Alleine im Ausland – 15 Tipps, wie man Freunde im Ausland findet

Am einfachsten lernt man Leute auf der Arbeit kennen. Expats haben es hier einfach – im Idealfall hat die Firma nicht nur den Umzug organisiert, sondern stellt dem Expat einen Buddy an die Seite, der ein offenes Ohr für alle Fragen des täglichen Lebens hat und einen den übrigen Arbeitskollegen vorstellt. So ergeben sich die meisten Bekanntschaften fast wie von selbst.

Distanzierte Kollegen und kulturelle Unterschiede auf der Arbeit

Leider kann es dennoch passieren, dass sich trotz einer geregelten Arbeit und netten Arbeitskollegen keine Freundschaften entwickeln. Viele Kulturen trennen Arbeit und Privatleben. Zudem muss man bedenken, dass die meisten Erwachsenen bereits einen festen Freundeskreis und nicht viel Lust darauf haben Touristenattraktionen abzuklappern. Einige Expats berichten sogar davon, dass sie von einigen Arbeitskollegen zu Anfang für einen Spion oder eine Art Undercover-Boss gehalten wurden. Vertrauen und Freundschaften muss man daher Zeit geben.

Wer Kontakte zu Einheimischen will, darf sich nicht verkriechen

Auch wenn man kein Social Butterfly ist und sich seit der Schulzeit keine Gedanken mehr darum gemacht hat, wie man eigentlich Freunde findet, sollte man versuchen, mehr zu unternehmen. Die meisten Leute sind auch daran interessiert, neue Leute kennenzulernen. Die erste Kontaktaufnahme ist die schwierigste. Seien Sie nett zu allen. Auch wenn sich keine wirkliche Freundschaft mit Ihrer neuen Bekanntschaft entwickelt, kann diese Person Sie vielleicht mit anderen Leuten bekanntmachen und somit wächst Ihr soziales Netzwerk.

Tipps, wie man Leute im Ausland kennenlernt:

  1. Beginnen Sie vor Ihrer Abreise Ihren Bekanntenkreis zu befragen, ob jemand Verwandte oder Freunde unter den Locals in Ihrem Zielland hat und nehmen Sie Kontakt auf.
  2. Werden Sie online aktiv. Viele Auswanderer und Expats haben Gruppen in sozialen Netzwerken (Xing, LinkedIn, und für die Jüngeren Facebook und e-fellow) oder Foren für Auswanderer. Alles ist nur eine Google-Suche entfernt.
  3. Sprechen Sie Ihre Mitreisenden an. Auf Langstreckenflügen ist es ganz normal sich mit dem Sitznachbarn oder anderen Fluggästen zu unterhalten.
  4. Buchen Sie ein Airbnb für die erste Zeit und verstecken Sie sich nicht im teuren Hotel, wenn Sie auf Wohnungssuche sind. Airbnb (Community-Marktplatz für Buchung und Vermietung von Unterkünften) ist ideal, um Kontakt zu den Locals aufzunehmen, denn diese können Ihnen wertvolle Tipps zu der Umgebung, Jobs und natürlich Freizeitgestaltungen geben.
  5. Die gute alte WG: nicht nur für jüngere Leute. Gerade in teureren Städten ist es üblich, in einer Shared Accomodation zu wohnen.
  6. Nachbarn: Es ist ganz normal sich als neuer Nachbar vorzustellen und man muss sich dabei nicht komisch vorkommen.
  7. Suchen Sie nach Leuten, die in derselben Situation stecken wie Sie, und melden Sie sich bei internations.org an. Internations ist eine Online-Plattform für Expats und Auswanderer. Internations organisiert regelmäßige Treffen in den meisten großen Städten.
  8. Treffen Sie sich mit Gleichgesinnten. Auf der Internetseite Meetup.com werden Treffen zu den unterschiedlichsten Themen organisiert – vom kulturellen Austausch über Kunstfreunde und alleinerziehende Mütter bis hin zu Yogi Treffen ist alles dabei.
  9. Schauen Sie online oder in Zeitungen nach Veranstaltungen und sogenannten “What’s on” Webseiten. Auch wenn Sie vielleicht alleine unterwegs sein werden, tut es gut, unter Leute zu kommen.
  10. Besuchen Sie einen Sprach-, Yoga-, Koch-, Sport- oder Kunstkurs. Kurse sind ideal, um alte Hobbys aufzufrischen oder einfach Neues kennenzulernen.
  11. Es muss nicht gleich ein sechswöchiger Kurs sein. Melden Sie sich zu einem Workshop an und lernen Sie zusammen mit anderen Teilnehmern eine neue Fähigkeit .
  12. Schauen Sie im Messekalender Ihrer Stadt, ob es Messen oder Ausstellungen zu Ihren Interessen oder zu Ihrer Industrie gibt. Gerade wenn Sie auf Jobsuche sind, sollten Sie sich nach Karrieremessen umschauen, um so schnellst möglichst Kontakt zu Leuten in der Industrie zu gewinnen. Versuchen Sie in Kontakt mit anderen Messebesuchern zu kommen. Die meisten Messebesucher sind auch alleine und freuen sich, angesprochen zu werden.
  13. Ehrenamtliche und Freiwilligenarbeit: Suchen Sie ganz einfach nach Volunteering-Jobs in Ihrer neuen Stadt. Viele dieser Stellen sind ausgeschrieben und die meisten Helfer sind sehr offen.
  14. Werden Sie Mitglied bei Verbänden (Außenhandelskammer) und Stammtischen (z.B. Deutscher, Österreichischer, Schweizer Stammtisch) und gehen Sie zu deren Treffen.
  15. Viele Städte veranstalten “New in Town” Treffen oder haben spezielle Foren, in denen man auch selbst kurze Anzeigen schalten kann. Sollte Ihnen jemand sympathisch sein, der sich auf Ihre Anzeige meldet, schlagen Sie ein Treffen vor. Vielleicht ist diese Person auch gerade erst neu in der Stadt und kennt noch niemanden. Dies ist die ideale Möglichkeit, um die neue Stadt gemeinsam zu erkunden.

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