Die besten Länder zum Auswandern in Europa & Weltweit

Die meisten Listen der beliebtesten Länder zum Auswandern basieren auf Statistiken, wodurch kleinere Länder übersehen werden. Auslandskarriere nimmt diese Juwelen zusammen mit allen anderen typischen Auswanderungsländern unter die Lupe.

Zu den Faktoren, die Auswanderfreudigen jüngst wichtig sind, gehören neben einem guten Gesundheitssystem auch Sicherheit und Freiheit. In den folgenden Ländern genießen die Einwohner eine solide medizinische Betreuung, die den Geldbeutel nicht über den Maßen beansprucht. Das Leben dort ist sicher und nicht bedroht von politischer Instabilität oder hoher Kriminalität. Trotz der guten Sicherheitslage bieten diese Länder genug Spielraum, um Träume zu verwirklichen und sich freier als im engmaschigen Leben zuvor zu fühlen. Denn bei den Deutschen steht Frustration über die zu engen Regeln der deutschen Verwaltung ganz oben auf der Liste der Gründe, dem Heimatland den Rücken zu kehren. Fehlende Berufschancen und eine gewisse Abenteuerlust feuern die Lust aufs Auswandern zusätzlich an.

Der Einfachheit halber wurde diese Liste in die Top 8 Länder innerhalb und Top 8 Länder außerhalb Europas aufgeteilt:

Europäische Länder | Auswandern innerhalb Europas

1Ungarn

Als beliebtes Urlaubsland hat sich Ungarn bei den Deutschen bereits vor langer Zeit etabliert. Aufgrund des Wirtschaftsaufschwungs der vergangenen Jahre und aufgrund der sehr günstigen Lebenshaltungskosten, ist Ungarn ein weiterer Geheimtipp für eine Auswanderung.

In der Metropole Budapest brodelt es vor Leben, Kultur und Spaß und am Plattensee, dem Balaton, verbringen viele Urlauber ihren Sommerurlaub. Mit knapp 9,9 Millionen Einwohnern auf ca. 93 km2, ist Ungarn ein vergleichsweises kleines Land. Die Landessprache ist Ungarisch, aber auch Englisch und Deutsch werden vielerorts gesprochen und verstanden. Es herrscht ein eher trockenes Klima mit wunderbar warmen Sommermonaten und knackig kalten Wintern.

Das kulturell reizvolle Budapest und die Naturlandschaften rund um den Plattensee sind seit jeher gefragten Urlaubszielen. Ob es eine Städtereise in die Hauptstadt Ungarns mit seinen prachtvollen Bauten oder ein Erholungsurlaub an den Stränden des Balatons ist: Den Deutschen gefällt das Land – vor allem, weil sie hier viel für ihren Euro bekommen.

Eignet sich Ungarn auch für einen Neustart? Ja!

Pluspunkte

Einige Vorteile des Lebens in Ungarn liegen auf der Hand: Die Nähe zu Deutschland und Österreich ermöglicht es, schnell Verwandte und Freunde im Heimatland besuchen zu können. Auch ohne unmittelbare Kenntnisse der ungarischen Sprache können Einwanderer in einigen Gebieten mit Deutsch gut zurechtkommen. Viele Ungarn in Grenznähe zu Österreich sprechen die Sprache sogar selbst. Ein Kulturschock ist nicht zu befürchten, da das Land dem Deutschen auch kulturell nahe liegt.

Seit das ehemalige Ostblockland Ungarn 2004 der EU beigetreten ist, wird die Infrastruktur im Land ständig ausgebaut. Wirtschaftszweige, wie beispielsweise Automobilzulieferer, befinden sich im Aufschwung.

Da die Lebenshaltungskosten in Ungarn günstiger sind als in Westeuropa, lassen sich die Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote des Landes auch mit kleinerem Budget genießen. Eine gute Küche und zahlreiche Thermalbäder tragen ebenso zu einer guten Lebensqualität bei.

Für Deutsche, die im Heimatland gesetzlich krankenversichert sind, besteht auch in Ungarn Versicherungsschutz. Die Krankenversicherungsleistungen entsprechen jedoch nicht in allen Punkten dem deutschen Standard. Wer in Ungarn dauerhaft erwerbstätig ist, wird automatisch Mitglied der ungarischen gesetzlichen Krankenversicherung und erhält eine Mitgliedskarte. Mit dieser können sämtliche vom ungarischen Gesundheitssystem vorgesehene Leistungen in Anspruch genommen werden. Selbstständige können den Zwängen der teuren deutschen Krankenkassen entfliehen und sich für ca. 30 Euro im Monat versichern.

Einreisebestimmungen

Als Bürger der EU kann man ohne Visum in Ungarn einreisen und sich bis zu 90 Tagen im Land aufhalten. Für eine Auswanderung muss eine Aufenthaltserlaubnis bei der zuständigen Einwanderungsbehörde beantragt werden.

Freiheitsfaktor

Ungarn ist dünner besiedelt als Deutschland. Das Land hat schöne Landstriche und geringere Immobilienpreise. Das donauschwäbische Baranya, Budapest und der Plattensee sind die attraktivsten Auswanderziele. Doch gerade in den ländlichen Gebieten gibt es günstigen Wohnraum und Möglichkeiten, sich etwas aufzubauen. Die Hürden, den Traum vom eigenen Haus zu verwirklichen, liegen niedriger als in Deutschland.

Für wen das Land besonders geeignet ist

Schon mit einem Nettoeinkommen um 1000 Euro kann man ein relativ angenehmes Leben führen. Familien mit geringem deutschem Einkommen können in Ungarn daher vergleichsweise gut leben. Dasselbe gilt für Rentner. Diese können mit bescheidenen finanziellen Mitteln einen angenehmen Lebensabend verbringen. Ältere Menschen genießen ferner Vergünstigungen im Alltag, wie beispielsweise eine Gratis-Zugnutzung (gilt für Kunden über 65). Das Vorhandensein einer Vielzahl an Thermalbädern kann sich positiv auf die Heilung von Krankheiten auswirken und erhöht somit ebenfalls die Lebensqualität. Dass oft im Alltag und auf Ämtern auch Deutsch gesprochen wird, ist für ältere Menschen ohne Sprachkenntnisse auch sehr vorteilhaft. Günstige Immobilienpreise und ein angenehmes Klima nehmen auf die genannten Zielgruppen darüber hinaus positiven Einfluss.

Ungarn eignet sich ideal als Auswanderungsland für diverse Berufsgruppen, darunter digitale Nomaden, Selbstständige, IT-Fachleute, Ärzte, Ingenieure, Logistiker und Führungskräfte. Auch Rentner können ihre wohlverdiente Rentenzeit am Balaton verbringen und selbst mit einer eher geringeren Rente ein hohes Lebensniveau erreichen.

Arbeitsmöglichkeiten

Im Tourismus bieten sich demjenigen, der neben Ungarisch noch Deutsch oder Englisch spricht, gute Arbeitschancen. Die Löhne liegen – unabhängig von der Industrie – allgemein allerdings niedriger als in Deutschland, nämlich bei gerade Mal einem Drittel der Gehälter in Deutschland. Wer allerdings Freiberufler oder Selbstständig ist und sein Geld in Euros verdient, kann in Ungarn mehr für sein Geld bekommen.

Work-Life-Balance, Gesundheit, Lebensqualität

Hobby-Köche und Genießer werden Ungarn lieben. Denn neben den atemberaubenden Bauten ist das Land auch für seine außergewöhnlich gute Küche und seine hervorragenden Weine bekannt. Darüber hinaus kann Ungarn mit diversen Naturschutzparks trumpfen, in denen an einem freien Tag Energie für die neue Arbeitswoche getankt werden kann.

Die Lebenshaltungskosten sind im EU-Vergleich sehr gering und daher kann man sich als Auswanderer hier und da etwas Luxus gönnen. Auch die Mietpreise sind verlockend und selbst ein Eigenheim in der Nähe des Balatons ist erschwinglich. Ohne Einschränkungen kann man mit einigen hundert Euro pro Monat ein sehr angenehmes Leben führen.

Bedenken

Aufgrund der Flüchtlingskrise kam es zu Spannungen zwischen Ungarn und der EU. Mögliche finanzielle Konsequenzen soll es für Ungarn geben, wegen der Blockade der geplante Sonderstaatsanwaltschaft der EU.

2Irland

Die grüne Insel der Sagen und Legenden wirkt äußerst romantisch und bietet Auswanderungswilligen hübsche historische Städte mit vielen Jobangeboten. Wer grüne Weiten sucht und schon immer von den bezaubernden Landschaftsszenerien der Rosamunde Pilcher Filme beeindruckt war, könnte hier durchaus sein Glück finden.

Irland besticht außerdem durch traumhafte Landstriche, spektakuläre Felsenküsten und fantastische Burgen und Schlösser. Landschaftliche Schönheit und der Aufschwung in einigen Wirtschaftssektoren machen das Land zu einem vielversprechenden Auswanderungsland.

Pluspunkte

Einer der größten Vorteile einer Auswanderung nach Irland ist die unbürokratische Einwanderung und Jobsuche. Jobsuchende EU-Bürger benötigen keine Aufenthaltsgenehmigung, um im Land arbeiten zu können.

In den vergangenen Jahren lockten geringe Steuersätze internationale Unternehmen an, was wiederum viele europäische Arbeitnehmer nach Irland zog.

Da viele Auswanderwillige über Englischkenntnisse verfügen, stellt die Kommunikation in Irland auch kein unüberbrückbares Problem dar.
Medizinische Versorgung kann sowohl von Bewohnern des Landes als auch von Urlaubern kostenlos in Anspruch genommen werden. Mitunter kann es bei akuten Problemen jedoch zu langen Wartezeiten kommen, so dass es ratsam ist, eine private Krankenversicherung abzuschließen.

Freiheitsfaktor

Die Iren sind entspannter als die Deutschen. Sie haben den Ruf, stets freundlich zu sein, alles nicht so eng zu sehen und die Dinge mit Ruhe und Gelassenheit anzugehen. Wer dies in Deutschland vermisst, wird sich in Irland wohl fühlen.

Für wen das Land besonders geeignet ist

Vor allem, wer über eine Fachausbildung, ein Studium oder einen Fachhochschulabschluss verfügt, hat in Irland gute Chancen, denn Fachkräfte werden bevorzugt gesucht. Das macht das Land vor allem für junge Akademiker attraktiv, die oft Jobs bei den vielen Tech-Giganten finden. Familien freuen sich über die unbürokratischen Einreisebestimmungen und den Anspruch auf vier Wochen Urlaub im Jahr.

Arbeitsbedingungen

In Irland gibt es Arbeitsverträge nach europäischem Standard. Besonders interessant wird es für diejenigen, die sich neu orientieren möchten oder als Absolvent Schwierigkeiten haben Fuß zu fassen. Auch wenn viele Tech-Giganten zu Anfang einen eher durchschnittlichen Lohn zahlen, kann man in kürzester Zeit aufsteigen. Zudem hat man meistens die Gelegenheit Weiterbildungskurse oder zum Beispiel ein Masterstudium neben dem Beruf zu machen.

Arbeitsmöglichkeiten

Viele Unternehmen haben in jüngster Zeit in Irland investiert. Ausschlaggebend war eine geringe Unternehmenssteuer, was internationale Firmen anzog, die hohe Besteuerungen vermeiden wollten. Im Baugewerbe, der IT- und Computertechnik und in der Pharmaindustrie bieten sich die besten Optionen.

Obwohl Fachkräfte mit abgeschlossenem Studium ausgezeichnete Chancen auf Irlands Arbeitsmarkt haben, existieren auch Möglichkeiten für Arbeitnehmer ohne höhere Ausbildung. Die Call Center-Industrie boomt auf der Insel, und hier haben Auswanderer den Vorteil, dass sie Ihre eigenen Sprachkenntnisse einbringen können. Wer über gute Deutschkenntnisse verfügt, ist eine willkommene Kraft.

Der Tourismus-Sektor hat in den vergangenen Jahren ebenfalls an Bedeutung gewonnen. Auch hier werden Arbeiter mit Deutschkenntnissen gesucht.

In den Ballungsräumen und der Hauptstadt Dublin sind die Löhne höher als in ländlichen Regionen.

Möglichkeiten für deutsche Fachkräfte

Die Jobsuche ist in Irland für Qualifizierte nicht allzu schwer. Insbesondere Spezialisten aus dem Gesundheitswesen, der Kommunikationstechnik, Forschung und Gastronomie finden in Irland sehr gute Bedingungen vor. Die meisten Deutschen kommen allerdings tatsächlich, um bei einem IT-Unternehmen im Key Account Management, Telesales oder der Kundenberatung zu arbeiten. Viele Leute nutzen diese Jobs um ihre Karriere zu boosten und kehren nach zwei bis drei Jahren mit guten Referenzen zurück in die Heimat.

Möglichkeiten für junge Leute/Absolventen

Für Absolventen ist der Einstieg bei einem IT-Unternehmen als Trainee besonders interessant. Hierfür benötigt man in der Regel ein abgeschlossenes Studium, gute Englischkenntnisse und meist ein Jahr Berufserfahrung, wobei Praktika und Werkstudententätigkeiten natürlich mitgezählt werden. Als Student hat man ebenso Gelegenheit für drei bis zwölf Monate die Tech-Industrie kennenzulernen.

3Schweiz

Die Schweiz ist aufgrund ihrer Nähe zu Deutschland und der hohen Lebensqualität besonders interessant für deutsche Auswanderer. Nebst eindrücklichen Landschaften ist die Schweiz in jeglicher Hinsicht überaus vielfältig und differenziert: Die vier offiziellen Landessprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch sagen bereits etwas darüber aus, in welcher Region die Arbeitssuche am erfolgreichsten scheint, denn hervorragende Deutsch- und meist gute Französischkenntnisse werden vorausgesetzt. Wer nur Deutsch und Englisch spricht, wird am ehesten in der Ostschweiz fündig. Der Schweizer Dialekt ist zwar am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig und herausfordernd, nach einer Eingewöhnungsphase gelingt aber auch das.

Vorteile

Die Nähe zu Deutschland vereinfacht die Auswanderung, da man meist mit der Bahn oder dem Flieger in kürzester Zeit wieder Zuhause sein kein. Die Schweiz bietet eine besonders hohe Lebensqualität und Vielfältigkeit. Insbesondere die Natur, das reine Wasser sowie die qualitativ hochwertigen Lebensmittel machen die Schweiz zu einem beliebten Auswanderungsziel.

Arbeitsbedingungen

Der Arbeitsmarkt ist aktuell sehr gut und gutes Personal in allen Branchen werden gesucht. Die meisten Arbeitsverträge inkludieren ein 13. Monatslohn sowie vier bis fünf Wochen bezahlten Urlaub. Auch wenn die Schweiz für einen Urlaub zu teuer erscheinen mag, wer in der Schweiz arbeitet, verdient auch angemessen und kann sich diesen hohen Lebensstandard gut leisten. Viele Grenzgänger nutzen den Vorteil an einer Grenze zu leben: in der Schweiz verdienen und in Deutschland leben.

Möglichkeiten für deutsche Fachkräfte: Insbesondere die Pharmaindustrie, IT-Branche sowie der Tourismus bietet vielfältige Arbeitsmöglichkeiten für qualifiziertes Personal. Arbeitssuchende, welche nebst Deutsch auch Französisch oder Italienisch gut beherrschen, erhöhen Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt enorm.

Möglichkeiten für junge Leute/Absolventen

Junge Leute haben vor allem bei großen internationalen Unternehmen gute Chancen. Hierbei ist es ebenso wichtig, dass man nicht nur Deutsch, sondern auch Englisch, Französisch oder Italienisch beherrscht.

4Baltikum (Estland, Lettland und Litauen)

Lettland, Litauen und Estland sind Newcomer auf dem Auswanderungsmarkt. Die Länder zählen zu den östlichsten Staaten Europas und gehören seit 2004 zur EU. Weiße Sandstrände, malerische Inseln und die berühmte Kurische Nehrung machen diese Länder landschaftlich attraktiv.

Estland wird vor allem mit dem Internetelefondienst Skype assoziiert. Das Unternehmen Skype hat hier seinen Ursprung und das Land gilt als neuer Start-Up Hub und ein Hub für digitale Nomaden. Aufgrund der überall vorhandenen Internetverbindung wird Estland als Geheimtipp für Start-Ups gehandelt, die mit ihrer Geschäftsidee weltweit durchstarten möchten.

Pluspunkte

Das Baltikum hatte in den vergangenen Jahren mit der Abwanderung seiner Arbeitnehmer zu kämpfen. Die Lücke, die dadurch entstanden ist, muss nun gefüllt werden, nämlich mit ausländischen Arbeitnehmern. Die Lebenshaltungskosten sind niedriger als in Deutschland. Die Löhne jedoch auch.

Das Baltikum hat aufgrund seiner landschaftlichen Ursprünglichkeit in den jüngsten Jahren an Bedeutung auf dem touristischen Sektor gewonnen, so dass dort Jobchancen zu erwarten sind.

Einreisebestimmungen

In dem Mitgliedsstaat der Europäischen Union sind Aufenthalte bis zu 3 Monate ohne spezielle Genehmigung erlaubt. Einreisen sind sowohl mit dem Personalausweis als auch mit dem Reisepass möglich. Eine dauerhafte Genehmigung wird erteilt, wenn der Auswanderer ein regelmäßiges und ausreichend hohes Einkommen nachweisen kann. Anschließend muss innerhalb von 4 Wochen ein fester Wohnsitz nachgewiesen werden. Wenn all diese Bedingungen erfüllt sind, steht der Ausstellung einer 5-jährigen Aufenthaltsgenehmigung nichts mehr im Weg.

Work-Life-Balance, Gesundheit, Lebensqualität

Bio Fans werden im Baltikum voll auf ihre Kosten kommen, denn es werden jede Menge leckere Bio-Lebensmittel angeboten. Knapp die Hälfte des Landes ist mit Bäumen bewachsen und in den vielen Wäldern haben sich diverse vierbeinige Waldbewohner niedergelassen. Für Freunde der Natur ist dies paradiesisch. Was gibt es schöneres, als nach einem vollendeten Arbeitstag die frische und belebende Luft der Natur genießen zu können?
Die Mieten und Lebenshaltungskosten außerhalb der Hauptstadt sind im Vergleich zu westeuropäischen Ländern um einiges günstiger. Der Traum vom Haus in der Natur kann daher einfacher realisiert werden, was eventuell in der Heimat nicht im Budget enthalten gewesen wäre.

Für wen das Land besonders geeignet ist

Finanziell unabhängige Auswanderer, Entrepreneure und Rentner gehörten ehemals zu den Gruppen, für die sich das schöne Baltikum vor allem eignete.

Da sich der Arbeitsmarkt in diesen Ländern in den letzten Jahren generell gut erholt hat, ist der Markt nun auch für Neustarter attraktiver. Allerdings ist das Lohnniveau den Lebenshaltungskosten der Länder angepasst und niedriger als das deutsche. Startup-Unternehmen profitieren von niedrigen Steuern und finden in den Ländern des Baltikums gute Ausgangspositionen.

Wer nach der Ausbildung einige Zeit im Ausland verbringen möchte, um den persönlichen Horizont zu erweitern und Berufserfahrung zu sammeln, der findet im Baltikum interessante Praktikumsstellen, in Estland vor allem im pädagogischen Bereich. Die Arbeitszeiten sind jedoch mitunter länger und der Verdienst geringer.

In Anbetracht der klimatischen Gegebenheiten sollten nur wetterfeste Auswanderer eine Auswanderung nach Estland in Betracht ziehen. Für sonnenhungrige Menschen ist es vermutlich nicht die beste Wahl, da auch die Sommermonate nicht für ihre hohen und sommerlichen Temperaturen berüchtigt sind.

Digitale Nomaden, selbstständige Spezialisten in diversen Berufsfeldern sowie IT-Fachleute werden in Estland erstrebenswerte Perspektiven finden. Ebenfalls gute Job-Chancen haben Fachkräfte aus pädagogischen und medizinischen Berufsgruppen sowie Handwerker und Mediengestalter. Auch Renter können ihren Lebensabend prima in Estland genießen, da auch der Nachweis der regelmäßigen Rentenzahlungen für die Aufenthaltsgenehmigung genügt.

Arbeitsmöglichkeiten

In Litauen zählen die Informations- und Kommunikationstechnik, die chemische Industrie sowie Elektrotechnik, Transport und Logistik zu den Wachstumsbranchen. Im Bereich der Nahrungsmittelverarbeitung und der erneuerbaren Energien gibt es ebenfalls Positionen.

Lettland sucht Kräfte im Baubereich, der IT-Branche sowie für Ingenieure und Mediziner. Zu den Wachstumsbereichen zählen Häfen, die Abwasserwirtschaft, die Trinkwasserversorgung, die Energieversorgung und die Holzverarbeitung.

Estland benötigt Tischler, Handwerker und pädagogische Fachkräfte. Besonders Estland hat sich in den vergangenen Jahren zu einem ernstzunehmenden Start-up Hub gemausert. Wer ein Unternehmen gründen möchte, der findet im ganzen Baltikum die passenden Rahmenbedingungen und finanzielle Vorteile.

Bedenken

Die kalten Temperaturen, speziell im Winter, könnten für einige Leute zur Herausforderung werden. Ein weiterer Punkt ist das Estland ein Nato-Mitglied ist und aufgrund des Konflikts in der Ostukraine mehr Schutz angefordert hat. Demnach sollen im Frühjahr US-Soldaten im Baltikum und in Polen stationiert werden. Sollte es zu weiteren Spannungen mit Russland und des USA kommen, sollte man diese Entwicklung auch in Bezug auf Estland bedenken.

5Island

Die Insel aus Eis und Feuer ist in den vergangenen Jahren eher negativ in der internationalen Presse aufgefallen: erst die Finanzkrise in den Jahren 2008–2011, die Island fast vor den Staatsbankrott stellte, und dann der Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull in 2010, der ganz Europa wahnsinnig gemacht hat. Island hat in der Wirtschaftskrise die Zähne zusammengebissen und heute geht es dem Land wieder gut; so gut, dass Island sogar seine Kandidatur für eine EU-Mitgliedschaft zurückgezogen hat. Island begeistert nicht nur durch seine einzigartige Natur, sondern auch durch seine Gastfreundschaft und sein kulturelles Angebot.

In den Genuss von Islands Quellen kommt man bereits, wenn man den Hahn aufmacht. Manch einer könnte eine Hass-Liebe zu Islands Wasser entwickeln. Das kalte Leitungswasser schmeckt vorzüglich und das warme Wasser stinkt nach faulen Eiern, da dieses aus den schwefelhaltigen heißen Quellen kommt. Wer also von warmem zu kaltem Wasser wechselt, sollte das kalte Wasser eine Weile laufen lassen, bevor man es trinkt oder zum Kochen verwendet.

Beliebte Orte in Island

Reykjavik ist mit ungefähr 122.000 Einwohnern relativ klein und daher trifft man nur selten Expats außerhalb der Region Reykjaviks.

Einreisebestimmungen

Island gehört seit 2001 zum Schengener Abkommen. Wer sich jedoch länger als drei Monate in Island aufhalten möchte, muss sich lediglich beim Iceland Directorate of Immigration registrieren lassen und erhält eine Personen-Kennziffer (Kennitala-ist), die auch für die Kontoeröffnung notwendig ist. Diese Registrierung beziehungsweise Arbeitserlaubnis muss alle zwei Jahre erneuert werden.

Jobchancen

Für Ausländer, die kein Isländisch sprechen, gibt es vor allem Jobs im handwerklichen Bereich, im Tourismus, im Gesundheitswesen, in der IT-Branche, in der Landwirtschaft oder in der Energie- und Aluminiumbranche.

Wetter

Die Katze ist aus dem Sack – Island ist nichts für Sonnenanbeter. Islands Wetter wird als mild bezeichnet: Im Sommer wird es nie wirklich warm und im Winter wird es mit Temperaturen um die 2 bis -3 Grad Celsius nie erschreckend kalt. Es kann durchaus zu wärmeren Tagen (um die 20-25 Grad Celsius), sowie kälteren Tagen (ca. -10 Grad Celsius), die die Sichtung von Nordlichtern erleichtern, auf der Insel kommen. Island befindet sich auf dem arktischen Zirkel und hat deshalb von Mai bis August fast 24-Stunden Sonnenlicht. Diese sogenannte Mitternachtssonne lässt so manch einen nicht schlafen und viele dunkeln ihre Schlafzimmer in dieser Zeit ab. Im Gegensatz dazu, hat Island im Winter nur 4 bis 5 Stunden Tageslicht zu bieten.

Bedenken

Man zahlt zwar keine Kosten für Energie, weil diese von Islands Erdwärme kommt, allerdings ist Island teurer als Zentraleuropa. In Island mangelt es oft an qualitativ hochwertigem Obst und Gemüse. Islands Obst kommt entweder aus den Gewächshäusern oder wird aus den USA oder Europa importiert, dafür hat Island großartigen Fisch zu bieten.

6Malta

Viele Leute denken bei Malta zuerst an Sprachkurse unter der Sonne. Die kleine Insel im Mittelmeer liegt an der südlichen Spitze Siziliens und weist mit nur einer Fläche von 316 km2 sowie eine hohe Einwohnerdichte mit knapp 430.000 Einwohnern auf. Neben der Landessprache Maltesisch wird überwiegend Englisch gesprochen. Aufgrund der geografischen Lage hat sich Italienisch als dritte Landessprache in einigen Teilen der Insel etabliert.

Unternehmer schätzen den Zwergstaat aufgrund seines reizvollen und begünstigten Steuersystems. Speziell das trockene Mittelmeerklima ist sehr reizvoll
für viele Auswanderer. Warme und sonnige Sommer sind garantiert und die Winter sind relativ mild.

Um alltägliche Hürden wie die Eröffnung eines Bankkontos oder die Beantragung eines Telefonanschlusses zu meistern, benötigt eine für Malta spezielle I.D. Card. Diese kann jederzeit gebührenfrei beantragt werden.

Einreisebestimmungen

Als EU-Bürger kann man mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass ohne Visum einreisen. Bei einem Aufenthalt von mehr als 3 Monaten ist es Pflicht eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen. Bei einem ununterbrochenen Aufenthalt von 6 Monaten wird die Insel als der gewöhnliche Wohnsitz angesehen. Um diesen offiziell zu beantragen, muss innerhalb der ersten 3 Monate nach Einreise eine Erklärung bei der zuständigen Polizeistelle eingereicht werden.

Work-Life-Balance, Gesundheit, Lebensqualität

In der Freizeit bietet sich ein Bad im Mittelmeer an, bei dem man anschließend die Haut von der Sonne bräunen lassen kann. Lebensqualität pur! Auch die felsigen Buchten sind malerisch und bieten tolle Rückzugsmöglichkeiten. Sobald die Batterien nach einem Strandtag wieder aufgeladen sind, bietet es sich an das kulturelle Angebot der Insel zu erkunden. Die Denkmäler des UNESCO-Weltkulturerbes sollten unbedingt besichtigt werden. Die Preise für Mieten sind speziell in der Nebensaison günstiger als in Deutschland.

Für wen ist das Land geeignet: Bürger der Europäischen Union können ohne vorherige Arbeitserlaubnis eine Stelle suchen und diese antreten. Speziell Arbeitskräfte im Tourismus und in der Gastronomie werden händeringend benötigt. Auch digitale Nomaden, Selbstständige, IT-Fachleute und Berater haben sehr gute Chancen auf attraktive Jobangebote.

Bedenken

Die Mehrzahl der Unterkünfte sind nicht für kühlere Wintermonate ausgelegt und es kann bei mangelnder Heizung sehr schnell ungemütlich kalt werden. Die im Vergleich zu Deutschland oftmals höheren Lebenshaltungskosten können sich diesbezüglich auf die Lebensqualität auswirken.

7Niederlande

Die Jobsuche im benachbarten Holland reizt ebenso. In den Niederlanden herrscht jedoch kein ausdrücklicher Mangel an Fachkräften, wodurch insbesondere hoch qualifizierte junge Menschen beste Aussichten auf einen Job haben. Die Niederlande besitzen riesige Erdlager in der südlichen Nordsee, wie auch bei Groningen. Einen wesentlichen Stellenwert hat dabei auch der Dienstleistungssektor wie beispielsweise Flug- und Schiffshäfen. Im produzierenden Gewerbe hingegen dominiert die Herstellung von Elektrogeräten, die chemische Industrie sowie die Lebensmittelbranche.

Vorteile

Gute Aussichten für junge und hoch qualifizierte Bewerber sowie die Nähe zur Heimat. Flache Hierarchien herrschen in den Niederlanden und dies ist besonders interessant für Menschen, die mit einer starken Vormundschaft im Job entkommen möchten.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind zwar ähnlich wie in Deutschland, allerdings ist das Gehalt oftmals höher. Zudem sorgen die flachen Hierarchien für ein angenehmeres Betriebsklima und freundschaftlichere Verhältnisse ohne Ellenbogenmentalität.

Möglichkeiten für deutsche Fachkräfte

Mit gutem Abschluss haben Bewerber besonders gute Aussichten im Fahrzeug-, Schiffs- und Maschinenbau, der Elektrotechnik, Lebensmittelindustrie sowie im Gesundheitswesen und Tourismus. Außerdem sind die Niederlande interessant für Akademiker und

Möglichkeiten für junge Leute/Absolventen

Die Niederlande sind sehr offen den deutschen gegenüber und durch die Nähe Deutschlands kann man auch viele Jobs in den Niederlanden finden, bei denen man der deutschen Sprache mächtig sein muss. Dies ist vor allem im Export- und Tourismusbereich der Fall.

8Liechtenstein

Liechtenstein ist nicht nur eines der kleinsten Länder Europas, sondern auch ein sehr ungewöhnliches Auswanderland. Und zwar wohnen die meisten ausländischen Arbeitnehmer nicht im Fürstentum, sondern pendeln jeden Morgen aus den Nachbarstaaten Schweiz und Österreich zur Arbeit. Grund dafür ist, dass Liechtenstein pro Jahr nur eine sehr begrenzte Anzahl an Aufenthaltsgenehmigungen vergibt (zwischen 60 und 70). Die Pendelei lohnt sich trotzdem allemal.

Pluspunkte

In Liechtenstein sind die Gehälter hoch. Sehr hoch. Im Durchschnitt verdient ein Arbeitnehmer im Monat CHF 6600. Ein Einkommensteuersatz von nur 5% sorgen dafür, dass ordentlich was in der Lohntüte überbleibt. Da zahlt es sich trotz gehobener Lebenskosten im Nachbarland aus, seinen Wohnsitz entweder in Österreich oder der Schweiz zu haben und zur Arbeit über die Grenze zu fahren.

Da man einen alemannischen Dialekt des Oberdeutschen im Land spricht und die Schriftsprache Deutsch ist, existieren keine Sprachbarrieren, um einen der hochbezahlten Jobs im Fürstentum auszuüben.

Das Leben in der Schweiz oder Österreich hat ebenso seine Vorteile, so ist man schnell in den schönsten Wander- und Wintersportgebieten und kann es sich dazu noch leisten.

Freiheitsfaktor

Arbeiten in Liechtenstein ist “Auswandern light”. Der Freiheitsgewinn, der bei einem solchen Arbeitsmodell erzielt wird, ist vor allem finanzieller Natur.

Für wen das Land besonders geeignet ist

Eine permanente Arbeitsstelle in Liechtenstein eignet sich vor allem für Pendler, denen es nichts ausmacht, jeden Morgen ins Land zu fahren.

 Arbeitsmöglichkeiten

Die bekannten Firmen Hilti, Ivoclar (Dentaltechnik) oder ThyssenPresta sind in Liechtenstein vertreten und stellen Arbeitskräfte ein.

Eine hohe Nachfrage besteht bei handwerklichen und technischen Berufen. Viele Stellen gibt es auch in den Bereichen Maschinenbau, Metallverarbeitung und Anlagenbau. Banken, Treuhandunternehmen, Wirtschaftsprüfer und Versicherungen sind ebenfalls stets auch der Suche nach qualifizierten Kräften.

Weltweit Auswandern | Auswandern außerhalb Europas

9Uruguay

Uruguay wird oftmals als die „Schweiz Südamerikas“ bezeichnet und wer sich näher mit dem Land beschäftigt, wird feststellen, dass die Lebensqualität in Uruguay um einiges höher ist als in anderen südamerikanischen Ländern. Dem kleinen Land mit nur 3,5 Millionen Einwohnern, gelegen zwischen Argentinien und Brasilien, wird aufgrund seiner starken Nachbarn, leider nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt. Uruguays Banken sind für südamerikanische Verhältnisse stabil und die niedrige Kriminalitätsrate, sowie die unberührten Strände machen dieses sonnige Land so attraktiv.

Die Uruguayer lieben ihre Freiheit und die Politik toleriert dies: Gleichgeschlechtliche Ehen sind genauso legal wie Marihuana und Abtreibungen. Der ehemalige Präsident von Uruguay, José Mujica, spendete 90 Prozent seines Gehalts an die arme Bevölkerung und wurde deshalb von seinen Landsleuten geliebt. Zurzeit ist Tabaré Vázquez Präsident von Uruguay und er versucht die Armut im Land zu reduzieren und die Wirtschaft zu stärken. Dies ist ihm bereits in seiner ersten Amtszeit von 2005 bis 2010 gelungen.
Uruguays europäischer Hauch kommt daher, dass die Bevölkerung zu 88% aus europäischen Nachkommen besteht. Zudem leben in Uruguay ungefähr 10.000 deutsche Einwanderer.

Beliebte Orte in Uruguay

Es ist zu empfehlen entweder direkt nach Montevideo oder in einen Vorort, wie etwa Canelones, das feine Paso de Carrasco oder in die schöne Hafenstadt Punta del Este zu ziehen.

Einreisebestimmungen

Einreisen kann man mit einem 90-tägigen Touristenvisum, welches man auch verlängern kann, wenn man ausreist (zum Beispiel in ein Nachbarland). Ein Daueraufenthaltsrecht, auch „Residencia Permanente“ genannt, kann man relativ problemlos beantragen. Die Anforderungen beinhalten, dass man ein Konto in Uruguay mit einem festen Einkommen (ca. 650 USD pro Monat) und ein reines polizeiliches Führungszeugnis nachweisen kann. Außerdem benötigt man für den Antrag eine beglaubigte Geburtsurkunde, gegebenenfalls eine Heirats- oder Scheidungsurkunde, ein polizeiliches Führungszeugnis, den Nachweis über genügend finanzielle Rücklagen und muss sich einer gesundheitlichen Untersuchung unterziehen.

Jobchancen in Uruguay

Mit der Residencia Permanente kann man überall arbeiten, wobei Spanischkenntnisse unverzichtbar sind. Bei internationalen Firmen kommt man jedoch auch mit Englisch aus. Jobs gibt es vor allem in der IT-Branche, in der Landwirtschaft und im Tourismus. Wer sich traut, in Uruguay eine Firma zu gründen, kann dies problemlos machen. Uruguay ist außerdem perfekt, um Geoarbitrage Vorteile zu nutzen. Dies bedeutet, dass man in einer stärkeren Währung Geld verdient (zum Beispiel in Euro oder Schweizer Franken) und in einem Land mit niedrigeren Lebenshaltungskosten lebt. Wer also in Uruguay lebt und sein Geld im Ausland „online“ verdient, muss dieses Einkommen nicht versteuern.

Wetter

Uruguay ist auf der Südhalbkugel gelegen – was bedeutet, dass Weihnachten im Warmen gefeiert wird. Sommer geht von Dezember bis März und es herrschen Temperaturen von 21 bis 28 Grad Celsius. Der uruguayische Winter geht von Juni bis September und ist mit 10 bis 16 Grad Celsius nicht wirklich kalt, allerdings kann es vor allem abends ganz schön abkühlen. Uruguay hat anders als die Schweiz keine Berge und ist somit starken Winden ausgesetzt.

Bedenken

Die Uhren ticken etwas langsamer und man braucht eine gehörige Portion Geduld, um sich durchs Uruguays Bürokratie-Dschungel zu kämpfen. Zudem ist Uruguay zwar nicht so teuer wie Chile, jedoch sollte man bedenken, dass wer seinen gewohnten europäischen Lebensstandard beibehalten oder seine Kinder in Privatschulen schicken möchte, sich über die Kosten in Uruguay informieren sollte. Besonders teuer sind importierte Sachen, wie zum Beispiel Mobiltelefone, Laptops, Autos, usw. – es kann sich also gegebenenfalls lohnen einen Umzugscontainer nach Uruguay zu schicken.

10Bali, Indonesien

Bali ist die Insel der Götter und Dämonen, sowie Yogis und Digitaler Nomaden. Der Tourismus wächst stetig an und seit Eat Pray Love ist Bali sowieso „die Insel“, um sich selbst zu finden.

Frisches Essen und tropisches Obst gehören genauso wie Yogakurse, Massagen und Spas, die sich an jeder Ecke tummeln, zum gesunden Lifestyle der Insel.

Beliebte Orte in Bali

Ubud wird von den Yogis genauso geliebt wie von den Expats und den Digitalen Nomaden. Surfer erfreuen sich an dem schönen Uluwat und Langzeit-Expats siedeln sich gerne in dem etwas günstigeren Singaraja an.

Einreisebestimmungen

Das Touristen-Visum ist für 30 Tage gültig und kostet ca. 35 USD. Dieses Visum kann man entweder selbst oder durch einen Visums-Agenten um weitere 30 Tage verlängern lassen.

Jobchancen

Eins vorweg, ein Arbeitsvisum für ein Jahr bekommt man nur, wenn sich für diesen Job kein Einheimischer (Indonesier) findet, da die Arbeitslosenzahl in Indonesien sehr hoch ist. Jobchancen gibt es also nur für Deutschlehrer oder deutschsprachige Touristenführer. Bali ist allerding ein bekannter Hub für Selbstständige, Kreative und Entrepreneure.  Wer vorhat, in Bali selbstständig und digital zu arbeiten, muss sich jedoch mit dem langsamen Internet anfreunden können. Die sogenannten Digitalen Nomaden reisen meistens mit einem Touristenvisum ein und verlängern dieses dann gegebenenfalls. Ein Existenzgründer Visum wird in den meisten Fällen problemlos erteilt, wenn das neue Unternehmen Arbeitsplätze für die Balinesen schafft.

Wetter

Bali ist 8 Grad südlich vom Äquator gelegen und hat dadurch zwei Jahreszeiten: Trockenzeit und Regenzeit. Die Trockenzeit geht von April bis September und lockt die meisten Besucher an. Oktober bis März beherrscht die Regenzeit die Insel. Während der Regenzeit wird es auf der Insel ruhiger, weil die Touristenschwärme ausbleiben. Man kann in der Regenzeit zwar tolle Tage erwischen, allerdings braucht man hierfür eine Portion Glück und wenn man zwei Wochen Urlaub bucht, dann sollte man dies lieber in der Trockenzeit machen, damit man kein falsches Bild von Bali bekommt.

Bedenken

Die Orte Kuta, Legian und Seminyak gelten als Ballermann-Gegend für viele betrunkene Australier. Auch die Preise sind an diesen Orten dem Touristen-Standard angepasst und somit ist es dort um einiges teurer als woanders auf der Insel. Wer nur hier seine Zeit verbringt, ist selbst schuld. Um das richtige Bali zu erkunden, muss man sich allerdings etwas trauen, denn Bali ist für seinen verrückten Verkehr bekannt. Viele Einheimische und Expats fahren mit einem Moped durch die Gegend, allerdings sollte man immer vorsichtig fahren. Ein weiteres Problem sind die vielen Moskitos. Moskitos lieben das tropische Wetter in Bali und Moskitobisse können einen nicht nur vor jucken verrückt machen, sondern auch das gefährliche Denguefieber übertragen.

11Neuseeland

Das Land der Kiwis ist alles andere als ein Geheimtipp und schon seit vielen Jahren ein Dauerbrenner für auswanderlustige Menschen. Es hat zu Recht einen Platz in dieser Top 5 Liste verdient, denn die Work-Life Balance in Neuseeland ist fast unschlagbar. Das milde Klima erleichtert die Eingewöhnung und die neuseeländischen Sommermonate verlocken mit Strand und Sommer, wogegen die Wintersport-Fans im Winter beim Skifahren den Rausch auf der Piste genießen können. Auch wunderschöne Naturlandschaften, Abgeschiedenheit und eine der weltweit geringsten Arbeitslosenquoten sind weitere Gründe, warum viele Auswanderer ans andere Ende der Welt reisen, um sich dort niederzulassen.

Die Landessprache ist Englisch, was ebenfalls ein Anreiz für viele Auswanderer ist, da im Allgemeinen keine weiteren Sprachkenntnisse wie bei anderen Ländern erworben werden müssen. Auf der Insel leben knapp 4,5 Millionen Einwohner auf einer Gesamtfläche von ca. 265.500 km2. Die Insel ist in die Nord- und Südinsel sowie kleinere vorgelagerte Inseln geteilt.

Einreisebestimmungen

Das Land der Kiwis macht es Einwanderern einfach die legalen Genehmigungen für einen dauerhaften Aufenthalt im Land zu erlangen. Der Erhalt des Arbeitsvisums in Neuseeland ist relativ unkompliziert für die dringend benötigten Fachkräfte aus dem Ausland. Wer erfolgreich ein Arbeitsvisum an Land gezogen hat, kann nach einem Aufenthalt von 2 Jahren im Land die Permanent Residency beantragt. Alle Visumsoptionen für Neuseeland findest du auf der offiziellen Seite von New Zealand Immigration.

Work-Life-Balance, Gesundheit, Lebensqualität

Sportbegeisterte Menschen werden Neuseeland lieben, denn es gibt unzählige Möglichkeiten sich in der Freizeit sportlich zu betätigen und dabei Land und Leute näher kennenzulernen. Nach einem anstrengendem Wandertag im Hochland oder auf dem Bergen kann man den Tag an einem der zahlreichen Seen oder am Meer gemütlich ausklingen lassen.

Für wen ist das Land geeignet

In Neuseeland herrscht zurzeit eine besonders hohe Nachfrage an Fachkräften im medizinischen und im IT-Bereich, aber auch gut ausgebildete Handwerker werden dringend gesucht. Speziell junge Facharbeiter unter 35 Jahren haben perfekte Chancen auf der Insel Fuß zu fassen.

Bedenken

Neuseeland wurde in der Vergangenheit von Erdbeben heimgesucht und erst November 2016 jagten zwei Erdbeben dem Land einen neuen Schrecken ein.

12Chile

Das lateinamerikanische Land bietet Auswanderern in 2017 unzählige Vorzüge. Das langgestreckte Land hat es auf den ersten Platz des Human Development Index für Lateinamerika geschafft und gilt als das fortschrittlichste Land in Südamerika. Auswanderer finden in Chile eine tolle Kombination zwischen traumhaften Stränden und malerischen Gebirgen sowie verträumte vorgelagerte Inseln.

Das Land hat über 17 Millionen Einwohner auf einer Fläche von knapp 757.000 km2. Die Landessprache ist Spanisch, genauer gesagt Castellano, und Chile grenzt an die Länder Peru, Argentinien und Bolivien.

Einreisebestimmungen

Deutsche Staatsbürger können sich ohne Visum bis zu maximal 90 Tage als Touristen im Land aufhalten. Das Touristenvisum kann bis auf 1 Jahr erweitert und anschließend bei Bedarf verlängert werden. Fachkräfte, die den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes unterstützen, erhalten ein Einwanderungsvisum. Dies wird allerdings nur für Berufsgruppen erteilt, für die ein Fachkräftemangel in Chile besteht. Dazu gehörten zur Zeit Architekten, Energiewirtschaftler, Export-Manager, Techniker und Handwerker. Tourismusexperten sind ebenfalls gefragt, da die Tourismus-Branche zu den Wachstumsmärkten zählt.

Es herrscht überwiegend ein mildes Klima, wobei es natürlich in den Bergregionen deutlich kälter ist als an den Küstenregionen. Die Infrastruktur in der Hauptstadt Santiago de Chile ist gut, in den ländlicheren Gegenden allerdings nicht vergleichbar. Auch die medizinische Versorgung in der Hauptstadt ist zufriedenstellend.

Work-Life-Balance, Gesundheit, Lebensqualität

Chile bietet Auswanderern die berühmte lateinamerikanische Lebensfreude. Zu feurigen Salsa-Klängen in einer Bar oder einem Restaurant kann man nach der Arbeit den Abend ausklingen lassen und die lokalen Köstlichkeiten genießen. Chile ist bekannt für sein schmackhaftes Fleisch, knackige Gemüsesorten und Salate sowie für seine unwiderstehlichen Kartoffelgerichte. Das mediterrane, milde Klima ist ein Balsam für die Seele und es werden viele Freizeitmöglichkeiten angeboten, die unter freiem Himmel durchgeführt werden können. Die Metropole bietet ferner ein interessantes Kunst- und Kulturangebot.

Für wen ist das Land geeignet

Qualifizierte Facharbeiter mit guten Kenntnissen der Landessprache aus den Bereichen Tourismus, Tourismus, Energiewirtschaft, Export, Technik und Handwerk haben sehr gute Chancen auf eine adäquate Beschäftigung.

Bedenken

Auswanderer aus dem kaufmännischen Bereich werden nicht gesucht und haben es daher schwer in ihrem Berufsfeld eine Anstellung zu finden. Auf den ländlicheren Gebieten außerhalb der Hauptstadt ist die medizinische Versorgung nicht immer optimal gewährleistet, daher sollten Auswanderer sicherstellen, dass sie ein Auto haben, um bei Bedarf schnell medizinische Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Ernährungsbewusste Leute müssen sich darauf einstellen, dass überwiegend Brot aus Weizenmehl im Angebot ist, eine mit Deutschland vergleichbare Auswahl an leckeren und gesunden Brotsorten ist nicht gegeben.

13Kanada

Kanada ist ein typisches Auswanderungsland, wie es sich viele Europäer erträumen. Der Unterschied zwischen dem Westen und Osten ist jedoch nicht nur landschaftlich groß: Im Osten von Kanada wird unter den Einheimischen Französisch gesprochen, wobei Englisch verstanden wird. Arbeitssuchende, die kein Französisch sprechen sind gut beraten, sich eher am Westen zu orientieren. Die Kanadier werden in vielerlei Hinsicht, im Vergleich zu Ihren Nachbarn in den USA, als lockerer und unkomplizierter beschrieben. Laut Economist Intelligence Unit’s Global Liveability Report for 2017 befinden sich drei kanadische Städte in der Top 10 Liste, der am lebenswertesten Städte auf der ganzen Welt. Hierzu gehören Vancouver, Toronto und Calgary.

Vorteile

Hier bekommt man das typische Aussteiger-Feeling. Kanada ist weltweit das zweitbeliebteste Auswanderungsland nach den USA und somit findet man schnell Leute, die den Prozess der Auswanderung selbst durchlaufen sind. Mit den Kanadiern selbst kommt man sehr schnell ins Gespräch, da diese für ihre Freundlichkeit bekannt sind und somit gelingt eine Integration mit den Einheimischen meist rasch. Die kanadischen Landschaften sind etwas für echte Naturliebhaber. Atemberaubende Seen, Berge und Wälder bietet das Land, die zudem auch noch für eine reine Frischluft und Naturverbundenheit sorgen.

Unendliche Weiten und unberührte Natur schüren seit jeher Träume von einem Neustart im zweitgrößten Land der Erde. Und obwohl Kanada stets auf der Suche nach Einwanderern ist, herrschen strenge Auswahlkriterien, die Sprachkenntnisse und sorgfältige Vorbereitung voraussetzen.

Es gibt unzählige gute Gründe, nach Kanada auszuwandern. Ein stabiles System mit hoher Rechtssicherheit und geringer Kriminalitätsrate sorgt für ein sicheres Lebensgefühl. Gleichzeitig ist das Land unternehmer- und familienfreundlich, bietet ein gutes Schulsystem und günstige Grundnahrungsmittelpreise. Das Gesundheitssystem ist preiswert, und gute Arbeit wird gut bezahlt.

Der größte Trumpf, mit dem Kanada aufwartet, ist jedoch die einzigartige Natur. Wer ein naturverbundenes Leben anstrebt, der ist bei Kanada an der richtigen Adresse. Trotzdem muss man auf kulturelle Angebote nicht verzichten. Vancouver, Toronto und Calgary gehören zu den lebenswertesten Städten der Welt.

Freiheitsfaktor

Bei einer Auswanderung nach Kanada kommt allein schon aufgrund der Größe des Landes und der landschaftlichen Weite ein typisches Aussteiger-Gefühl auf. Ein Aussteigerleben fernab der engen deutschen Verwaltungsregeln ist hier möglich. Ein geringes Netz an Regeln und Bestimmungen lässt genügend persönlichen Freiraum. Und da die Benzinpreise niedrig sind, kann man auch erwägen, große Strecken auf sich zu nehmen, ob für berufliche oder private Zwecke. Wer ein eigenes Unternehmen in Kanada starten möchte, der trifft auf geringe Hürden.

Arbeitsbedingungen

Qualifiziertes Personal aus Deutschland wird gerne genommen, jedoch müssen ausreichende Englischkenntnisse sowie eine handwerkliche oder technische Ausbildung oder ein abgeschlossenes Studium nachgewiesen werden. Obwohl der Kündigungsschutz meist nur aus zwei bis acht Wochen besteht und man bei einem 12-Monatsvertrag gesetzlich nur zwei Wochen bezahlten Urlaub erhält, kann sich der Umzug nach Kanada vor allem finanziell für Fachkräfte lohnen.

Für wen das Land besonders geeignet ist

Da die Bewilligung einer kanadischen Arbeitserlaubnis davon abhängt, wie sehr man eine Mangellücke füllen kann, haben bestimmte Berufsgruppen gute Chancen. Gut ausgebildete Fachkräfte, Akademiker und Handwerker mit guten Sprachkenntnissen in Englisch und Französisch und geeigneten Kontakten liegen zurzeit vorne.

Möglichkeiten für deutsche Fachkräfte

Expandierende Industriegebiete, wie z.B. die Ölsandfelder Nord-Albertas. Dringend benötigt werden auch LKW- und Maschinenmechaniker, Handwerker und Ingenieure. Gute Aussichten haben auch Mediziner, IT-Fachleute, Akademiker und Forscher. Um eine Arbeitserlaubnis zu erhalten muss man sich nach einem Punkte-System bewerben. Hierbei ist eine Ausbildung/Studium sowie ausreichende Arbeitserfahrung wichtig und außerdem, ob es in diesem Bereich Fachkräftemangel gibt.

Eine Arbeitserlaubnis zu erhalten ist nicht so einfach. Man muss sich nach einem Punktesystem bewerben, und der Arbeitgeber muss nachweisen, dass er die Stelle nicht mit einem Kanadier besetzen kann. Die kanadische Botschaft entscheidet dann, ob ein Antrag auf Arbeitserlaubnis angenommen wird oder nicht. Wer jedoch Handwerker, Berufskraftfahrer, Ingenieur oder Maschinenmechaniker ist, hat gute Aussichten, eine Bewilligung zu erhalten. Da ein Mangel an Medizinern, IT-Fachleuten und Forscher besteht, stehen die Chancen für diese ebenfalls gut.

Möglichkeiten für junge Leute/Absolventen

Wer als junger Mensch nicht gleich für immer nach Kanada auswandern, sondern nur für ein paar Monate oder ein ganzes Jahr in Kanada leben und arbeiten möchte, der kann ein sogenanntes Work & Travel Jahr in Kanada machen. Zum einen gibt es das klassische Working Holiday Visum (International Experience Canada), welches vor allem von Abiturienten genutzt wird, da man mit dem Visum jobben und gleichzeitig reisen kann. Da die Visaanzahl begrenzt ist, muss man allerdings schnell sein um eins der begehrten Visaplätze zu erhalten. Wer mehr als nur jobben möchte und bereits Arbeitserfahrung hat, der kann sich auch für das Young Professionals Visum bewerben und ein Jahr lang bei einem kanadischen Unternehmen oder Organisation arbeiten. Um dieses Visum zu erhalten benötigt man allerdings ein Jobangebot von einem kanadischen Unternehmen.

14Australien

Wer auf die andere Seite der Erdkugel auswandern möchte, hat im Land der Sonne, Kängurus und Koalas gute Aussichten auf eine gute Lebensqualität und eine feste Anstellung. Fließende Englischkenntnisse sind hier natürlich Pflicht, hinsichtlich der Qualifikationen sind die Australier jedoch eher praktisch orientiert. In Australien wird Arbeitserfahrung höher angesehen als lange und komplizierte Studiengänge. Das Leben in den Städten ist natürlich auch hier teurer wie auf dem Lande, dafür locken unzählige Freizeitaktivitäten und interessante Jobs. Wie auch Kanada sind laut Economist Intelligence Unit’s Global Liveability Report for 2017 gleich drei australische Städte in der Top 10 Liste, der am lebenswertesten Städte auf der ganzen Welt. Melbourne an der Spitze und Adelaide auf Platz sechs und Perth auf Platz sieben.

Kilometer lange Sandstrände, klares Wasser, eine einzigartige Tierwelt, lockere Menschen und boomende Städte gehören alle nach Australien. Am Wochenende in der Stadt arbeiten und das Wochenende am Strand verbringen, gehört in Australien zum normalen Leben einfach dazu. Wer einen Beruf hat, der in Australien gesucht wird, hat gute Chancen für seine Tätigkeit entsprechend entlohnt zu werden.

In einem normalen australischen Arbeitsvertrag hat man mindestens 20 Tage Urlaub, wobei man mit rund 13 Feiertagen im Jahr einige Tage mehr frei hat als mit den durchschnittlichen 9 Feiertagen in Deutschland oder der Schweiz. Für Fachkräfte kann sich der Umzug nach Australien lohnen, da die Abgaben und Steuern deutlich niedriger sind und man von seinem verdienten Geld noch was hat.

Möglichkeiten für deutsche Fachkräfte

Fachmangel ist hier kein Modewort. Besonders in medizinischen und technischen Branchen wird Personal dringend gesucht. Doch auch Handwerker, Krankenschwestern, Friseure und Ingenieure haben sehr gute Jobaussichten. In den Städten gibt es die meisten Jobs, doch wer im Outback in einer Miene arbeitet, kann hier richtig gutes Geld machen.

Möglichkeiten für junge Leute/Absolventen

Mit dem Working Holiday Visum kann man für sechs Monate bei einem Arbeitgeber arbeiten. Viele nutzen das Working Holiday als Einstieg um später von einem Arbeitgeber gesponsert zu werden. Hierfür sollte man allerdings mindestens ein Jahr Berufserfahrung vorweisen können, sowie eine Ausbildung oder ein Studium.

15Katar

Katar ist laut dem Global Finance Magazine das reichste Land der Welt, gerechnet nach dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Das Expat-Leben in Katar kann man auch kaum mit dem bodenständigen Leben in Indonesien vergleichen, denn hier wird Luxus großgeschrieben. Die meisten Expats bekommen eine geräumige Wohnung gestellt und auch sonst wird sich um alles Nötige gekümmert, wenn man eine Firma gefunden hat, die einen sponsern will.

Dubai hat zwar mit dem Burj Khalifa das größte Gebäude der Welt, allerdings hat Doha in Sachen Kultur eine Nase vorn, etwa durch das Museum für Islamische Kunst, welches von dem Star-Architekten I. M. Pei entworfen wurde und als Meisterwerk gefeiert wird.

Doha ist eine ruhige Stadt und hat mit Dubais verrückter Partyszene (für arabische Verhältnisse) nichts zu tun. Wer jetzt denkt, dass am Entertainment in Katar gespart wird, der irrt sich: Vom Schlittschuhlaufen, über Gondelfahrten im Einkaufszentrum bis hin zu dem Vergnügungspark „The Kingdom of Aladdin“ und ganz zu schweigen von der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft in 2022, hat Katar so einiges zu bieten.

Das Hauptquartier von Al Jazeera befindet sich in der Hauptstadt Doha und auch sonst sind die Katarer sehr offen, wenn es um politische Themen geht.

Beliebte Orte in Katar

Außer Doha hat Katar wenig für Expats zu bieten. Die Städte Lusail und Mesaieed sind zwar wirtschaftlich nicht so stark wie Doha und haben deshalb nicht so viel für Expats zu bieten, allerdings lohnt sich ein Besuch dennoch. Wer sich Dubai anschauen möchte, kann dies problemlos tun, denn die Flugzeit zwischen Doha und Dubai beträgt nur 45 Minuten.

Einreisebestimmungen

Wer in Katar arbeiten will, muss von einer Firma aus Katar gesponsert werden. In der Regel kümmert sich die Firma dann um den ganzen Papierkram und man selbst muss sich nur um den Gesundheitscheck kümmern.

Jobchancen

Expat Jobs gibt es in den Bereichen Gesundheitswesen, Bildung, IT, Bankwesen, Energie, und Tourismus.

Wetter

Wer sich Katar erstmals auf einer Orientierungsreise anschauen möchte, der sollte dies nicht während der schrecklich heißen Sommermonate (besonders von Juni bis August) tun, denn die Temperaturen können auf bis zu 50 Grad Celsius steigen. Während dieser Zeit vereisen die Einheimischen, wie auch die Expats gerne, um der Hitze zu entkommen. Im Gegenzug zu den unerträglich heißen Sommermonaten, hat Katar allerdings sehr angenehm warme Wintermonate, in denen man die Zeit im Freien genießen kann.

Bedenken

Bevor es nach Katar geht, sollte man sich über die arabische Kultur sehr gut informieren. So sollte man niemandem die linke Hand zum Händeschütteln reichen, denn diese ist für die Verwendung von Toilettenpapier gedacht. Wenn man seine Beine überschlägt, sollte man darauf achten, dass die Fußsohle nicht zu seinem Gegenüber zeigt, da dies in der arabischen Kultur der Beleidigung eines Fußabtreters gleichkommt.

16Fidschi

Fidschi gilt als das Paradies überhaupt. Allerdings wissen die wenigsten Europäer davon, dass Fidschi ein beliebtes Auswanderungsland für Australier und Neuseeländer ist und dass es gar nicht so schwer für Europäer ist, sich hier niederzulassen.

Beliebte Orte in Fidschi

Die Städte Suava und Nadi sind bekannte Angelpunkte zum Arbeiten, allerdings sind die Mieten in den beiden Städten recht teuer, da es nicht viele Wohnungen gibt, die vermietet werden. Wer sich auf der Insel selbstständig machen möchte, sollte sich vorab die ganze Insel anschauen.

Einreisebestimmungen

Personen aus Schengen-Staaten erhalten bei der Ankunft auf Fidschi automatisch ein Touristenvisum, welches bis zu vier Monate gültig ist und um weitere zwei Monate verlängert werden kann. Diese sechs Monate erlauben es einem, Fidschi kennenzulernen. Digitale Nomaden, die online arbeiten und auf Fidschi leben möchten, müssen nach Ablauf des Tourismusvisums ausreisen, erhalten allerdings ein neues Touristenvisum, wenn sie wieder einreisen. Eine Arbeitserlaubnis für Fidschi erhält man nur, wenn sich für diesen Job kein Einheimischer finden lässt.

Ein Arbeitsvisum wird nur außerhalb von Fidschi genehmigt; dass bedeutet, dass man keinen Antrag für eine Arbeitserlaubnis stellen kann, wenn man zurzeit ein Touristenvisum hat. Wer ein Unternehmen auf Fidschi gründen möchte und somit in die einheimische Wirtschaft investiert, hat sehr gute Chancen, hierfür ein Visum zu erhalten.

Jobchancen

Auswanderer finden Jobs in Führungspositionen, im Tourismus oder im Bildungssektor.

Wetter

Die Temperaturen auf der Insel betragen im Schnitt zwischen 26 und 31 Grad Celsius. Die Regenzeit herrscht von November bis April und ist fester Bestandteil eines jeden tropischen Gebiets.

Bedenken

Wie auf jeder Insel kann man mal den Inselkoller bekommen, aber Flüge nach Australien oder Neuseeland gehen mehrmals täglich von Fidschi ab.

Marlene Schimanski ist die Gründerin und Chefredakteurin von Auslandskarriere. Sie lebte bereits in fünf verschiedenen Ländern (Portugal, Island, Österreich, Irland und Australien) und ist 2013 nach Australien ausgewandert. Sie hat bei PwC und KPMG im Global Mobility gearbeitet, bevor sie sich als Englisch-Übersetzerin und Karrierecoach selbstständig machte. Sie hat einen Masterabschluss in International Business Administration.