Auswandern: Tipps, Bedenken, Probleme & Planung der Auswanderung

Ein Großteil der Deutschen würde gerne auswandern. Dies hat eine Umfrage der Jobsuchmaschine Jobrapido im März 2016 gezeigt. Mehr als 1300 Nutzer wurden hierfür befragt. Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie gern einmal in einem anderen Land leben möchten. Warum aber erfüllen sich die Deutschen ihren Traum vom Auswandern und dem Leben im Ausland nicht? So viele scheinen diesen Traum doch zu hegen? Die folgenden Ängste gehören zu den häufigsten Barrieren, die Auswanderwillige von einem Neustart im Ausland abhalten.

Auslandskarriere zeigt, wie du diese Ängste überwinden und in kurzer Zeit in der Position des Auswanderers stehst.

Für alle, die auswandern möchten, sich aber nicht trauen

Ich habe Angst, meine Familie und meine Freunde zurückzulassen, wenn ich auswander

Die Befürchtung, die Familie im Stich zu lassen oder sich auf die Dauer von den Freunden zu entfremden, ist laut besagter Jobrapido-Umfrage die größte Sorge der Auswander-Unentschlossenen. Zugegebenermaßen, auszuwandern ist ein großer Schritt, wenn du Angehörige hast, die deine Hilfe oder Aufmerksamkeit bedürfen. Mit ein wenig Organisationstalent lassen sich Lösungen finden, bei denen für diese Familienmitglieder gesorgt ist. Es können zum Beispiel Pflegedienste, andere Familienmitglieder oder Gruppen und Vereine eingespannt werden. Die emotionale Komponente, oft verbunden mit einem Gefühl der Schuld, bleibt jedoch und ist von Betroffenen oft nicht so einfach zu überwinden. Du musst in so einem Fall Deutschland ja vielleicht nicht für immer den Rücken kehren. Setze dir doch einen Zeitrahmen von wenigen Jahren oder sogar nur Monaten für deinen Auslandsaufenthalt.

Sollte deine Familie gesund und wohlauf sein, so steht dem auswandern und deinem Leben im Ausland jedoch wirklich nichts im Wege. Moderne (und kostenlose!) Kommunikationswege, wie zum Beispiel WhatsApp oder Skype ermöglichen es, mit den Zuhausegebliebenen in regelmäßigem Kontakt zu bleiben. Deine Freunde und Familie werden dir eventuell sogar dankbar dafür sein, nun einen triftigen Grund dafür zu haben, selbst in das von dir gewählte Land zu reisen, um dich zu besuchen. Ohne entsprechenden Anlass würde manches Auswanderer-Familienmitglied möglicherweise nie das Abenteuer einer Reise in dein Traumland genossen haben. Und die Geschichten, die du von deinem neuen Leben im Ausland erzählst, die werden -glaube uns- stets für aufregenden Gesprächsstoff bei sämtlichen Bekannten und Verwandten sorgen. Insofern kann deine Auswanderung die Beziehung zu Familie und Freunden sogar beleben.

Ich kann mir das Auswandern nicht leisten

Der Traum Auswandern und vom Leben im Ausland scheint vielen sehr kostspielig. Flüge müssen bezahlt werden, eine vorübergehende Wohnung gemietet, die Besitztümer eingelagert oder an den neuen Lebensort verschifft werden. Wenn du planvoll vorgehst, wird dich ein Umzug in ein neues Land jedoch nicht viel mehr kosten als ein Umzug in eine neue Stadt. Allerdings ist es dringend zu empfehlen sich etwas Startkapital anzusparen, um unvorhergesehenem entgegenwirken zu können.

Kümmere dich vorab um einen Job in deinem Wunschland, so dass du von Anfang an ein Einkommen hast. Auslandskarriere.de hält viele Tipps für dich bereit, wie du im Ausland einen Job finden kannst . Von deinem Gehalt zahlst du eine vorübergehende Unterkunft (beispielsweise über AirBnb) und suchst vor Ort in Ruhe eine Bleibe, die du dir leisten kannst. Selbst wenn du dich in deinem Traumland eigentlich gerne selbständig machen würdest, hilft ein geregelter Job dabei, erstmal Fuß zu fassen und sich mit behördlichen Voraussetzungen vertraut zu machen. Solltest du zu den Menschen gehören, die sich leicht von etwas trennen können, verkaufe in Deutschland einen Teil deiner Besitztümer. So finanzierst du dir einen Flug oder eine Überfahrt. Kosten für die Auswanderung belaufen sich so auf Null. Beachten dabei, dass in manchen Ländern Visumsregelungen gelten, die einen Rückflug erfordern. Diesen musst du gegebenenfalls mitbezahlen, obwohl du nicht vorhast, auf absehbare Zeit heimzufliegen. 

Ich finde keinen so guten Job wie meinen jetzigen

Was ist dir wichtiger: Einen Job zu haben, in dem du viel Geld verdienst, aber unglücklich bist und täglich von einer Auswanderung träumst? Oder das Abenteuer der Auswanderung tatsächlich zu wagen und sich (selbst, wenn es schief geht) nicht vorhalten zu müssen, du hättest es nicht versucht? Es ist verständlich, dass man einen Job mit rosigen Karriereaussichten und attraktiver Vergütung nicht so schnell und einfach kündigt.

Schließlich hast du jahrelang darauf hingearbeitet, dort zu landen, wo du nun bist. Doch bedeutet Ihnen dies mehr, als Ihren Traum zu leben? Oft trägt Auslandserfahrung sogar zu noch besseren Jobchancen auf dem Arbeitsmarkt bei. Es sieht in jedem Lebenslauf gut aus, wenn du einige Zeit in einem anderen Land gelebt und gearbeitet hast. Dies zeigt, dass du flexibel bist, dich neuen Gegebenheiten anpassen zu können und mit unterschiedlichen Kulturen zu kommunizieren. Dies alles sind Fähigkeiten, die Firmen wertschätzen und oft auch entsprechend vergüten. In deinem Wunschland wirst du zudem internationale Kontakte knüpfen (schließe dich am besten einer Expat-Gruppe an), die dir ungeahnte Job-Möglichkeiten eröffnen kann. Die Englische Karrieremanufaktur hat es sich zur Aufgabe gemacht, Bewerbungsunterlagen auf Englisch anzufertigen und kann auch dir dabei helfen einen Job im Ausland zu finden.

Wenn es im Ausland schief geht, muss ich in Deutschland wieder von vorn anfangen

Das ist richtig! Doch du hast ja nun Übung in Sachen Neuanfang. Wer bereits einmal ganz von vorne anfangen musste, weiß, dass es nicht so schwer ist, wie man denkt. Wer einmal alles losgelassen hat, der weiß, dass man Dinge, von denen man sich ehemals schwer trennen konnte, plötzlich gar nicht vermisst, wenn sie nicht mehr vorhanden sind. Und schon Hermann Hesse wusste zu vermerken, dass jedem Anfang ein Zauber innewohnt, der uns vor Stillstand bewahrt. Nehmen wir an, dein Auslandsaufenthalt verläuft nicht so, wie du es dir vorgestellt hast, und du kommst nun zurück nach Deutschland. Natürlich würde es Zeit und Energie kosten, eine neue Wohnung, einen neuen Job und neue Möbel zu besorgen. Doch ein Zurückkommen gibt dir auch die Chance, sich im gewohnten Umfeld neu zu erfinden. Du wolltest schon immer in einer anderen Stadt, einem anderen Stadtteil oder auf dem Land wohnen? Dann nehme dies nun in Angriff und machen es zu deinem neuen Ziel als Rückkehrer.

Ich fürchte, meine Wohnung aufzugeben und mich von meinen Sachen zu trennen

Wenn du dich partout nicht von deiner Wohnung, deiner Möbeln und Besitztümern trennen kannst, so sollte auch das kein Hinderungsgrund sein, einige Zeit im Ausland zu leben. Finde heraus, ob du deine Wohnung untervermieten und deine Möbel und Wertgegenstände irgendwo kostengünstig einlagern kannst. Möglicherweise haben Verwandte und Bekannte Stellplätze, Garagen oder Lagerräume, die du nutzen darfst.

Wenn es dir dann im Ausland so gut gefällt, dass du den Rest deine Lebens dort verbringen möchtest löse alles auf. Entscheidest du dich, nach einiger Zeit zurück nach Deutschland zu kommen, landest du weich.

Ich spreche die Sprache nicht gut genug, um auszuwandern

Glaubst du, der Besitzer deines Lieblings-Italieners um die Ecke konnte fließend Deutsch, als er sein Land verließ? Und trotzdem hat er es geschafft, sich in einem neuen Land eine Existenz aufzubauen. Zudem solltest du wissen, dass man die Sprache am besten im Land selbst lernt. Wer dennoch besorgt ist, sollte die Sprache bereits jetzt anfangen zu lernen oder perfektionieren.

Worst-Case Scenario Vorbereitung: Augen zu und durch

Frage dich, was im schlimmsten Fall passieren kann, wenn du den Schritt einer Auswanderung tatsächlich in die Tat umsetzen. Was wäre wenn du zeitweise weniger verdienst? Kannst du damit leben, wenn  dein Traumland sich doch als nicht so traumhaft entpuppt? Wäre es in Ordnung, wenn du nach einer gescheiterten Auswanderung wieder in Deutschland von vorn anfangen musst? Wenn deine Antwort „ja“ lautet, dann nehme den Auslandsaufenthalt in Angriff. Denn nichts ist schlimmer, als sich sein Leben lang zu fragen, wie es wohl wäre, wenn man sich getraut hätte.

Wohin Auswandern: Welches Land passt zu mir?

Wer auswandern möchte oder nur einen Tapetenwechsel braucht, aber nicht weiß wohin, kann diesen Artikel als Wegweiser nutzen. Bei der Wahl des für sich passenden Landes sollten vorab möglichst alle fünf Punkte geklärt werden.

1. Land, Stadt oder Vorort

Wo möchte man leben? Bevor man die Länderfrage beantwortet, sollte abgeklärt werden, ob man sich auf dem Land, in der Stadt oder in einem Vorort am wohlsten fühlt. Wer den Lebensabend in einem einsamen Haus am Meer verbringe möchte, muss zum Beispiel bedenken, dass es in einer kleinen Stadt oder auf dem Land nur sehr begrenzte Arbeitsmöglichkeiten gibt. Zudem kann es in sehr ländlichen Gebieten vorkommen, dass die Praxis des nächsten Arztes erst im Nachbarort liegt.

Wer als Selbstständiger oder Digitaler Nomade von überall auf der Welt arbeiten kann, der kann nach der eigenen Präferenz gehen. Arbeitnehmer hingegen müssen ihre Wohnsituation an den Arbeitsplatz anpassen. Deutschland ist sehr gut vernetzt und man kommt mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln schnell von seinem Haus im Grünen zu seinem Job in der Großstadt. Diesen Luxus gibt es allerdings nicht in allen Ländern und man muss sich die Frage stellen, ob man lieber in einem großen Haus im Grünen oder einer schicken Mietwohnung in der City lebt.

2. Klima und / oder Lebensqualität

Viele Menschen wandern aufgrund des schlechten Wetters in Mitteleuropa aus. Doch besseres Wetter bedeutet nicht immer, dass sich somit auch die Lebensqualität verbessert. Jeder sollte selbst entscheiden, ob er das ganze Jahr Sonne, vier Jahreszeiten oder ein milderes Klima benötigt, um sich wohl zu fühlen. Skandinavische oder andere nördliche Länder haben im Winter nicht nur mit extremer Kälte zu kämpfen, sondern auch mit sehr wenigen Sonnenstunden, was sich wiederum in einem Vitamin D Mangel bemerkbar machen kann. Aber nicht nur im Norden muss man sich für einige Monate im Jahr zu Hause verstecken. In Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten steigen die Temperaturen im Sommer nicht selten auf 48 Grad Celsius. Dies kann bedeuten, dass man lediglich von einem klimatisierten Gebäude zum nächsten sprintet. Auch Südostasien kann im Sommer unerträglich heiß werden und zudem kann die hohe Luftfeuchtigkeit vor allem für ältere Menschen unangenehm werden. Für die meisten Europäer ist das Klima in Südeuropa daher am angenehmsten.

3. Gute Infrastruktur oder niedrige Lebensunterhaltungskosten

Ein Krankenhaus in der Nähe, gute befahrbare Straßen, sauberes Wasser und eine gute Internetverbindung sind nicht in allen Ländern selbstverständlich. Wem eine schlechte Infrastruktur nichts ausmacht, der kann im Schnitt mit deutlich niedrigeren Lebensunterhaltungskosten rechnen. Wer nicht viel braucht, um glücklich zu sein, kann deshalb auch abseits von Metropolen und stark vernetzten Städten leben

4. Arbeitsmöglichkeiten und Wirtschaftslage

Die globale Finanzkrise hat 2008 die ganze Welt erschüttert und bis heute ihre Spuren hinterlassen. Selbst Fachkräfte müssen sich vorher gründlich erkundigen, ob ihre Qualifikationen im Ausland anerkannt werden und welche Arbeitsmöglichkeiten es gibt. Wer in der Tourismus- oder Hotelindustrie arbeiten möchte, muss bedenken, dass es während der Hauptsaison viel mehr offene Stellen gibt als in der Nebensaison.

5. Politische Lage

Eine gute Infrastruktur oder ein tolles Klima bringen einem nichts, wenn man sich in dem neuen Land nicht wohlfühlt. Länder, die in gefährlichen Regionen liegen, sollten möglichst gemieden werden, wenn man Land und Leute überhaupt nicht kennt. Natürlich kann es auch passieren, dass es zu Ausschreitungen in einem relativ sicheren Land kommt, deshalb sollte jeder Auswanderer sich eine Exit-Strategie überlegen falls es brenzlig wird.

Alleine Auswandern: Wie man den Schritt ins Traumland alleine antritt

Der große Schritt, im Ausland neu Fuß zu fassen, kann verschiedenste Formen annehmen. Zum einen werden Auswanderungen gemeinsam geplant, beispielsweise mit der Familie, dem Partner oder Freunden, und zum anderen entscheiden sich Menschen häufig auch ganz alleine in ein neues Leben aufzubrechen. Die Sehnsucht nach einem Neuanfang im Land der Träume ist bei vielen zunehmend größer als die Sicherheit und Gewohnheit im Alltag zu Hause. Heutzutage ist es nicht ungewöhnlich, allein die Koffer zu packen und sich in das Abenteuer Auswanderung zu stürzen. Jeder, der diesen Schritt plant, sollte folgende Anregungen vor und bei der Auswanderung in Betracht ziehen.

Pro und Contra

Diese Entscheidung hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Wandert man in Begleitung aus, so hat man ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit aus der Heimat, jemanden, mit dem man seine Gedanken, Eindrücke und Gefühle teilen kann, und jemanden, der einem hilft, das Ziel vor Augen zu behalten und einem den Rücken stärkt sowie bei schwierigeren Situationen zur Seite steht. Reist man allerdings alleine, so braucht man auf niemanden Rücksicht zu nehmen und kann spontan das machen, wonach einem gerade ist. Außerdem knüpft man in der Regel schneller Kontakte, sobald man im Zielland angekommen ist und beginnt sich im Traumland einzuleben. Auch die Sprachkenntnisse verbessern oder perfektionieren sich schneller, wenn man im Ausland auf sich alleine gestellt ist. Ohne den ständigen Sprachwechsel, dem man ja ausgesetzt ist, wenn man mit einem Partner oder sogar der ganzen Familie auswandert, fällt es einem leichter, sich ganz auf die Sprache zu konzentrieren und so kann man auch seinen Akzent loswerden.

Vor der Auswanderung

Sobald der Entschluss gefasst wurde, die geplante Auswanderung allein in Angriff zu nehmen, gibt es eine Reihe von Dingen, die vor der Abreise geplant und beachtet werden sollten. Wenn das Reiseziel ins Auge gefasst wurde, sollte man sich erkundigen, ob für die Einreise ein Visum vonnöten ist und wie dieses bei Bedarf erteilt wird. Auch eine geeignete Auslandskrankenversicherung sollte abgeschlossen werden, sofern sich der potenzielle Arbeitgeber nicht darum kümmert. Idealerweise hat man sich bereits im Vorfeld um eine Arbeitsstelle bemüht und die damit verbunden Angelegenheiten wie Arbeitserlaubnis und Ansprechpartner vor Ort sind bereits geklärt.

Auch eine Unterkunft kann über Immobilienagenturen, Kontakte vor Ort oder soziale Medien bereits im Vorfeld arrangiert werden. Je nachdem, ob es sich um einen männlichen oder um einen weiblichen Auswanderer handelt, sollte bestmöglich dafür gesorgt werden, dass die Unterkunft sicher ist. Allein auswandernde Frauen möchten beispielsweise meist nicht im Erdgeschoss untergebracht werden und bevorzugen Unterkünfte in nicht zu abgelegenen Gebieten mit guter Infrastruktur. Natürlich sollte es sauber und ordentlich sein, damit man sich auch im zweiten Zuhause wohlfühlt. Zuvor sollte auch in Erfahrung gebracht werden, welche Kultur das Zielland hat und welche Verhaltensregeln dort üblich sind, um Fettnäpfchen zu vermeiden.

Nach abgeschlossener Planung kann es losgehen

Sobald die Planung erfolgreich abgeschlossen ist, kann das Ticket erworben werden und der Auswanderung steht nichts mehr im Weg. Ist die Auswanderung bereits mit einer Arbeitsstelle verknüpft, so kann man darum bitten, sich vom Flughafen abholen zu lassen, um dann direkt zur Unterkunft oder zur Arbeitsstelle gefahren zu werden. Ansonsten sollte man sich überlegen, ob man vor der Abreise einen Transfer arrangiert oder spontan eines der Taxis am Flughafen nutzt.

Neue Kontakte knüpfen

Es ist immer von Vorteil, bereits zuvor Kontakte im Traumland geknüpft zu haben, die dann die Einwanderung und die ersten Tage in der Fremde erleichtern. Kontakte kann man vorab zum Beispiel mit Hilfe von Auswanderer-Foren, aber auch mit LinkedIn und Xing knüpfen. Aber auch ohne vorherige Kontaktpersonen ist es möglich schnell Anschluss zu finden, wenn man bereit ist, ein wenig zu netzwerken. Dies setzt voraus, dass die Person generell ein offenes Gemüt hat und sich nicht davor scheut, aktiv auf fremde Menschen zuzugehen, selbst wenn Sprachbarrieren vorhanden sind. Ein Lächeln ist schließlich international bekannt und bedarf keiner großen Worte. Doch auch dabei sollten wieder die im Land bekannten und gelebten Verhaltensregeln in Betracht gezogen werden, damit Gesten von Alleinreisenden nicht falsch gedeutet werden.

Soziale Kontakte im Umfeld

Durch einen neuen Job lernt man schnell viele neue Menschen kennen. Mit den Leuten und Kollegen, mit denen man sich gut versteht, entstehen meist sehr schnell soziale Kontakte und Freundschaften, mit denen auch Freizeitaktivitäten geplant werden. Während dies zunächst toll für einen neuen Start ist, ist es aber auch vielfach so, dass die Gespräche in der Freizeit oft auf die Arbeit zurückfallen, und dies kann auf Dauer sehr eintönig werden. Daher empfiehlt es sich, auch anderweitige Kontakte zu knüpfen, beispielsweise durch im Land angebotene Aktivitäten, Sportkurse, Charity-Organisationen und soziale Netzwerke.

Mit Kontaktpersonen wie Familie, Freunden oder Bekannten sollte regelmäßiger Kontakt eingeplant werden, damit diese stets informiert sind, dass es einem gut geht und sie sich somit keine Sorgen machen müssen. Auch für den Fall eines Unfalls sollte dafür gesorgt werden, dass nahestehende Personen umgehend informiert werden. Auch wenn man alleine oftmals schneller Kontakte im Ausland knüpfen kann, sollte man den Kontakt zu seiner Kultur und Heimat wahren und aufrechterhalten.

Wenn all diese Punkte bei der Auswanderung allein beachtet werden, so steht einem gelungenen Start im Traumland nichts mehr im Wege. Und wer weiß, eine Auswanderung kann allein beginnen und eventuell zu zweit fortgeführt werden.

Auswandern mit Kindern: Auswanderung mit der ganzen Familie oder Alleinerziehend

Eine Auswanderung zu planen ist zweifelsfrei eine stressvolle Angelegenheit. Wenn man aber nicht alleine auswandern und seine Kinder und seinen Partner mitnehmen möchte, dann wird die Sache mit der Auswanderung nochmals komplizierter.

Alter der Kinder entscheidend über Eingewöhnungsphase im neuen Land

Das Alter des Kindes entscheidet maßgebend, wie gut das Kind oder die Kinder sich im Zielland eingewöhnen. Babys und Kleinkinder haben die besten Chancen sich langfristig an einen neuen Ort und an ein neues Land zu gewöhnen. Kleinere Kinder erlernen die Sprache des neuen Landes wie von selbst. Schulkinder und Teenager, die die Landesprache des Auswanderungsziels nicht sprechen tun sich am Anfang der Auswanderung sehr schwer. Wenn das Kind neu in einer Klasse und in einer fremden Umgebung ist, dann sind Tränen fast vorprogrammiert. Zu bedenken ist außerdem, dass durch mangelnde Sprachkenntnisse die Schulleistung ebenfalls leiden kann und dies kann dazu führen, dass das Kind eine Schulklasse runtergestuft wird. Teenager tun sich am schwierigsten bei einer Auswanderung. Ihnen fällt es schwer ihre Freunde und ihre gewohnte Umgebung für ein neues und unbekanntes Land zu verlassen.

Kann ich meinem Kind das überhaupt antun?

Viele Eltern treffen die Entscheidung mit der ganzen Familie auszuwandern ohne Ihre Kinder zu fragen. „Was soll ein Kleinkind schon dazu sagen, immerhin ist die Auswanderung ja auch geplant, um dem Kind eine bessere Lebensqualität zu bieten“ wird dann argumentiert. Selbst wenn die Auswanderung ohne Probleme verläuft, bedeutet sie Stress für die Kinder.

Zudem hinterlässt man die Großeltern der Kinder in der Heimat. Dies kann schmerzhaft für Oma und Opa sowie die Kinder selbst sein. Durch die Großeltern fällt auch eine Stütze weg, die vorher wie selbstverständlich hingenommen wurde. Bespreche deshalb unbedingt mit deinen eigenen Eltern, was diese zu der geplanten Auswanderung denken.

Frage dich ernsthaft: Was hat mein Kind von der Auswanderung? Ein besseres Klima, bessere Chancen in der Zukunft beruflich voranzukommen oder eine bessere Lebensqualität?

Ein neues Land bedeutet natürlich auch eine andere Kultur. Wer seinen Kindern bei sich zuhause Werte aus der alten Heimat beibringt und das Kind andere Werte in der Schule vermittelt bekommt, kann dies das Kind verwirren. Das Kind bekommt dann mit, dass es anders als die anderen Kinder ist und kann sich unter Umständen als Außenseiter fühlen.

Eine Exit-Strategie muss auch für die Kinder geplant werden

Niemand sollte eine Auswanderung planen ohne sich eine mögliche Exit-Strategie zu überlegen. Diese muss deine Optionen klären, falls die Auswanderung nicht klappt oder du es dir einfach anders überlegt hast. Die Exit-Strategie muss deine berufliche Zukunft, deine finanziellen Mittel, den Wohnort und natürlich auch die Schulfrage der Kinder bei einer möglichen Rückwanderung beinhalten. Die wichtigste Frage hierbei ist natürlich, ob die im Ausland erbrachten Schulleistungen auch wieder in Deutschland anerkannt werden.

Alleinerziehend mit Kind auswandern

Wer als Alleinerziehende mit Kind auswandern möchte, der hat es sicherlich nicht einfach. Als allererstes muss die Frage um das Sorgerecht geklärt werden. Der Vater des Kindes spielt in der Erziehung deines Kindes eine erhebliche Rolle, auch wenn der Vater das Kind womöglich nur selten sieht. Ohne die Einverständniserklärung des Kindsvaters darf man deshalb nicht auswandern. Wer keine Einverständniserklärung einholt kann Probleme wegen Kindesentführung bekommen. Wenn man gar keinen Kontakt zu dem Kindsvater hat, sollte diesen dennoch dazu unterrichten, dass man eine Auswanderung mit dem gemeinsamen Kind plant. Wer alleine mit Kind auswandern möchte, muss sich bewusstmachen, dass man nicht nur den Kindsvater, sondern auch alle anderen Familienangehörigen in der Heimat hinterlässt.

Wann lohnt sich eine Auswanderung für ein Kind?

Kinder mit Krankheiten wie Asthma oder Hautkrankheiten können von einem Leben in einem angenehmeren Klima oder am Meer sehr profitieren. Länder mit einer ähnlichen Kultur und Werten sind einfacher zum Eingewöhnen als Länder mit einer komplett anderen Kultur.

Teenager, die mit dem deutschen Schulsystem nicht zurechtkommen, haben in Ländern wie den USA womöglich bessere Chancen einen High School Abschluss zu machen, als das deutsche Abitur zu bestehen. Ein High School Abschluss berechtig zudem in Deutschland zu studieren, obwohl dieses in den meisten Fällen einfacher ist als das deutsche Abitur.

Wie plant man am besten eine Auswanderung mit Kind?

Eine Orientierungsreise ist bei einer Auswanderung mit Kind oder der ganzen Familie unumgänglich. Hierbei sollte es sich nicht um einen Urlaub handeln, sondern das echte Leben im Land so gut wie möglich simulieren. Nehme dir am besten ein AirBnb und probe den Alltag im neuen Land, zum Beispiel nur im Supermarkt einkaufen und öffentliche Verkehrsmittel zu nehmen. Zudem solltest du die neue Stadt erkunden und schauen, welche Arbeitsmöglichkeiten es für dich  gibt. Und welche Schul-und Bildungsmöglichkeiten es dort für deine Kinder vorhanden sind. Ignoriere deine Wurzeln nicht und plane vorab, wie oft du deine Heimat und deine Familie dich dort besuchen kannst. Eine Auswanderung auf Zeit ist nervlich nicht so aufreibend wie eine Auswanderung, die ohne Rückkehr geplant wird. Es kann sich deshalb lohnen nicht alle Brücken in die Heimat abzubrennen und das Eigenheim nicht gleich zu verkaufen, sondern für ein Jahr zu vermieten und dann erst zu entscheiden, ob man langfristig im neuen Land leben möchte oder nicht.

Auswanderung planen: 10 Fragen, die man sich stellen sollte, bevor man auswandert

Bevor man seine Koffer packt und alles liegen lässt, sollte man sich über die Beweggründe und Ziele im Klaren sein, um seine Auswanderung richtig zu planen. Auswanderer-TV-Shows zeigen allzu gerne gescheiterte Auswanderer, die es im Ausland nicht geschafft haben und zurück nach Deutschland gehen. Oftmals sind Sprachbarrieren, keine ausreichenden Informationen über das Zielland, falsche Erwartungen, sowie fehlende finanzielle Rücklagen für die ersten Monate und für unvorhersehbare Notlagen Gründe für eine Rückwanderung in die Heimat. Auswandern ist mit viel Papierkram, Zeit und Geld verbunden.

Im nachfolgenden Text sind zehn Fragen aufgelistet, die man sich selbst stellen sollte, bevor es ans Koffer packen geht.

1. Was sind Ihre Beweggründe fürs Auswandern?

Diese Frage wird von den meisten entweder sehr oberflächlich oder sehr komplex beantwortet. Leute, die zum Beispiel wegen der Liebe oder aufgrund eines Jobangebots auswandern möchten, haben meistens keine anderen Gründe. Bei Leuten, die absolut keine Perspektive mehr in ihrem Heimatland sehen, häufen sich die Beweggründe zum Auswandern. Um sich über seine Motive im Klaren zu sein, sollte man sich zudem fragen, ob die Antworten auch noch in den nächsten fünf bis zehn Jahren aktuell sein werden.

2. Hast du finanzielle Rücklagen für den Anfang und für Notfälle?

Diese Frage ist ganz besonders wichtig für diejenigen, die ohne Jobangebot in die Ferne ziehen. Du solltest genügend Geld für die ersten paar Monate zur Verfügung haben sowie Erspartes für Notfälle. Um finanziell abgesichert zu sein, sollte man mit dem Schlimmsten rechnen. Ohne finanzielle Rücklagen wirst du dich nicht auf deine Auswanderung konzentrieren können. Empfohlen wird deshalb das Startkapital und die Kosten für die ersten Monate zu berechnen. Falls du bereits ein Jobangebot hast, musst du natürlich auch mit anfänglichen Kosten rechnen, bevor du dein erstes Gehalt erhältst. Plane ebenfalls für den Notfall, falls der neue Job doch nicht alles hält, was er zunächst versprochen hat und du dir schnell einen neuen Job suchen musst.

3. Verfügst du über ausreichende Sprachkenntnisse?

Auch wenn du über ausreichende Englischkenntnisse verfügst und in deinem zukünftigen Job die Arbeitssprache Englisch sein wird, solltest du unbedingt versuchen, die Grundkenntnisse der Landessprache zu lernen, falls du diese noch nicht kannst. Die Landessprache zu können wird alles vereinfachen und dir auch bei der Integration im Land helfen. Plane also genügend Zeit ein, um die Sprache zu lernen.

4. Was sagt deine Familie zu den Plänen?

Viele Expats nehmen ihre Familie gleich mit. Ein Auslandseinsatz über mehrere Jahre muss daher gründlich geplant werden. Wenn dein Partner mitkommt, muss geklärt werden, ob diese/r auch eine Arbeitsgenehmigung mit deinem Visum erhält. Natürlich sollte auch geprüft werden, ob es geeignete Arbeitsmöglichkeiten im Zielland für den Partner gibt. Kleinen Kinder macht das Auswandern nicht so viel aus wie Teenagern, die viel eher an ihre Freunde und gewohnte Umgebung gebunden sind. Wenn deine Kinder mitkommen, muss geklärt werden, wo diese zur Schule gehen können. Im Ausland legt man viel mehr Wert auf Privatschulen, um den Kindern eine gute Schulausbildung zu bieten. Privatschulen können allerdings sehr teuer sein. Diese Ausgaben solltest du vorab mit in dein Budget kalkulieren.

Auch wenn du noch keine eigene Familie hast, solltest du beim Auswandern an deine Familie Zuhause denken. Wenn du auswanderst, muss dir bewusst sein, dass du in Zukunft nur per Skype oder Telefon Kontakt haben wirst und dass Besuche sich vielleicht auf nur einmal im Jahr reduzieren werden.

5. Hast du bereits ein Visum oder weißt du, für welches du dich qualifizierst?

Die Visumsfrage ist eine der wichtigsten Fragen, wenn es um die Organisation der Auswanderung geht. Ohne ein geeignetes Visum darfst du oftmals gar nicht erst ins Land oder benötigst eine zusätzliche Erlaubnis, um arbeiten zu können. Für längerfristige Visa musst du unbedingt genügend Zeit für die Bearbeitungsdauer einplanen.

6. Bist du gesund und krankenversichert?

Eine Auswanderung kann dich an die Grenzen deiner Belastbarkeit stoßen lassen. Auch wenn du glaubst, alles bis ins kleinste Detail geplant zu haben, kann immer noch etwas schiefgehen. Sei dir bewusst, dass eine Auswanderung anstrengend sein kann und dass die Uhren im Ausland anders ticken. Es ist zu empfehlen, sich gründlich untersuchen zu lassen, bevor es losgeht, denn im neuen Land musst du erst einmal Vertrauen zu einem neuen Arzt aufbauen. Falls du Medikamente nimmst, prüfe unbedingt, ob es diese auch in deinem Zielland gibt und wenn ja, wie du diese bekommen kannst. Eine Krankenversicherung ist für jede Stufe deiner Auswanderung angebracht, denn an deiner Gesundheit solltest du auf keinen Fall sparen. Bedenke auch, dass du für einige Visas eine Gesundheitsuntersuchung machen und/oder eine Krankenversicherung vorzeigen musst.

7. Wie stehen deine Job-Chancen im Zielland?

Auch wenn du dich für ein geeignetes Arbeitsvisum qualifizierst, ist dies noch keine Garantie, dass du deinen Traumjob bereits nach ein paar Tagen findest. Recherchiere den Jobmarkt in deinem Zielland und schaue nach offenen Stellen, auf die du dich eventuell bewerben kannst. Vernetze dich auch mit anderen Auswanderern – im Internet gibt es zahlreiche Foren zum Thema Auswandern und vielleicht findest du jemanden über Xing oder LinkedIn, der bereits in dem Traumland in derselben Branche arbeitet. Schreibe ein paar Leute an und frage, ob sie nach Tipps. Auch wenn einige Leute nicht antworten, sollte dich, dass nicht daran hindern, Kontakt zu anderen aufzunehmen.

8. Was geschieht mit deiner Wohnung oder deinem Haus, deinen Möbeln, Gegenständen und wo möchtest du in Zukunft wohnen?

Wenn du bereits eine Wohnung oder ein Haus hast und vorhast für immer auszuwandern, musst du dir überlegen, ob du verkaufen oder vielleicht vermieten solltest. Wenn du dir noch nicht zu 100 Prozent sicher bist, was du mit deinem Eigenheim machen möchtest oder der Immobilienmarkt gerade nicht gut aussieht, solltest du nichts überstürzen. Denn eine zu schnelle Entscheidung wirst du später vielleicht bereuen. Wer seine Wohnung oder sein Haus vermieten oder als Ferienwohnung über Airbnb anbieten möchte, benötigt natürlich eine Vertrauensperson, die ab und an nach dem Rechten schauen kann. Von alten Ikea-Möbeln kannst du dich getrost trennen. Diese kannst du in der neuen Heimat einfach neu kaufen. Falls du dennoch an deinen Möbeln hängst, solltest du dich über den Transport kümmern und vorab prüfen, ob sie in die neue Wohnung passen. Um eine Sache wirst und solltest du nicht herumkommen: ausmisten – jeder von uns hat unnötige Kleidung, Magazine, Bücher usw. rumstehen, die man sowieso nicht mehr braucht. Solange du nicht den Überblick über deine Gegenstände hast, bist du nicht Herr der Dinge.

9. Bist du dir im Klaren darüber, was du zurücklassen und was du vermissen wirst?

Natürlich wirst du mit der neuen Erfahrung mehr gewinnen als verlieren. Allerdings solltest du dir bewusst sein, dass sich die anfängliche Neugierde und Begeisterung auch irgendwann mal abschwächt und du dann einen ganz neuen Alltag hast. Es sind oft die kleinen Dinge, die uns Freude machen und die du vermissen wirst.

10. Hast du eine Exit-Strategie?

Jeder Businessplan sollte eine sogenannte Exit-Strategie haben, falls die Dinge nicht mehr so klappen, wie sie sollten. Als Auswanderer brauchst du ebenfalls eine Exit-Strategie. Auch wenn du ganz euphorisch in der Planung deiner Auswanderung steckst, solltest du nicht vergessen, auch für den Notfall zu planen. Eine Rückkehr muss nicht bedeuten, dass du im Ausland „versagt“ hast. Niemand wird dich verurteilen, wenn du wieder zurück in deine Heimat kommst. Den Kontakt zu den Daheimgebliebenen solltest du nicht abbrechen und eine mögliche Rückwanderung niemals ausschließen.

Gefahren, Risiken und Probleme beim Auswandern

Eine Auswanderung wird oftmals zunächst mit Abenteuer, Spannung, Aufregung sowie einer neuen Chance assoziiert. Bei all den Dingen, die es bei einer Auswanderung zu bedenken gilt und den Vorbereitungen die zu treffen sind, denken die wenigsten Menschen an die potenziellen Gefahren, Risiken und Probleme, die eine Umsiedlung in die Ferne mit sich bringen kann. Dies ist jedoch keinesfalls ungewöhnlich, denn es liegt in der Natur des Menschen unangenehme Dinge unbewusst zu verdrängen und sich bevorzugt auf die positiven Aspekte eines Vorhabens zu konzentrieren. Man träumt von einer besseren Zukunft und einem sorgenfreien Leben, doch das Neuland kann auch schnell zum Alptraum werden.

Gescheiterte Auswanderer

Wahrscheinlich hat jeder von uns schon von gescheiterten Auswanderungen gehört. Wenn nicht im eigenen Bekanntenkreis, dann über die diversen Auswanderersendungen im TV, bei denen leider nicht alle Auswanderer ihr Glück fernab der Heimat finden konnten. Vorzeitig beendete Auswanderungen sind keine Seltenheit und um seine eigenen Auswanderungspläne bestmöglich erfolgreich umzusetzen, sollten gewisse Risiken und Gefahren vorab geprüft werden.

Wer sich also schon vor der Abreise mit den möglichen Problemen und Gefahren beschäftigt, die eine Emigration mit sich bringen kann, hat bessere Chancen diese Hürden souverän zu meistern. Wenn folgende Tipps in Betracht gezogen werden, lassen sich die Risiken bereits beträchtlich reduzieren. Dennoch gibt es niemals eine Garantie, dass die Auswanderung vollkommen ohne Gefahren und Risiken verläuft. Doch wer sich bereits im Vorfeld gut auf mögliche Schwierigkeiten vorbereitet und eingestellt hat, hat bessere Chancen bei der Bewältigung.

Vorsicht bei Betrug im Ausland

Betrüger lauern weltweit und nutzen die Unwissenheit der Leute aus, um schnell an Ihr Geld zu kommen. Bei einer Auswanderung gibt es diverse mögliche Wege, bei denen man mit Betrügern in Kontakt kommen kann. Wird der Betrug bemerkt, ist es oftmals schon zu spät. Ein gesundes Misstrauen gegenüber fremden Menschen und Agenturen ist daher unabdingbar. Werden für eine Auswanderung also Berater, Agenturen oder Anwälte konsultiert, sollten deren Referenzen vor der Inanspruchnahme der jeweiligen Leistung geprüft werden. Speziell wenn es um Vorhaben geht, die größere finanzielle Summen involvieren, ist Vorsicht geboten. Offizielle Ansprechpartner werden meist von den deutschen Botschaften empfohlen. Bei diesen Angaben kann man sich sicher sein, dass die Seriosität gegeben ist.

Betrüger sind oft einzigartige Schauspieler, wenn es um zwischenmenschliche Kompetenzen geht und daher wird man gerne dazu verleitet ihnen sein Vertrauen zu schenken. Begegne also fremden Menschen und Agenturen gegenüber immer mit einer gesunden Skepsis und treffe keine übereilten Entscheidungen, z.B. beim Kauf einer Immobilie oder beim tätigen einer Investition.

Sprachliche Hürden

Risiken und Gefahren verbergen sich auch oft in banalen Dingen. Wer die Landessprache seiner neu gewählten Heimat nicht beherrscht, sollte niemals Dokumente unterschreiben, die in der Landessprache verfasst sind, ohne deren Inhalt genaustens zu kennen. Es sollte sich immer die Zeit genommen werden die Dokumente vor Unterzeichnung von einem unabhängigen und anerkannten Übersetzer oder der Person seines Vertrauens übersetzen und prüfen zu lassen. Auch vermeintlich banale Dokumente wie ein Mietvertrag sollten nicht blind in einer fremden Sprache unterschrieben werden, um anschließend böse Überraschungen zu vermeiden.

Unüberwindbare Differenzen

Wer zusammen mit einem Freund, dem Partner oder mit der kompletten Familie auswandert, sollte sich darüber im Klaren sein, dass sich die Erwartungen an die Auswanderung von Person zu Person stark unterscheiden können. Während eine Person vielleicht tatsächlich das gesuchte Glück in der neuen Heimat findet, kann der Expat-Partner große Schwierigkeiten mit dem neuen Umfeld haben und das Vorhaben in Frage stellen. Wünsche und Erwartungen können sich mit der Zeit ändern und daher sollte man vorab besprechen, was in diesem Fall zu tun ist. Nicht selten enden gemeinsame Auswanderungen in einer Trennung. Dies wird zu einem noch größeren Problem, wenn Kinder in die Auswanderung eingebunden sind. So unangenehm es auch sein mag diesem Thema vor der Abreise Beachtung zu schenken, sollte es auf jeden Fall als mögliches Szenario durchgespielt werden, um anschießende Konflikte und daraus resultierende Probleme mit einer Exit-Strategie zu vermeiden.

Rückkehr einplanen

Für den Worst Case einer gescheiterten Auswanderung sollten schon vor Aufbruch in die Ferne Vorbereitungen für eine mögliche Rückkehr in die Heimat getroffen werden. Es sollten also nicht direkt alle Brücken abgebrochen werden und ein Hintertürchen sollte stets offen stehen, damit die Auswanderung nicht zur Falle wird. Hierbei spielen eine Unterkunft sowie finanzielle Reserven eine wichtige Rolle, um die Zeit zu überbrücken, bis ein Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt möglich ist, um wieder auf eigenen Beinen stehen zu können. Auch der regelmäßige Kontakt zu Familie und Freunden ist wichtig, damit diese einem bei einer Rückkehr mit Rat und Tat zur Seite stehen können.

Die Zukunft im Blick behalten

Speziell junge Menschen zieht es nach dem Schulabschluss ins Ausland. Während die meisten von ihnen einen begrenzten Zeitraum für die Auswanderung festlegen, um neue Erfahrungen vor dem Studium oder der Ausbildung zu sammeln, gibt es auch diejenigen, die es für längere Zeit oder gar für immer in die Ferne zieht. Doch die Auswanderung erfolgt in diesem Fall oftmals viel zu früh, da somit weder eine abgeschlossene Berufsausbildung (und somit keine Berufserfahrung) sowie keine ausreichende Lebenserfahrung vorhanden ist. Daher sollte eine Auswanderung mit einem langfristigen Blick auf die eigene Zukunft geplant werden. Dieses Vorhaben rennt nicht weg und auch wenn es direkt nach der Schule verlockend erscheint der Heimat den Rücken zu kehren, so ist es empfehlenswert dies zunächst in Form eines Probelaufs für einen begrenzten Zeitraum, beispielsweise für ein Jahr, zu planen.

An das Alter und die Gesundheit denken

Die Berichte in den Medien häufen sich derzeit über die steigende Altersarmut in Deutschland. Viele Auswanderer vergessen leider bei ihrer Planung sich ausreichend mit der Gesundheitsvorsorge oder der Altersvorsorge zu befassen. Wer also im Rentenalter in seine Heimat zurückkehren möchte, sollte sich darüber bewusst sein, was es für die eigene Rente bedeutet, wenn mehrere Jahre lang nichts in die Rentenkasse einbezahlt wurde. Für längere Aufenthalte in einem fremden Land sind private Rentenvorkehrungen deshalb dringend empfehlenswert. Auch für eine umfassende gesundheitliche Vorsorge sollte gesorgt werden, um eine angemessene medizinische Versorgung im Ausland zu gewährleisten. Ist keine Krankenversicherung vorhanden und es wird ein größerer medizinischer Eingriff nötig, kann das schnell zu einer unüberwindbaren finanziellen Hürde werden.


Die zuvor genannten Punkte sollen dem freudigen Vorhaben einer Auswanderung keinesfalls einen Dämpfer verpassen und die Freude schmälern. Diese Hinweise dienen dem eigenen Schutz, um einen unüberlegten und spontanen Ausstieg vorzubeugen, der dadurch vermehrte Risiken, Probleme und Gefahren mit sich bringen könnte. Wer die aufgezählten Punkte in Betracht zieht und sich vorab einhergehend damit beschäftigt, hat beste Chancen auf eine erfolgreiche und glückliche Auswanderung ohne Ängste und Sorgen.

 

Die wichtigsten Tipps und typische Stolpersteine beim Auswandern

Wer hat nicht schon mal darüber nachgedacht, wie es wäre auszuwandern und einfach die Heimat zu verlassen und in ein anderes Land zu ziehen? Viele träumen von einem besseren Leben im Ausland aber scheuen sich, die Sicherheiten aufzugeben und sich von Freunden und Familie zu entfernen. Andere wiederum lassen sich nicht zweimal bitten: Oftmals stecken bewegende Gründe, wie der Verlust eines Partners hinter einem kompletten Neuanfang, manchmal auch eine besondere Arbeitsstelle oder eine neue Beziehung. Nicht selten aber ist es auch einfach Abenteuerdrang, der die Menschen in die Ferne zieht. Doch wie sieht die Realität im Alltag für Auswanderer tatsächlich aus und wie lässt sich verhindern, an typischen Stolpersteinen zu scheitern?

Vom Urlaub zum Alltag

Nur die wenigsten Auswanderer wagen sich an einen Neuanfang in einem Land, dass sie überhaupt nicht kennen. Das ist auch gut so. Die potenzielle neue Heimat sollte vorab gründlichst und kritisch hinterfragt werden. Eine Orientierungsreise oder ein mehrwöchiger Aufenthalt außerhalb einer schönen Ferienanlage kann viele Facetten aufzeigen, die vorher nicht bedacht wurden. Klimatische Verhältnisse zum Beispiel, die auf Dauer gar nicht mehr so gut vertragen werden oder eine schlechte medizinische Versorgung. Ein längerer Aufenthalt in einer normalen Wohngegend ermöglicht auch abzuschätzen, wie gut die soziale Integration gelingen kann. Nebenbei erfahren Auswanderer von Einheimischen sehr viel mehr, als in Reiseführern und normalen TV-Reportagen beschrieben wird.

Tipp: In vielen Ländern gibt es regelmäßige Treffen und regen Austausch von deutschen Auswanderern. Es lohnt sich meist, mit diesen Gruppen schon vorab in Kontakt zu treten. Viele relevante Dinge, die für Einheimische ganz normal sind und daher gar nicht erwähnt werden, erfährt man nur von anderen Auswanderern. Auch Online lassen sich solche Vereine und Facebook-Gruppen finden.

Abhängigkeit durch Arbeitgeber oder Partner

Ein Umzug in ein fernes Land birgt immer Risiken. Auswanderer, die sich dabei abhängig von einem Arbeitgeber oder Partner machen, leben besonders riskant, in eine Stolperfalle zu treten. Wenn eine neue Partnerschaft hinter einem Umzug steckt, sollten auch rechtliche Folgen einer Heirat und eventuell folgenden Kindern genau beleuchtet werden. Sollte die Beziehung nicht halten, wäre es besonders traurig, mit sehr negativen rechtlichen Folgen leben zu müssen. Ähnlich ist es auch bei Umzug aufgrund eines Arbeitgebers. Sollte die neue Arbeitsstelle aus irgendwelchen Gründen nicht mehr tragbar sein, wäre es selbstverständlich eine große Belastung, keine Alternativen zu haben.

Tipp: Achte auf die rechtlichen Folgen eines Arbeitsvertrages oder einer Heirat in einem anderen Land. Lasse dich von einer unabhängigen Fachperson kompetent beraten, am besten ohne Anwesenheit des Partners oder Arbeitgebers. Auch die Botschaft kann kompetente Auskünfte von vertrauensvollen Fachpersonen vermitteln. Prüfe auch die Alternativen, die sich dir bieten, sollte es mit dem Partner oder Arbeitgeber nicht funktionieren.

Kosten

Viele Auswanderer verkalkulieren sich großzügig hinsichtlich des Nettolohns, den verpflichtenden Abgaben und Nebenkosten wie Miete und Lebensmittel. Wer sich nicht vorab gründlich über  das benötigte Startkapital und die entstehenden Kosten und Abgaben informiert, riskiert langfristig den Entschluss zum Umzug bereut zu haben.

Tipp: Vertraue nicht auf Zahlen, die auf einer beliebigen Webseite stehen: Oftmals werden falsche Zahlen hergenommen, vermischt oder die Angaben sind schon längst veraltet. Achte auch auf die Währungsschwankungen. Auch Buchhalter sind eine gute Anlaufstelle.

Abwägung der Vorteile und Nachteile einer Auswanderung

Voller Vorfreude tendieren viele Auswanderer dazu, die Kontras auszublenden. Besonders wenn Kinder involviert sind, müssen alle Bedürfnisse, Möglichkeiten, Alternativen und Risiken ehrlich bedacht werden. Das Urlaubsgefühl oder Übermaß an Glücksgefühlen in einer neuen Beziehung bleiben selten lange bestehen. Auch in der neuen Heimat wird Alltag eintreten mit vielen Verpflichtungen, ähnlichen Tagesabläufen und normalen Problemen, denen Menschen weltweit begegnen.

Tipp: Stelle dir den Alltag in der neuen Heimat realistisch vor: Das Neue wird zum Gewohnten, viele Tagesabläufe wiederholen sich und echte Freundschaften müssen erst geknüpft werden. Vielleicht vermisst du auch Familie und Freunde, die nicht so einfach besucht werden können.

Finanzielle Rücklagen

Ohne ausreichende Rücklagen auszuwandern, ist enorm riskant. Erstmal sind viele Ausgaben mit dem Umzug verbunden. Behördliche Kosten, Kautionen für die Mietwohnung oder Maklergebühren, Auto, Einrichtung, Versicherungskosten, Anwalts- und Übersetzungskosten, Buchhalter und eventuell Schulkosten. Und dann kommt vielleicht noch einmal soviel hinzu für Ungeplantes wie Möbeltransporte, Renovationen, neue Bekleidung, zusätzliche Anmeldegebühren für Telefon, TV, etc.

Tipp: Sorge unbedingt für genügend Rücklagen, insbesondere auch für den Fall, dass du eine gewisse Zeit ohne Einkommen leben müssten. Auch kann es Gründe für einen notwendigen Umzug oder erhöhte medizinische Kosten geben.

Sprachbarrieren

Die beste Vorbereitung für einen gelungenen Start in der neuen Heimat ist es, die Sprache zu beherrschen. Sie ermöglicht echte und unkomplizierte Freundschaften mit Einheimischen. Auch müssen die Briefe verstanden werden, die regelmäßig ins neue Heim flattern und so einige negative Konsequenzen mit sich bringen können, wenn die Inhalte nicht korrekt verstanden werden. Selbst gut gemeinte Übersetzungen von Freunden führen irgendwann zu Missverständnissen.

Tipp: Fange so früh wie möglich an, die Sprache deines neuen Heimatlandes zu lernen. Falls du nicht die Zeit oder Möglichkeit hast, einen Sprachkurs in deiner Nähe zu besuchen, kannst du auf gute Online-Kurse zurückgreifen. Viele Online-Kurse bieten auch die Möglichkeit mit einheimischen Sprachlehrern über Skype zu sprechen.

Behördengänge

Besonders am Anfang sind Behördengänge und das Ausfüllen diverser Formulare unerlässlich. Zusätzlich müssen Bankkonten eröffnet werden und diverse Verträge unterschrieben werden. Auch das Kleingeschriebene bedarf besonderer Beachtung, damit keine Missverständnisse und eventuell böse Überraschungen folgen.

Tipp: Solltest du die Sprache in deiner neuen Heimat nicht hervorragend beherrschen, lege alle Verträge und behördlichen Papiere am besten einem zugelassenen Übersetzer vor. Du schützt dich damit vor vielen Unklarheiten und eventuellem Betrug. Partner oder Freunde sind als Übersetzer nicht zu empfehlen, da der Teufel trotz guter Absichten, oft im Detail steckt.

Fehlende Sozialkontakte

Neue Freunde zu finden, ist in einem neuen Land nicht immer so einfach, wie es scheint. Besonders, wenn die Sprachkenntnisse für lockere Gespräche nicht ausreichen. Da kann das Heimweh doch manchmal auftauchen.

Tipp: Schmeiße dich unter die Leute, – nicht nur am Arbeitsplatz oder innerhalb des Freundeskreises deines Partners. Mache auch eigene Freunde. In sportlichen oder kreativen Vereinen lassen sich meist schnell Kontakte knüpfen.

Berufliche Anerkennung und Weiterbildung

Um sich vor eventuellen Strafen oder einer Langzeit-Arbeitslosigkeit zu schützen, sollte abgeklärt werden, ob die abgeschlossene Ausbildung in der Wahlheimat überhaupt anerkannt ist. Dies gilt besonders für Gesundheitsberufe aber auch bei selbständigem Erwerb. Manche Berufe, die in Deutschland anerkannt sind, – beispielsweise Heilpraktiker, sind in manchen Ländern sogar verboten. Andere wiederum bedürfen einer Sondergenehmigung.

Tipp: Prüfe deine beruflichen Chancen gründlich und achte auf Weiterbildungsmöglichkeiten, die dir vor Ort zur Verfügung stehen. Mittlerweile gibt es auch gute Fernstudiengänge, wie beispielsweise bei der Open University in England oder Fernuni Hagen in Deutschland. Besonders aber solltest du mit der Qualität und Anerkennung der Schulen sowie Ausbildungsmöglichkeiten auseinandersetzen, wenn Kinder mit in die neue Heimat reisen. Eine oft gute aber auch teure Alternative ist die International School, die in vielen Ländern vertreten ist.

Wenn die Auswanderung zu scheitern droht: 5 Lösungen

Das Wesentliche bei einer Auswanderung ist eine gute Vorbereitung, aber selbst mit der durchdachtesten Planung können unvorhersehbare Ereignisse plötzlich alles in Frage stellen. Die Entscheidung in die Heimat zurückzugehen ist nie einfach, dennoch sollte man eine Exit-Strategie für seine Auswanderung bereit haben. Bevor man jedoch die Flinte ins Korn wirft, sollte man Lösungen für die eigentlichen Probleme anstreben.

Hier sind die fünf häufigsten Auswanderer-Probleme und deren Lösungen:

Probleme mit der Jobsuche beim Auswandern

Wer gut im neuen Land angekommen ist, jedoch kein Glück bei der Jobsuche hat, der wird schnell frustriert. Überall heißt es, dass Auslandserfahrung Gold wert sein soll für den CV, allerdings kommt es hierbei auf die richtige Arbeit drauf an und wer prahlt schon mit einem Aushilfsjob, um sich über Wasser halten zu können. Wer allerdings nicht gleich zu Anfang seinen Traumjob findet, sollte sich nicht entmutigen.

Bei vielen Auswanderern liegt die letzte Bewerbung Jahre zurück und im Ausland drehen sich die Uhren nun mal anders. Sich stur auf unzählige Stellenanzeigen zu bewerben führt nur selten zum schnellen Erfolg. Weite deshalb deine Suche aufs Networking und Initiativbewerbungen aus. Wer sich nur auf Stellenanzeigen bei großen Unternehmen bewirbt, riskiert, dass seine Bewerbungen komplett untergeht und dass viele Bewerbungen erst gar nicht gelesen werden. Wer zudem das Gefühl hat, seine Karriere im Ausland zurückgeschraubt zu haben, der sollte über eine mögliche Selbstständigkeit im Ausland nachdenken.

Kein Geld mehr

Einen Notgroschen sollte man immer angespart haben, aber wenn sich das Geld langsam dem Ende neigt oder unvorhersehbares passiert, kann Geldmangel die ganze Auswanderung in Frage stellen. Das Problem ist hierbei natürlich auch, dass man im Heimatland mit derselben Situation kämpfen müsste, wenn man zurückgeht. Um Geldnot zu entgehen, sollte man einfachere Jobs annehmen, um über die Runden zu kommen. Denn ohne Geld kannst du dich sowieso nicht auf die Jobsuche nach einem passenden Job machen. Bei Zeitarbeitsfirmen findet man in der Regel sehr schnell einen Temp-Job, welcher in Zukunft vielleicht auch zu einer Festanstellung werden könnte. Auch die Arbeit als Freelancer sollte in Betracht gezogen werden. Verschiedene Portale wie Upwork bieten eine Plattform für Arbeitgeber, die Freelancer für einzelne Jobs suchen.

Trennung vom Partner

Wer zusammen mit dem Partner ins neue Land gezogen ist oder sogar aufgrund seines Partners den Weg ins Ausland gewagt hat, den trifft eine Trennung besonders hart. Mit der Trennung bricht manchmal ein ganzes Netzwerk an Kontakten zusammen, da viele Leute keine Seite im Trennungskonflikt einnehmen möchten. Trennung sind immer schwer, allerdings muss man bedenken, dass man die Zeit der Trauer nicht umgehen kann, wenn man wieder zurück in die Heimat zieht. Es steht Ihnen also so oder so ein Neuanfang bevor. Wer sich bereits eingelebt hat, eine Arbeit und neue Freunde gefunden hat, der kann natürlich im Land bleiben, auch wenn vielleicht der ursprüngliche Grund, warum man ausgewandert ist, nicht mehr passt.

Sich nicht Einleben können

Während den Urlauben oder der Orientierungsreise hat man sich blendend mit den Einheimischen verstanden, doch seit man im Traumland selbst wohnt, fallen einem plötzlich vermehrt die negativen Eigenschaften der Kultur auf und man hat das Gefühl sich nicht richtig Einleben zu können. Zum einen hat dies etwas mit dem Kulturschock zu tun, welcher einige Phasen durchläuft und zum anderen damit, dass die Routine eingesetzt hat und nichts mehr so aufregend wie zu Anfang ist. Schnell bekommt man daher das Gefühl fehl am Platz zu sein. Zu wissen, dass es mehrere Phasen des Kulturschocks gibt, kann schon enorm dabei helfen sich nicht zu stressen, wenn man sich am Anfang eher als der Außenseiter fühlt.

Schlechtere Lebensqualität

Viele Auswanderer wandern aus, weil sie einen einfacheren Lebensstil suchen oder weil sie denken, dass niedrigere Lebenshaltungskosten in einem günstigeren Land dazu führen, dass sie sich mehr leisten können. Vieles das im eigenen Land für selbstverständlich genommen wurde, wird in diesem Fall zum Problem. In diesem Fall muss man umdenken und sich selbst fragen, was einen genau am neuen Land und dessen Lebensqualität stört. Wasserqualität kann mit einem guten Filter um einiges gebessert werden.

Was erfolgreiche Auswanderer anders machen

Viele Leute erfüllen sich den Traum vom Auswandern. Sie wagen den Schritt alles hinter sich zu lassen und von ganz vorne anzufangen. Jedoch bleibt nicht jeder Auswanderer für immer in seinem Traumland. Viele sind schnell entrüstet vom neuen, unbekannten Land und es zieht sie zurück in die Heimat. Um wirklich erfolgreich auszuwandern, braucht man mehr als nur Mut. Um nicht zu den Rückwanderern zu gehören, sollte man wissen, was erfolgreiche Auswanderer anders machen:

Sich über die Ziele im Klaren

Wer auswandern möchte, sollte sich erst einmal über die Gründe im Klaren sein. Arbeitslosigkeit im eigenen Land, Unzufriedenheit mit der heimischen Bürokratie und Politik sowie besseres Wetter sind nur einige von vielen Gründen, warum Menschen auswandern möchten. In den meisten Fällen ist es ein Zusammenspiel aus unterschiedlichen Gründen, die jemanden dazu bewegen, seinem Land den Rücken zu kehren. Seien Sie sich vorher im Klaren, ob Sie nur auf Zeit oder für immer auswandern möchten. Stellen Sie sich die Frage, ob Ihre Motive für die Auswanderung auch noch in den nächsten fünf oder zehn Jahren dieselben sein werden wie heute.

Die richtige Planung und Vorbereitung

Die Sprachen und eine neue Qualifikation kann man auch direkt im neuen Land lernen, eine gute Planung kann man allerdings nicht nachholen. Die meisten Rückwanderer scheitern an der falschen Vorbereitung und an den falschen Erwartungen, die es nicht geben würde, wenn man sich vorher richtig vorbereitet hätte. Bevor du also die Koffer packst, solltest du mindestens ein Jahr für die Planung und Vorbereitung deiner Auswanderung investieren.

Ruhe bewahren, auch wenn nicht alles gleich klappt

Nur bei den wenigsten verlaufen die Auswanderung und die Eingewöhnungsphase einwandfrei. Sollten die Dinge einfach mal nicht nach Plan laufen, heißt das nicht, dass du versagt hast. Erfolgreiche Auswanderer wissen, dass man mit Rückschlägen kämpfen muss, wenn man etwas Neues wagt.

Einen finanziellen Puffer ansparen bevor man auswandert

Ja, es gibt sie die Geschichten von den Auswanderern, die gleich in den ersten zwei Wochen im Traumland den Traumjob gefunden haben. Eine positive Einstellung kann nur von Vorteil sein, wenn du im Ausland einen Job suchst. Jedoch solltest du unbedingt auch für ein mögliches Worst-Case-Szenario planen. Dies beinhaltet ein ausreichenden finanziellen Puffer für den Fall, dass du in den ersten sechs Monaten keinen geeigneten Job findest. Außerdem bist du für unerwartete Ausgaben gewappnet.

Sich an seine Wurzeln erinnern

Auswandern bedeutet nicht, dass man allen Kontakt zu seiner Heimat abbrechen muss. Wer der deutschen Sprache und Kultur verbunden bleibt, hat weniger Heimweh und kann sich daher einfacher an etwas Neues gewöhnen.

Den Ort, in den man auswandern möchte, gut kennen

Viele Auswanderer träumen vom Leben im Urlaubsparadies und haben meistens falsche Erwartungen, was sie eigentlich im Zielland erwartet. Selbst wenn du bereits Urlaub in deinem Traumland gemacht hast, unterscheidet sich diese Erfahrung erheblich vom eigentlichen Leben dort. Eine Orientierungsreise kann dir helfen, dein Auswanderungsziel besser kennenzulernen und gezielt Fragen beantworten, die du stellen musst, bevor du die Koffer packst.

Andere Deutsche ausfragen, die bereits diesen Schritt gewagt haben

Du kannst noch so viele Auswanderungsratgeber lesen wie du möchtest, niemand kann dir so hilfreiche und spezielle Tipps geben wie jemand, der bereits das durchgemacht hat, was du vorhast. Vernetze dich daher mit anderen Auswanderern, die ebenfalls in dasselbe Land wie du auswandern möchtest. Im Internet gibt es zahlreiche Foren zu den beliebtesten Auswanderungszielen, die von Deutschen im Ausland geführt werden. Persönlichen Kontakt zu Landsleuten, die bereits in deinem Traumland leben, kannst du mit Hilfe von Xing oder LinkedIn aufnehmen.

Ein soziales Netzwerk im Ausland aufbauen

Niemand ist gerne alleine. Auch wenn deine Familie mitgekommen ist oder du jetzt bei deinem Partner im Ausland lebst, jeder braucht ein soziales Netzwerk, um wirklich anzukommen. Im Ausland Freunde zu finden kann zunächst eine Herausforderung sein, wenn du damit beschäftigt bist dein neues Leben zu sortieren und einen geeigneten Job zu finden. Nutze daher gezielt Möglichkeiten, um zu netzwerken und vernachlässige diesen wichtigen Punkt nicht, auch wenn du in der Eingewöhnungsphase mit anderen Sachen beschäftigt bist.