Videobewerbung: 10 Tipps für das perfekte Bewerbungsvideo

Die Videobewerbung wurde in der Vergangenheit als Geheimtipp gehandelt, andere finden Bewerbungen per Video einfach nur peinlich. Seit Anfang des Jahres gehören Videobewerbung zum festen Bestandteil des Bewerbungsprozesses für Flugbegleiter bei Emirates Airlines und man fängt langsam an diese sehr erst zu nehmen. Die Bewerber ein kleines Bewerbungsvideo drehen zu lassen, macht viel Sinn für Fluggesellschaften und andere Organisationen, die Mitarbeiter einstellen, die direkt mit dem Endkunden arbeiten. Per Videobewerbung können Personaler innerhalb kürzester Zeit die Bewerber aussortieren, die sich keine Mühe gegeben haben und welche, die man sowieso im Face-to-Face Interview aussortiert hätte. Dies mag harsch klingen, allerdings kann dies ein großer Kostenfaktor für Unternehmen sein. Für Bewerber liegt in Videobewerbungen eine große Chance: Im Gegensatz zum ersten Vorstellungsgespräch kann man sich bestens für ein Bewerbungsvideo vorbereiten und sollte etwas falsch laufen, kann man das Video zusammenschneiden, dass es gar nicht auffällt, dass man sich einen Patzer erlaubt hat.

In Ländern wie Großbritannien oder den USA sind Fotos auf den Bewerbungen nicht erlaubt beziehungsweise gewünscht. Aus diesen Gründen ist es eher unwahrscheinlich, dass sich Videobewerbungen durchsetzen. Allerdings kann es sein, dass auch wenn ein Bewerbungsvideo nicht zu Anfang der Bewerbung gefordert wird, es dennoch sein kann, dass man Sie etwas später im Bewerbungsprozess bittet einige Fragen per Video zu beantworten.

Wie erstellt und dreht man das perfekte Bewerbungsvideo?

1. Vorbereitung und Skript

Das A und O einer perfekten Videobewerbung liegt in der Vorbereitung. Einfach drauflosreden kommt nicht gut an, sich anhören als ob man etwas auswendig gelernt hat ebenso nicht. Der Trick hierbei liegt darin, dass man sich ein Skript mit Stichpunkten zurechtlegt und diese nach und nach angeht.

2. Stabile Kamera

Heutzutage haben sogar die meisten Smartphones eine sehr gute Kamera. Problematisch wird es allerdings, wenn Sie jemand filmt und eine sehr unruhige Hand hat. Diese Verwacklungen führen automatisch zu einem sehr schlechten Bildmaterial. Ein Stativ kann hier helfen. Diese kosten meist nicht mehr wie 20 bis 30 Euro und enthalten in einigen Fällen auch einen Bluetooth Fernbedienung, mit der man nur auf einen Knopf zu drücken braucht und die Kamera oder das Smartphone nehmen auf.

3. Länge

Niemand möchte eine halbe Stunde lang damit vergeuden ein Amateurvideo anzusehen indem es nur darum geht wie großartig man doch ist. Um einen guten Eindruck zu machen, braucht es meist nur ein paar Sekunden, das Video sollte daher nicht länger wie drei Minuten dauern.

4. Hintergrund und Location

Ein weißer und heller Hintergrund ist optimal und wirkt sehr professionell. Wer Zuhause keinen Platz hat, sollte ein sehr aufgeräumtes Zimmer haben, was nicht all zu sehr von Ihnen ablenkt. Aufgrund von Hintergrundgeräuschen sollte man an sehr ruhigen Orten filmen, falls man sich entscheidet zum filmen nach draußen zu gehen.

5. Outfit

Ziehen Sie sich wie zu einem Vorstellungsgespräch an. Auch wenn Sie Zuhause drehen, sollten Sie nicht in Ihren gewöhnlichen Klamotten drehen, denn dies wirkt nicht sehr professionell.

6. Körpersprache

Wildes Herumwirbeln kann ebenso irritieren wie eine Person, die ganz starr dasitzt. Machen Sie ein paar Probeläufe und bewerten Sie Ihre Körpersprache. Blickkontakt und eine selbstbewusste Haltung (Schulter nach hinten und Brust raus) verändern Ihre Körpersprache und wirken automatisch sympathischer.

7. Videoformat

Abspeichern sollte man das Video in einem gängigen Videoformat wie in etwa mp4 oder wmv. Um sicherzustellen, dass das Video abspielbar ist, sollte man vorsichtshalber testen es auf Vimeo hochzuladen. Dort kann man Videos hochladen ohne diese öffentlich zugänglich zu machen.

8. Schneiden

Mittlerweile gibt es viele kostenlose Programme, mit denen man Videos zusammenschneiden kann. Wer sich die Mühe nicht machen will oder technisch nicht sehr begabt ist, kann sich auf über fiverr.com oder ein anderes Portal einen Freelancer suchen, der ein Spezialist in diesem Bereich ist. Kostentechnisch kann so eine Bearbeitung zwischen 10 und 50 Euro liegen.

9. Wie verschicken

Bewerbungsvideo per E-Mail zu verschicken, kann unter Umständen die ganze Mailbox des Adressaten sprengen. Da Videos im Allgemeinen sehr viel Platz wegnehmen, empfiehlt es sich dieses über Google Drive oder direkt auf Vimeo hochzuladen. Beide dieser Plattformen erlauben es, dass man private Video per Link teilen kann.

10. Kein CV-Ersatz

Auch wenn die Erstellung und das Drehen eines Bewerbungsvideos sehr viel Zeit und Mühen in Anspruch nimmt – die Videobewerbung ist kein CV-Ersatz. Ein Bewerbungsvideo ersetzt, wenn überhaupt nur das Anschreiben, ein schriftlicher Lebenslauf sollte dennoch verfasst und mitgeschickt werden.