Englisch schnell verbessern oder perfektionieren ohne Auslandsaufenthalt

Der Nummer Eins-Tipp, wenn es ums Sprachenlernen geht, lautet immer, dass man die Sprache direkt im Land lernen sollte. Was aber, wenn dies keine Option ist? Sprachkurse sind teuer und den meisten berufstätigen Leuten fehlt hierfür schlichtweg die Zeit.

Die moderne Technologie von heute macht es jedoch möglich, dass man simulieren kann, sich direkt im Ausland zu befinden. Somit kann man sein Englisch verbessern, ohne sich für einen Auslandsaufenthalt oder Sprachkurs zu verpflichten. Beim Sprachenlernen ist es wichtig, so viele Sinne (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten) wie möglich in den Lernprozess einzubinden. Bei einem Auslandsaufenthalt passiert dies natürlich ganz von selbst und man verbessert sozusagen automatisch sein Englisch. Wenn man dagegen in Deutschland ist, muss man ein wenig tricksen, wenn man sein Englisch verbessern oder perfektionieren möchte.

Zunächst solltest du verstehen, dass das Gehirn in zwei Hälften unterteilt ist. Die linke und die rechte Gehirnhälfte. Der rechten Gehirnhälfte wird zugeschrieben, dass diese intuitiv und gefühlsbetont handelt. Kreativität und Emotionen werden also vornehmlich von der rechten Gehirnhälfte gesteuert. Die linke Gehirnhälfte ist dagegen für den logischen und analytischen Bereich zuständig und ihr wird nachgesagt, dass sie vernünftige, zeitlich lineare und rationale Prozesse verarbeitet. Beim Lernen alle Sinne mit einzubeziehen wird auch ganzheitliches Lernen genannt. Wenn du also dein Englisch verbessern oder perfektionieren möchtest, dann solltest du alle Sinne mit in den Lernprozess integrieren:

Lernen mit allen fünf Sinnen

Sehen und Beobachten:

  1. Ungewohnte Schriftarten: In einer Studie von Harvard Business Review ist herausgekommen, dass Studenten sich den Inhalt eines Textes besser merken konnten, wenn dieser in einer ungewohnten Schriftart gedruckt wurde. Texte, die in gewohnten Schriftarten wie Arial oder Calibri gedruckt waren, wurden meistens nur überflogen und nicht intensiv gelesen. Je schwieriger es ist eine Schriftart und -größe zu lesen, desto besser bleibt einem der gelesene Text später im Gedächtnis. Schriftarten wie  Comic Sans oder Monotype Corsiva sind besonders schwierig zu lesen und werden daher eher behalten. Wenn du also einen Fachtext auf Englisch liest, drucke oder speichere dir diesen in einer ausgefallenen Schriftart ab. Das gleiche gilt für Vokabeln, die man sich mit diesem Trick besser einprägen kann. Man sollte allerdings beachten, dass man sich an die andersartige Schriftart nach einiger Zeit gewöhnt hat. Daher empfiehlt es sich die Schriftart jedes Kapitel oder alle paar Seiten zu ändern.
  2. Filme und Serien anschauen: Während man sich einen Film anschaut, sieht man zugleich das Zusammenwirken zu dem gesprochenen Englisch. Die meisten DVDs sind in der englischen Originalfassung abspielbar und wenn du die Untertitel mitlaufen läst, kannst du mitlesen oder sogar nachsprechen. Ein paar Empfehlungen, wenn du britisches Englisch lernen möchtest: Pride & Prejudice, James Bond, Fawlty Towers; US-amerikanisches Englisch: The Office, The Big Bang Theory; Australisches Englisch: Looking for AlibrandiHamish & Andy, Australia; Neuseeländisches Englisch: Flight of the Conchords

Hören und Sprechen:

Hören und Sprechen sind die wichtigsten Sinne, die beim Sprachenlernen genutzt werden. Wenn man nicht verstanden hat, was der Gegenüber zu einem gesagt hat, dann kann man auch nicht entsprechend antworten. Um das Hörverständnis zu verbessern, sollte man regelmäßig der englischen Sprache lauschen. Während man beim Film schauen noch die Interaktion der Personen beachten oder mit dem Untertitel mitlesen kann, muss man sich beim Hören mehr konzentrieren. Um sich an den Klang und die Aussprache von verschiedenen Leuten zu gewöhnen, sollte man so viel wie möglich in der Landessprache hören:

Audible Hörbücher: Audible bietet unzählige englische Hörbücher an, die du im Auto, im Zug, beim Aufräumen oder sogar beim Joggen hören und somit spielend leicht dein englisches Hörverständnis verbessern kannst. Mit dem Audible-Probemonat kanst du ein Hörbuch kostenlos herunterladen. Nach Ablauf der 30 Tage kostet ein Hörbuch nur 9,95 Euro pro Monat. Mehr Infos findest du hier.

  1. Internationale Radiostationen hören und gleichzeitig mitbekommen, was es Neues in dem Land gibt. Zum Beispiel: BBC in London, Los Angeles Radiostation KIIS, Sydney Radiostation 96.9
  2. Nachsprechen und laut vorlesen: Du kannst Filme anhalten und das Gesagte einfach nachsprechen oder lese dir selbst laut vor.
  3. Selbstgespräche: Unterhalte dich mit dir selbst auf Englisch. Dies mag zunächst komisch sein, allerdings kannst du so ganz schnell herausfinden, wo es bei dir hapert.

Tasten und Fühlen:

Sehen und hören erscheint einem selbstverständlich, die anderen Sinne sind schwieriger einzubinden. Du kannst zum Beispiel hören und tasten verbinden, indem du das Gehörte aufschreibs.

  1. Tagebuch: Fange an, Tagebuch auf Englisch zu schreiben und reflektiere deinen Tag. Mit dem Five Minute Journal kannst du zum Beispiel gezielte Fragen beantworten. Die Fragen in dem Five Minute Journal sind positiv gehalten und Studien belegen sogar, dass Tagebuchschreiben zu einem besseren Wohlbefinden und einer stabileren Psyche führt. Zudem gibt es in diesem speziellen Tagebuch noch inspirierende Zitate und wöchentliche Challenges. Alles natürlich auf Englisch.
  2. Spazieren gehen / Joggen: Wer an der frischen Luft ist und sich bewegt, lernt schneller. Hörbücher sind ideal, um sein Englisch während eines Spazierganges zu verbessern.

Schmecken und Riechen:

Die Sinne Schmecken und Riechen kann man natürlich nur in Verbindung mit etwas zu Essen oder einem bestimmten Geruch nutzen. Landestypisches Essen kann man nachkochen und lernt dabei nicht nur kochen, sondern auch neue Vokabeln dazu. Wenn man sich Jamie Olivers Kochshow auf Englisch ansieht und die Gerichte nachkocht, kann man alle fünf Sinne miteinbeziehen.

Weitere Tipps zum Englisch verbessern

Auf die Aussprache achten

Ein kleiner Fehler hier und da, fällt nicht so sehr auf, wenn es mit der Aussprache klappt. Schuld daran kann unter anderem der Akzent sein. Hast du aber gewusst, dass man seinen Akzent abtrainieren und somit loswerden kann?

Präpositionen und Zeitformen

Präpositionen werden häufig von Nicht-Muttersprachlern verwechselt. Diese sollte man auswendig lernen, da es hierzu keine klaren Regeln gibt.

Wenn eine Grammatikregel endlich Sinn macht, dann kann man sich diese auch einfacher merken, deshalb solltest du dir ein gutes Buch zu dem Thema englische Grammatik zulegen.

italki:

Direkt mit einem Muttersprachler über Skype Englisch lernen: Das Konzept eines Tandem-Partners kennt fast jeder. Allerdings ist es schwierig einen passenden Sprachpartner zu finden. Die meisten Tandem-Partner sind zudem keine ausgebildeten Lehrer und im Gegenzug musst du deinem Tandem-Partner auch deine Sprache beibringen. Wer neben dem Beruf nur wenig Zeit hat, in seiner Freizeit sein Englisch zu verbessern, solltest du dich über italki informieren.

Die Plattform italki verbindet Lehrer und Sprachschüler. Die Sprachlehrer stellen sich mit einer kleinen Videobotschaft vor und es wird angezeigt, wie viele Unterrichtsstunden der Lehrer schon über italki gegeben hat. Zudem gibt es ein Bewertungsschema und du kannst die Qualifikationen und Spezialisierungen auf den jeweiligen Profilen nachlesen. Wenn du dir einen passenden Lehrer ausgesucht haben, musst du dich nur noch über italki anmelden und kannst dann die erste Unterrichtsstunde vereinbaren. Der Unterricht wird über Skype gehalten und 30 Minuten kosten im Schnitt nur 10 USD (der Preis wird von dem jeweiligen Lehrer selbst bestimmt). Diese Methode ist am effektivsten, um sein Englisch zu verbessern, da du gezielt das lernst, was du auch lernen möchtest.