Dropshipping: Eigener Online-Shop für Faule – Was es ist und wie man anfängt

Der Begriff Dropshipping fällt immer mal wieder, wenn man über E-Commerce und eigene Onlineshops redet. Doch was bedeutet es eigentlich Produkte zu bewerben und dann einfach nur die Bestellung weiterzugeben – ohne sich Gedanken über das Verpacken oder das Versenden machen zu müssen? Wer nach einem rentablen Online-Model sucht, dass man bequem von Zuhause managen kann und bei dem man nur minimales Eigenkapital benötigt, der ist beim Dropshipping Gold richtig.

Was ist Dropshipping?

Ein Dropshipping Onlineshop funktioniert fast wie ein normaler E-Commerce Shop. Man bietet Produkte auf seiner Webseite an, vermarktet diese über Soziale Medien wie Facebook und Instagram. Wenn es aber zu einem Verkauf kommt, dann geht man nicht ins Lager und verpackt und verschickt das Produkt, sondern gibt eine Bestellung bei dem Hersteller oder Großhändler der Ware auf. Dieser übernimmt dann sozusagen das Verpacken und den Versand der Ware direkt an den Kunden.

Wieso verkaufen die Hersteller oder Großkunden ihre Ware denn nicht direkt an die Kunden?

Das machen sie meistens auch, allerdings geht es bei dem Dropshipping Model ja auch um das Vermarkten. Viele Hersteller möchten ihren Umsatz schnellstmöglichst vervielfachen. Sie lagern somit den Marketing-Teil an möglichst viele kleinere Onlineshops aus.

Welche Vorteile hat Dropshipping gegenüber einem normalen Onlineshop?

Gerade für E-Commerce Neulinge kann sich das Dropshipping-Model gegenüber einem normalen Onlineshop lohnen, da es die folgenden Vorteile mit sich bringt:

  1. Geringeres Risiko: Ein Produkt auf seine Webseite zu stellen, geht innerhalb von ein paar Minuten. Sollte das Produkt überhaupt nicht bei den Kunden ankommen, kann man es einfach von seiner Webseite löschen ohne irgendeinen Verlust gemacht zu haben. Bei einem normalen Onlineshop ist dies natürlich nicht möglich, da es sicherlich einige Wochen gedauert hat bis man sich für ein Produkt entschieden hat, dieses bestellte, in vielen Fällen kommt noch eine hohe Mindestbestellanzahl hinzu und schließlich kann es bedeuten, dass man auf der Ware sitzen bleibt, wenn diese sich nicht verkauft.
  2. Geringe Einstiegs- und laufende Kosten: Das Dropshipping-Model ist ziemlich einfach – man bestellt erst beim Großhändler, wenn man bereits eine Bestellung vom Endkunden erhalten hat. Somit wurde man bereits bezahlt und muss nicht wie bei einem Onlineshop erst einmal eine große Summe an Geld für die erste Lieferung hinblättern.
  3. Mehr Produktauswahl und damit mehr Chancen auf schnelleres Wachstum: Bei einem Onlineshop muss man sich zunächst auf ein paar Produkte beschränken, da man sich sonst ganz schnell in Umkosten stürzen kann. Beim Dropshipping-Model kann man mehr Produkte anbieten, somit ist die Chance, dass jemand etwas kauft auch größer.
  4. Professionelle Versandabwicklung: Die Großhändler, die bereits Erfahrung mit Dropshipping haben, verfügen über ein bewährtes System und verpacken und verschicken die Ware nach der Bestellung. Bei einem Onlineshop dauert es ein bisschen bis man den Dreh drauf hat und das ständige verpacken und zur Post laufen, kann ein richtiger Zeitfresser sein. Zeit, die man auch nutzen könnte um sich auf den direkten Verkauf zu kümmern.
  5. Einfachere Exit-Möglichkeiten: Wer aus irgendwelchen Gründen, den Shop irgendwann verkaufen möchte, kann dies über Plattformen wie Flippa problemlos machen ohne sich Sorgen über den Verkauf von jedem einzelnen Produkt machen zu müssen.

Welche Nachteile hat Dropshipping?

Das Dropshipping-Model hat natürlich auch einige Nachteile:

  1. Geringere Gewinnmarge: Beim Dropshipping kann man die Preise selbst bestimmen, allerdings erhält man bei den Herstellern oder Großhändlern einen höheren Einkaufspreis, da man die Ware Stück für Stück beim Hersteller bestellt und nicht gleich 1000 Produkte einkauft. Beim Dropshipping muss man also mehr verkaufen, damit es sich finanziell lohnt.
  2. Lange Versandzeiten: Da die meisten Hersteller in China sitzen, wird der Großteil der Ware auch von dort verschickt und dies kann im Schnitt zwischen einer bis drei Wochen dauern. Auf die längeren Wartezeiten sollte man auf der Webseite hinweisen, da man sonst viele E-Mail Nachfragen beantworten muss.
  3. Massenware und nichts individuelles: Um ein gutes Produkt zu finden, dass sich gut verkauft und von der Konkurrenz abhebt, muss man schon ganz schön Suchen und den richtigen Riecher dafür haben. Viele Dropshipper kopieren von anderen Shops und machen sich wenig Gedanken um den Verkaufstext oder die Vermarktungsstrategie.
  4. Copyright Probleme: Bei Aliexpress werden die meisten Produkte in China hergestellt und auch von dort verschickt. Wer sich nicht richtig informiert und nachgemachte Designerhandtaschen oder Fanartikel von berühmten TV-Serien anbietet, der kann sich ganz schnell strafbar machen.

Dropshipping Beispiel

Um Erfolg beim Dropshipping zu haben benötigt man das richtige Produkt, eine vertrauensvoll aussehende Webseite und genügend Besucher auf seiner Webseite (mittels Werbung oder Social Media).

Auf Aliexpress, ein Unternehmen welches zu der Alibaba Gruppe gehört, können Hersteller direkt an Endkunden verkaufen. Wie bei anderen Plattformen können die Kunden die Produkte bewerten und eine Rezension inklusive Fotos hinterlassen. Die Webseite ist riesig, weshalb wir das Dropshipping Model an folgendem Beispiel erklären:

www.aliexpress.com

Abziehfolien für Nägel beziehungsweise Nagelsticker sind momentan sehr im Trend und werden im Handel/Onlinehandel für ungefähr 10 bis 15 Euro je nach Design verkauft. Bei Aliexpress bieten unzählige Händler diese Folien für unter einem Euro, inklusive Versand direkt an den Endkunden, an.

AliDropship is the best solution for drop shipping
Droppshipping – Wie fängt man an?

Das AliDropship Plugin funktioniert problemlos über WordPress. Ein Plugin funktioniert in der Art wie eine App. Einmal geladen, kann man mit dem Plugin Produkte von Aliexpress auf seine eigene WordPress-Webseite laden und zudem erleichtert das Plugin die Bestellung bei den Herstellern. Das Plugin ermöglicht es also, dass der ganze Prozess automatisiert wird. Wer in den USA ist, kann auch Shopify und Oberlo verwenden. Die sind zwar einfacher zu bedienen, kosten dafür um einiges mehr.

Schritt für Schritt zum Dropshipping Onlineshop:

  1. Marktrecherche und Nische finden: Was ist momentan gefragt? Wofür können Sie sich absolut begeistern? Beim Dropshipping sollten Sie sich auf eine Nische spezialisieren, da damit das Marketing leichter verfällt und Sie sich besser auf dem Markt platzieren können.
  2. Produkte testen und Customer Experience: Es geht natürlich auch ohne, aber bevor man loslegt sollte man schon einmal bei Aliexpress etwas bestellt haben. Schauen Sie sich die Produkte an. Filtern Sie nach „Orders“ und schauen Sie sich die Bewertungen an. Bestellen Sie ein paar Produkte und schauen Sie wie lange diese dauern und wie die Qualität des Produktes ist.
  3. Wer sind meine Kunde?: Überlegen Sie sich Ihren idealen Kunden und auch: in welchen Ländern möchten Sie verkaufen? Die USA sind der größte Markt, wenn es ums Onlineshopping geht.
  4. Domain und Name: Der Name sollte nicht allzu spezifisch sein (falls Sie es sich einmal anders überlegen sollten) und auch nicht zu ausgefallen. Die Namenslänge sollte auch möglichst kurz sein, da beautyandnailartdesignonlineshop.com sich doch sehr unprofessionel anhört und auch so aussieht. Den Webseiten-Namen beziehungsweise die Domain kann man zum Beispiel über United-Domains kaufen.
  5. Hosting und WordPress: Wer sich für das AliDropshipp Plugin und WordPress entschieden hat, der sollte das Hosting gleich dort beantragen, da es keinen Preisunterschied zu anderen Hostinganbietern gibt, SSL aber bereits im Hostingvertrag inkludiert ist. SSL garantiert eine sichere Webseitenverbindung und ist essentiell, wenn man einen Onlineshop aufbauen möchte. Außerdem wird bei diesem Anbieter WordPress gleich mitinstalliert.
  6. Theme – Design der Webseite: Das Plugin hat bereits ein eingebautes Theme. Dies ist allerdings nicht für alle Nischen geeignet. Für weitere Theme-Optionen kann man sich für ca. 50 USD eins bei Themeforest herunterladen.
  7. Theme hochladen und Logo erstellen: Mit Hilfe von Fiverr kann man bereits ab 5 USD jemanden engagieren, der das Theme richtig hochläd und einstellt. Einen günstigen Grafikdesigner, der das Logo für den Shop erstellt kann man ebenso bei Fiverr finden.
  8. Webseite anpassen und Produkte hochladen: Eine gute Dropshipping Webseite sollte wie jeder andere Onlineshop professionell aussehen. Hierzu gehören natürlich AGBs, ein Impressum, Shipping Informationen und eine gute Produktbeschreibung zu den einzelnen Produkten.
  9. Payment Gateway: Damit die Kunden die Produkte auch schließlich bezahlen können, benötigt man ein sogenanntes Payment Gateway System wie zum Beispiel PayPal oder Stripe.
  10. UG gründen: Um rechtlich auf der richtigen Seite zu sein, sollte man eine Limited oder eine UG gründen.

Dieser Artikel ist Teil der Serie Online arbeiten und passives Einkommen aufbauen.

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