bereits längere Zeit im Ausland war, der weiß, dass man während einem Auslandsaufenthalt ein Auf und Ab von verschiedenen Gefühlen durchlebt. Setze dich deshalb nicht zusätzlich unter Druck, wenn du darüber frustriert bist, dass du im Ausland zugenommen hast.

Analysiere dein Essverhalten im Ausland: wobei wirst du schwach? Sind die Portionen zu groß oder isst du zu ungewohnten Zeiten? Wer in einer ungewohnten Umgebung abnehmen möchte, sollte alle Mahlzeiten planen. Oftmals kann etwas Struktur im Essverhalten wahre Wunder bewirken.

Das Konzept „Intermittierendes Fasten“ kann hilfreich sein, wenn man aus Frust und Stress zu ungesundem Essen greift. Die Methode regt das Wachstumshormon HGH an, was bei der Gewichtsreduktion hilft. Es gibt verschiedene Formen des Intermittierendes Fasten, aber die häufigste besteht darin, dass man an einem 24 Stunden Tag nur in einem Zeitfenster von 8 Stunden isst.  Dies kann zum Beispiel so aussehen, dass du deine erste Mahlzeit um 12 Uhr mittags zu dir nimmst und die letzte dann kurz vor 20 Uhr. Zu Anfang ist diese Methode noch ungewohnt und es empfiehlt sich langsam in das Intermittierendes Fasten einzusteigen. So kann man am ersten Tag erst um 10:30 essen, am nächsten um 11:00 usw.

Marlene Schimanski ist die Gründerin und Chefredakteurin von Auslandskarriere. Sie lebte bereits in fünf verschiedenen Ländern (Portugal, Island, Österreich, Irland und Australien) und ist 2013 nach Australien ausgewandert. Sie hat bei PwC und KPMG im Global Mobility gearbeitet, bevor sie sich als Englisch-Übersetzerin und Karrierecoach selbstständig machte. Sie hat einen Masterabschluss in International Business Administration.