12 krisensichere Jobs und Branchen, die eine Rezession überstehen

Krisensichere Jobs und Branchen
Eine Krise bedeutet meistens, dass viele Jobs gefährdet sind. Einige Jobs und Branchen sind allerdings krisensicher. (Foto: Shutterstock)
Kaum ein Arbeitsplatz ist wohl zu 100 Prozent sicher. Rezessionen können branchenabhängig, lokal oder sogar global stattfinden. Hat sich eine Krise einmal angebahnt, fürchten viele zuerst um ihren Job.

Hierbei gilt jedoch: Einige Jobs und Branchen sind krisensicherer als andere, wenn es mit der Wirtschaft einmal Berg ab geht.

Die Ausbildung für einen krisensicheren Job sind meist sehr unterschiedlich. Für einige benötigt man einen Hochschulabschluss einschließlich fundierter Arbeitserfahrung, wie bei einigen medizinischen Jobs. Für andere Jobs, die ebenso krisensicher sind, kann es sein, dass nicht einmal eine bestimmte Ausbildung nötig ist oder die man gar bequem von zuhause aus ortsunabhängig erledigen kann.

In Zeiten wie diesen kann es gut sein, dass man mit dem Gedanken spielt einen Karrierewechsel anzustreben, um etwas mehr Gewissheit in so ungewissen Zeiten zu haben.

Hier sind 12 krisensichere Jobs und Branchen, die eine Rezession überstehen:

1Medizinische Fachkräfte

Menschen werden leider zu allen möglichen Zeiten krank. Bei einer Pandemie, die ebenso die Wirtschaft stark einschränken kann, ist medizinisches Fachpersonal unersetzlicher denn je.

Da Stressfaktoren in Krisenzeiten stark zunehmen, wirkt sich dies leider ebenso auf die öffentliche Gesundheit aus.

Dies bedeutet, dass Berufe wie Ärzte, Krankenschwestern, Arzthelfer, Laboranten und auch Krankenhausverwalter von Rezessionen nicht beeinflusst werden. Berufsgruppen, die für Gesundheitseinrichtungen sind hier mit einzubeziehen. Rezeptionisten, Hausmeister, Lieferanten und Sachbearbeiter ermöglichen einen reibungslosen Ablauf im Gesundheitssektor.

2Bestatter

Traurig, aber wahr: Gestorben wird immer. In Zeiten einer Rezession und womöglich einer schweren Pandemie kann es zu vermehrten Todesfällen kommen. Ein Bestatter ist also ein absolut krisensicherer Job.

Das nicht jedem diese Art von Job liegt ist klar. Wer jedoch empathisch mit Menschen umgehen kann, über emotionale Stärke verfügt und dazu noch ein echtes Organisationstalent ist, findet im Beruf des Bestatters Anerkennung.

Erst seit 2003 gibt es den Bestatter-Beruf als offizielle Ausbildung. Viele Betriebe nehmen allerdings gerne Quereinsteiger aus anderen Branchen auf.

3Pflegekraft / Altenpfleger

Hilfsbedürftige kranke oder ältere Menschen wird es immer geben. Pflegekräfte und Altenpfleger müssen daher auch in Krisen nicht um ihren Job fürchten.

Private Pflegeeinrichtungen werden von den Patienten oder den Angehörigen bezahlt. Meist kommt das Geld von der Rente des zu betreuenden. In Krisenzeiten ist dies eine verlässliche Zahlungsquelle.

4Fachleute für psychische Gesundheit

Eine Rezession kehrt meist mit erhöhtem Stress einher. Während einige besser mit Niederlagen, Stress und ungewissen Zeiten umgehen können, wirkt sich dies bei anderen in Panikattacken, Angststörungen, Depressionen oder sogar Drogenmissbrauch aus.

Patienten, die womöglich ihren Job verloren haben oder denen die aktuelle Situation sehr bedrückt, benötigen in dieser misslichen Lage Unterstützung und Beratung.

Zu den Fachleuten, die sich um die psychische Gesundheit kümmern gehören unter anderem: Therapeuten, Psychologen, Psychiater und Drogenmissbrauchsarbeiter.

5Sozialarbeiter

Manchmal kommt alles zusammen: Arbeitslosigkeit, Stress, Depressionen. In Krisenzeiten fällt es einigen Familien daher schwerer alles unter einen Hut zu bekommen. Sozialarbeiter greifen hier an und kümmern sich, um Personen in sozialen Notlagen.

Viele Sozialarbeiter sind im öffentlichen Dienst tätig. Eine Rezession bedroht daher ihre Jobs nicht.

6Buchhalter, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Besonders wichtig während einer Rezession ist es, dass man einen guten Überblick über seine Finanzen hat. Unternehmen, denen es wirtschaftlich schlecht geht, wenden sich zuallererst an ihren Steuerberater. Auch wenn die Beratung über einen professionellen Steuerberater zunächst nicht billig erscheint, kann man mit ihm sicher sein, dass man keine Fehler begeht. Zudem kann der Steuerberater einem helfen wichtige Einsparungen zu machen.

Auch wenn eine Rezession die Wirtschaft in die Mangel nimmt, Finanzvorschriften und Fristen bleiben erhalten und müssen eingehalten werden.

7Aktuare / Versicherungsmathematiker

Aktuare oder Versicherungsmathematiker helfen Unternehmen das Risiko mit Hilfe einer Risikoanalyse zu minimieren. In Krisenzeiten sind sie aus diesem Grund ganz besonders gefragt.

Während einer Wirtschaftskrise müssen Unternehmen Risiken haargenau kalkulieren. Es geht nämlich nicht nur um die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens allein. Meist geht es um viele Arbeitsplätze im Unternehmen selbst.

Aktuare arbeiten entweder direkt mit einem Unternehmen zusammen. Hierbei kümmern sie sich um finanzielle Risiken, wie Einsparmöglichkeiten und Auswirkungen auf die Beschäftigungsrate. Aktuare arbeiten ebenso direkt bei einer Versicherung. Hier geht es vor allem darum, das Risiko von Auszahlungen im Vergleich zur Prämie zu verstehen.

8Lehrer, Professoren und Pädagogen

Staatlich angestellte Lehrer, Professoren und Pädagogen haben einen sehr krisensicheren Job. Auch wenn es der Wirtschaft nicht gut geht, geht das normale Leben dennoch weiter. Dies ist auch wichtig, da Nachwuchstalente sonst auf der Strecke bleiben, wenn die Wirtschaft sich wieder erholt.

In Rezessionen verzeichnen Hochschulen und Universitäten meist höhere Einschreibungszahlen. Dies hat damit zu tun, dass Absolventen und arbeitslose Personen nach einem besseren Abschluss streben, um nach der Krise besser vom Arbeitsmarkt aufgenommen werden zu können.

9Polizisten / Strafverfolgungsbeamten

In Krisenzeiten herrscht in vielen Bereichen Ausnahmezustand. Mancher Verbrecher möchte diese ungewisse Zeit ausnutzen. Polizisten und Strafverfolger sind deshalb während einer Rezession ganz besonders auf der Hut.

Ohne eine funktionierende Strafverfolgung kann es zu Krisenzeiten zu einem Anstieg an Kriminalität kommen und die aktuelle Lage noch erheblich verschlimmern.

10Pharmazeuten und Apotheker

Genau wie das medizinische Personal sind auch Apotheker und Pharmazeuten maßgeblich am Erhalt unserer Gesundheit beteiligt. An seiner Gesundheit sollte man besonders während einer Rezession nicht sparen.

Apotheken geht es zu allen wirtschaftlichen Lagen sehr gut sobald sie sich einen Kundenstamm aufgebaut haben.

Während eines Shutdowns und Regeln zur sozialen Distanz müssen Apotheken darauf achten mit ihren Kunden über das Telefon oder das Internet zu kommunizieren. Es kann nämlich passieren, dass Kunden das Rezept zu solchen Zeiten nicht wie zuvor bei der Apotheke in der eigenen Stadt einreichen, sondern bei einer Online-Apotheke bestellen.

11IT-Spezialisten und Programmierer

Da unsere Kommunikation größtenteils online abläuft, gelten Berufe im IT-Bereich als krisensicher. Egal ob eine Rezession oder nicht: Webseiten und Datenbanken regeln unseren Alltag und müssen betrieben werden. Das Internet schläft niemals und wer in diesem Bereich begabt ist, kann theoretisch von überall arbeiten.
Outsourcing in wirtschaftlich schwächere Länder kann den hiesigen Arbeitsplatz besonders in der IT-Branche gefährden. Da die Kommunikation in diesem Bereich allerdings sehr wichtig ist, klappt das Outsourcing nicht immer reibungslos. Festangestellte sollten sich deshalb nicht allzu große Sorgen machen.

12Supermarktverkäufer und Lebensmittelhändler

Gegessen wird immer. Wie man an der aktuellen Corona-Krise sehen kann, sind die Supermärkte stark ausgelastet. Diese Krise hat die Menschen sogar zu Hamsterkäufen ermutigt.
Eine Rezession bedeutet ebenso, dass man weniger in Restaurants geht und vorwiegend zuhause kocht. Die großen Supermarktketten profitieren also von der Krise und suchen händeringend nach Verkäufern, Regalbetreuern und Kassierern.
Marlene Schimanski ist die Gründerin und Chefredakteurin von Auslandskarriere. Sie lebte bereits in fünf verschiedenen Ländern (Portugal, Island, Österreich, Irland und Australien) und ist 2013 nach Australien ausgewandert. Sie hat bei PwC und KPMG im Global Mobility gearbeitet, bevor sie sich als Englisch-Übersetzerin und Karrierecoach selbstständig machte. Sie hat einen Masterabschluss in International Business Administration.