Praktikum in den USA

Ein Praktikum im Ausland zu absolvieren macht sich gut auf dem Lebenslauf. Besonders beliebt ist dabei die USA, da viele angehende Praktikanten ihre Englischsprachkenntnisse aufbessern und gleichzeitig das Land der unbegrenzten Möglichkeiten kennen lernen wollen. Dabei ist es gar nicht so einfach an ein Praktikum in den USA zu kommen. Neben etwas zeitlichem Vorlauf zur Beantragung eines Visums sollte man auch eine finanzielle Absicherung für das Visum selbst vorweisen können.

Wie und wo finde ich ein Praktikum in den USA?

Als flächenmäßig drittgrößtes Land der Welt, bietet die USA eine große Vielfalt nicht nur an Praktikumsplätzen. Für deine Suche nach einer geeigneten Stelle solltest du dich entweder auf eine Stadt, oder besser noch, auf eine Branche konzentrieren. New York zum Beispiel ist bekannt für seine Finanzwelt und San Francisco für seine IT-Unternehmen.

Doch während du in den Großstädten verschiedene Angebote finden wirst, bieten dir besonders ländlichere Gegenden die Möglichkeit Erfahrungen in der Landwirtschaft oder anderen naturbezogenen Bereichen zu sammeln.

Um das passende Angebot für dich zu finden, gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste ist, dass du dich an eine Austauschorganisation wendest, die für dich einen Großteil der Organisation übernimmt. Allerdings musst du in diesem Fall mit Mehrkosten rechnen, die zu dem immerhin schon nicht günstigen USA-Aufenthalt hinzukommen würden.

Die zweite Möglichkeit ist, dass du dich selbst kümmerst. Ein Praktikum in den USA findest du über die Praktikumsbörse auf Auslandskarriere.de. Das hat den Vorteil, dass du in direkten Kontakt mit potentiellen Firmen treten kannst und somit jegliche Individualitäten direkt mit deinem neuen Praktikumsgeber besprechen kannst. Für dein Visum wendest du dich dann an einen Visa-Service. Zwar musst du die Formulare hier selbst ausfüllen, doch das spart eine Menge Geld, das du dir für deinen Aufenthalt in den USA aufheben kannst.

Wie finde ich ein bezahltes Praktikum in den USA?

In der Jobbörse von Auslandskarriere.de findest du immer wieder bezahlte Praktikumsstellen, die von Unternehmen in den USA angeboten werden. Suche hier entweder nach deiner Branche oder einer bestimmten Stadt.

Bei längeren Praktika von ungefähr sechs bis zwölf Monaten hast du eine höhere Chance auf eine bezahlte Stelle zu stoßen. Wenn du das Glück haben solltest, eine solche Stelle ergattert zu haben, kannst du mit einem monatlichen Gehalt von ungefähr $1000 rechnen. Die Summe kann aber je nach Branche, Stadt und deinem Erfahrungsgrad abweichen.

Voraussetzungen für ein Auslandspraktikum in den USA

Für ein Auslandspraktikum in den USA solltest du unbedingt prüfen, ob du die Voraussetzungen erfüllst. Denn nur dann lohnt sich der Aufwand von Zeit und Geld, den die Vorbereitungen mit sich bringen.

Zum einen solltest du mindestens 18 Jahre alt sein. Ein Schülerpraktikum ist somit schon mal leider nicht möglich. Zum anderen solltest du über gute Englischkenntnisse verfügen. Perfekt muss dein Englisch nicht sein und auch auf deinem Zeugnis müssen keine Bestnoten glänzen. Viel wichtiger ist, dass du dich verständigen kannst. Dies wird übrigens nicht anhand von Zeugnissen, sondern eines Gesprächs geprüft.

Darüberhinaus solltest du Student oder Azubi sein. Denn nur dann erhältst du das nötige J1-Visum. Wenn du dein Studium gerade abgeschlossen hast, dann ist ein Praktikum in den USA möglich, solange du die Praktikumsstelle innerhalb von 12 Monaten nach Beendigung deines Studiums beginnst. Außerdem benötigst du noch einen „legal sponsor“. Damit sind Organisationen gemeint, die als verlängerter Arm der US-Botschaft fungieren. Von einem „legal sponsor“ erhältst du das Formular DS-2019, welches du für den erfolgreichen Antrag eines Visums brauchst.

Praktikum in den USA: Kosten

Ein Praktikum in den USA ist leider nicht gerade billig. Im Folgenden erhältst du eine Übersicht über verschiedene Kostenpunkte, die dich bei der Organisation deines Praktikums in den USA erwarten können:

  • Visum: Die Kosten für die Beantragung eines J1-Visums belaufen sich auf ungefähr $160.
  • DS-2019 Formular: Am DS-2019 Formular, dass du von einem „legal sponsor“ erhältst, führt kein Weg vorbei. Dafür kommen Bearbeitungs- und Ausstellungsgebühren auf dich zu, die von der Länge deines Aufenthaltes abhängig sind.
  • Erspartes: Für die Visa-Beantragung musst du ein finanzielles Puffer vorweisen. Üblicherweise sind das €1300 pro Monat, die du mit einem Screenshot deines Bankkontos nachweisen kannst.
  • An- und Abreise: Bei den Flugpreisen kann es zu erheblichen Preisunterschieden kommen. Im besten Fall kennst du deine Praktikumsdaten rechtzeitig und kannst früh buchen, um einen günstigen Flug zu ergattern.
  • Auslandskrankenversicherung: Eine Auslandskrankenversicherung ist Pflicht, um dich für ein Visum zu bewerben.
  • Unterkunft: Der Preis für ein Zimmer liegt in New York zum Beispiel bei $700  bis $1000. In anderen Großstädten können die Preise ähnlich aussehen. In
  • Lebenshaltungskosten: In diese Kategorie fallen alle Kosten für Essen und Trinken, Dinge des täglichen Bedarfs, öffentliche Verkehrsmittel, aber auch für Freizeitaktivitäten.

Bewerbung in den USA: Formelle Unterschiede

Bereits bei der Bewerbung für eine Praktikumsstelle in den USA gibt es einige Punkte zu beachten, die anders sind, als wir sie in Deutschland kennen. Das fängt damit an, dass die Bewerbung lediglich aus Anschreiben (cover letter) und Lebenslauf (resume oder CV) besteht. Zeugnisse verschiedener Art kannst du getrost weg lassen. Höchstens auf direkte Nachfrage, solltest du diese nachreichen.

Üblicher ist es Referenzen anzugeben. Also den Namen, Titel und Kontaktdetails von einem ehemaligen Arbeitgeber oder einem Professoren. Denn in den USA setzt man sich während des Bewerbungsprozesses manchmal mit diesen in Verbindung, um sich nach deiner Arbeitsmoral oder ähnlichem zu informieren. Wenn du jemanden als Referenz angibst, solltest du diese Person vorher unbedingt fragen, ob sie damit einverstanden ist.
Des Weiteren sind amerikanische Bewerbungen zu einem gewissen Grad anonym. So lässt man für gewöhnlich Foto und Angaben zum Alter, Geschlecht und zur Religion weg.

Wo wohne ich während meines Praktikums in den USA?

Für den Zeitraum deines Praktikums in den USA kommen verschiedene Möglichkeiten als Unterkunft in Frage. Es lohnt sich als erstes deinen Praktikumsgeber zu fragen. Eventuell unterstützt dich dieser bei der Suche. Du kannst natürlich auch selbst auf die Suche gehen.

Am besten beginnst du damit bereits online und von zu Hause aus. Sieh dich dazu in sämtlichen Online-Portalen nach einem Zimmer um, dass du für deinen Zeitraum mieten kannst. Einige Anlaufstellen sind: spareroom.com, roomgo.net und roomster.com.

Eine weitere Möglichkeit ist es, dir eine Gastfamilie zu suchen. Somit erhältst du einen intensiven Einblick in die amerikanische Kultur.

Leben in den USA während des Praktikums

Du hast sicherlich bereits eines Idee des „American Way of Life“. Denn als größte Wirtschaftsmacht der Welt hat die USA einen großen Einfluss auf den Rest der Welt. Sei es mit Filmen, Musik oder Technik – ein bisschen amerikanisch leben wir alle.

Trotz der vielen Parallelen, gibt es auch Unterschiede zur amerikanischen Kultur. Zum Beispiel darf man in den USA erst mit 21 Jahren Alkohol kaufen und konsumieren. Wenn du bereits 21 bist, dann solltest du noch darauf achten, dass Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit verboten ist. Ein Feierabendbier im Park ist also nicht möglich.

Leben in den USA während des Praktikums

Amerikaner gelten als sehr offene Menschen. Unter Kollegen ist es in vielen Unternehmen üblich, auch nach der Arbeitszeit gelegentlich miteinander auszugehen.

Da die USA ein sehr beliebtes Ziel für internationale Praktika sind, befinden sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch andere junge Leute zurzeit in deiner Stadt, die ein Praktikum absolvieren. Es lohnt sich online in sozialen Netzwerken nach Gleichgesinnten zu schauen. Somit lernst du neue Freunde kennen und hast gleichzeitig jemanden, der gerade ähnliche Erfahrungen wie du macht, mit dem du dich austauschen kannst.