Der Traum vom Auswandern: Für alle, die wollen, sich aber nicht trauen

Ein Großteil der Deutschen würde gerne auswandern. Dies hat eine Umfrage der Jobsuchmaschine Jobrapido im März 2016 gezeigt. Mehr als 1300 Nutzer wurden hierfür befragt. Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie gern einmal in einem anderen Land leben möchten. Warum aber erfüllen sich die Deutschen ihren Traum vom Auswandern und dem Leben im Ausland nicht? So viele scheinen diesen Traum doch zu hegen? Die folgenden Ängste gehören zu den häufigsten Barrieren, die Auswanderwillige von einem Neustart im Ausland abhalten.

Auslandskarriere zeigt, wie du diese Ängste überwinden und in kurzer Zeit in der Position des Auswanderers stehst.

Für alle, die wollen, sich aber nicht trauen

Ich habe Angst, meine Familie und meine Freunde zurückzulassen, wenn ich auswander

Die Befürchtung, die Familie im Stich zu lassen oder sich auf die Dauer von den Freunden zu entfremden, ist laut besagter Jobrapido-Umfrage die größte Sorge der Auswander-Unentschlossenen. Zugegebenermaßen, auszuwandern ist ein großer Schritt, wenn du Angehörige hast, die deine Hilfe oder Aufmerksamkeit bedürfen. Mit ein wenig Organisationstalent lassen sich Lösungen finden, bei denen für diese Familienmitglieder gesorgt ist. Es können zum Beispiel Pflegedienste, andere Familienmitglieder oder Gruppen und Vereine eingespannt werden. Die emotionale Komponente, oft verbunden mit einem Gefühl der Schuld, bleibt jedoch und ist von Betroffenen oft nicht so einfach zu überwinden. Du musst in so einem Fall Deutschland ja vielleicht nicht für immer den Rücken kehren. Setze dir doch einen Zeitrahmen von wenigen Jahren oder sogar nur Monaten für deinen Auslandsaufenthalt.

Sollte deine Familie gesund und wohlauf sein, so steht dem auswandern und deinem Leben im Ausland jedoch wirklich nichts im Wege. Moderne (und kostenlose!) Kommunikationswege, wie zum Beispiel WhatsApp oder Skype ermöglichen es, mit den Zuhausegebliebenen in regelmäßigem Kontakt zu bleiben und einander sogar per Video zu sehen. Deine Freunde und Familie werden dir eventuell sogar dankbar dafür sein, nun einen triftigen Grund dafür zu haben, selbst in das von dir gewählte Land zu reisen, um dich zu besuchen. Ohne entsprechenden Anlass würde manches Auswanderer-Familienmitglied möglicherweise nie das Abenteuer einer Reise in dein Traumland genossen haben. Und die Geschichten, die du von deinem neuen Leben im Ausland erzählst, die werden -glaube uns- stets für aufregenden Gesprächsstoff bei sämtlichen Bekannten und Verwandten sorgen. Insofern kann deine Auswanderung die Beziehung zu Familie und Freunden sogar beleben.

Ich kann mir das Auswandern nicht leisten

Der Traum Auswandern und vom Leben im Ausland scheint vielen sehr kostspielig. Flüge müssen bezahlt werden, eine vorübergehende Wohnung gemietet, die Besitztümer eingelagert oder an den neuen Lebensort verschifft werden. Wenn du planvoll vorgehst, wird dich ein Umzug in ein neues Land jedoch nicht viel mehr kosten als ein Umzug in eine neue Stadt. Allerdings ist es dringend zu empfehlen sich etwas Startkapital anzusparen, um unvorhergesehenem entgegenwirken zu können.

Kümmere dich vorab um einen Job in deinem Wunschland, so dass du von Anfang an ein Einkommen hast. Auslandskarriere.de hält viele Tipps für dich bereit, wie du im Ausland einen Job finden kannst . Von deinem Gehalt zahlst du eine vorübergehende Unterkunft (beispielsweise über AirBnb) und suchst vor Ort in Ruhe eine Bleibe, die du dir leisten kannst. Selbst wenn du dich in deinem Traumland eigentlich gern selbständig machen würdest, hilft ein geregelter Job dabei, erstmal Fuß zu fassen und sich mit behördlichen Voraussetzungen vertraut zu machen. Solltest du zu den Menschen gehören, die sich leicht von etwas trennen können, verkaufe in Deutschland einen Teil deiner Besitztümer. So finanzierst du dir einen Flug oder eine Überfahrt. Kosten für die Auswanderung belaufen sich so auf Null. Beachten dabei, dass in manchen Ländern Visumsregelungen gelten, die einen Rückflug erfordern. Diesen musst du gegebenenfalls mitbezahlen, obwohl du nicht vorhast, auf absehbare Zeit heimzufliegen. 

Ich finde keinen so guten Job wie meinen jetzigen

Was ist dir wichtiger: Einen Job zu haben, in dem du viel Geld verdienst, aber unglücklich bist und täglich von einer Auswanderung träumst? Oder das Abenteuer der Auswanderung tatsächlich zu wagen und sich (selbst, wenn es schief geht) nicht vorhalten zu müssen, du hättest es nicht versucht? Es ist verständlich, dass man einen Job mit rosigen Karriereaussichten und attraktiver Vergütung nicht so schnell und einfach kündigt.

Schließlich hast du jahrelang darauf hingearbeitet, dort zu landen, wo du nun bist. Doch bedeutet Ihnen dies mehr, als Ihren Traum zu leben? Oft trägt Auslandserfahrung sogar zu noch besseren Jobchancen auf dem Arbeitsmarkt bei. Es sieht in jedem Lebenslauf gut aus, wenn Sie einige Zeit in einem anderen Land gelebt und gearbeitet haben, denn es zeigt, dass sie flexibel sind, sich neuen Gegebenheiten anpassen können und mit unterschiedlichen Kulturen kommunizieren können. Dies alles sind Fähigkeiten, die Firmen wertschätzen und oft auch entsprechend vergüten. In Ihrem Wunschland werden Sie zudem internationale Kontakte knüpfen (schließen Sie sich einer Expat-Gruppe an), die Ihnen ungeahnte Job-Möglichkeiten eröffnen können. Die Englische Karrieremanufaktur hat es sich zur Aufgabe gemacht, Bewerbungsunterlagen auf Englisch anzufertigen und kann auch Ihnen dabei helfen einen Job im Ausland zu finden.

Wenn es im Ausland schief geht, muss ich in Deutschland wieder von vorn anfangen

Das ist richtig! Doch Sie haben ja nun Übung in Sachen Neuanfang. Wer bereits einmal ganz von vorne anfangen musste, weiß, dass es nicht so schwer ist, wie man denkt. Wer einmal alles losgelassen hat, der weiß, dass man Dinge, von denen man sich ehemals schwer trennen konnte, plötzlich gar nicht vermisst, wenn sie nicht mehr vorhanden sind. Und schon Hermann Hesse wusste zu vermerken, dass jedem Anfang ein Zauber innewohnt, der uns vor Stillstand bewahrt. Nehmen wir an, Ihr Auslandsaufenthalt verläuft nicht so, wie Sie es sich vorgestellt haben, und Sie kommen nun zurück nach Deutschland. Natürlich würde es Zeit und Energie kosten, eine neue Wohnung, einen neuen Job und neue Möbel zu besorgen. Doch ein Zurückkommen gibt Ihnen auch die Chance, sich im gewohnten Umfeld neu zu erfinden. Sie wollten schon immer in einer anderen Stadt, einem anderen Stadtteil oder auf dem Land wohnen? Dann nehmen Sie dies nun in Angriff und machen es zu Ihrem neuen Ziel als Rückkehrer.

Ich fürchte, meine Wohnung aufzugeben und mich von meinen Sachen zu trennen

Wenn Sie sich partout nicht von Ihrer Wohnung, Ihren Möbeln und Besitztümern trennen können, so sollte auch das kein Hinderungsgrund sein, einige Zeit im Ausland zu leben. Finden Sie heraus, ob Sie Ihre Wohnung untervermieten und Ihre Möbel und Wertgegenstände irgendwo kostengünstig einlagern können. Möglicherweise haben Verwandte und Bekannte Stellplätze, Garagen oder Lagerräume, die Sie nutzen dürfen.

Wenn es Ihnen dann im Ausland so gut gefällt, dass Sie den Rest Ihres Lebens dort verbringen möchten, lösen Sie alles auf. Entscheiden Sie sich, nach einiger Zeit zurück nach Deutschland zu kommen, landen Sie weich.

Ich spreche die Sprache nicht gut genug, um auszuwandern

Glauben Sie, der Besitzer Ihres Lieblings-Italieners um die Ecke konnte fließend Deutsch, als er sein Land verließ? Und trotzdem hat er es geschafft, sich in einem neuen Land eine Existenz aufzubauen. Zudem sollten Sie wissen, dass man die Sprache am besten im Land selbst lernt. Wer dennoch besorgt ist, sollte die Sprache bereits jetzt anfangen zu lernen oder perfektionieren.

Worst-Case Scenario Vorbereitung: Augen zu und durch

Fragen Sie sich, was im schlimmsten Fall passieren kann, wenn Sie den Schritt einer Auswanderung tatsächlich in die Tat umsetzen. Was wäre wenn Sie zeitweise weniger verdienen? Könnten Sie damit leben festzustellen, dass sich Ihr Traumland als doch nicht so traumhaft entpuppt? Wäre es in Ordnung, wenn Sie nach einer gescheiterten Auswanderung wieder in Deutschland von vorn anfangen müssen? Wenn Ihre Antwort „ja“ lautet, dann nehmen Sie Ihren Auslandsaufenthalt in Angriff. Denn nichts ist schlimmer, als sich sein Leben lang zu fragen, wie es wohl wäre, wenn man sich getraut hätte.

Mut gefasst? Dann legen Sie los mit der Planung Ihres Lebens im Ausland!

Alleine Auswandern: Wie man den Schritt ins Traumland alleine antritt

Der große Schritt, im Ausland neu Fuß zu fassen, kann verschiedenste Formen annehmen. Zum einen werden Auswanderungen gemeinsam geplant, beispielsweise mit der Familie, dem Partner oder Freunden, und zum anderen entscheiden sich Menschen häufig auch ganz alleine in ein neues Leben aufzubrechen. Die Sehnsucht nach einem Neuanfang im Land der Träume ist bei vielen zunehmend größer als die Sicherheit und Gewohnheit im Alltag zu Hause. Heutzutage ist es nicht ungewöhnlich, allein die Koffer zu packen und sich in das Abenteuer Auswanderung zu stürzen. Jeder, der diesen Schritt plant, sollte folgende Anregungen vor und bei der Auswanderung in Betracht ziehen.

Pro und Contra

Diese Entscheidung hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Wandert man in Begleitung aus, so hat man ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit aus der Heimat, jemanden, mit dem man seine Gedanken, Eindrücke und Gefühle teilen kann, und jemanden, der einem hilft, das Ziel vor Augen zu behalten und einem den Rücken stärkt sowie bei schwierigeren Situationen zur Seite steht. Reist man allerdings alleine, so braucht man auf niemanden Rücksicht zu nehmen und kann spontan das machen, wonach einem gerade ist. Außerdem knüpft man in der Regel schneller Kontakte, sobald man im Zielland angekommen ist und beginnt sich im Traumland einzuleben. Auch die Sprachkenntnisse verbessern oder perfektionieren sich schneller, wenn man im Ausland auf sich alleine gestellt ist. Ohne den ständigen Sprachwechsel, dem man ja ausgesetzt ist, wenn man mit einem Partner oder sogar der ganzen Familie auswandert, fällt es einem leichter, sich ganz auf die Sprache zu konzentrieren und so kann man auch seinen Akzent loswerden.

Vor der Auswanderung

Sobald der Entschluss gefasst wurde, die geplante Auswanderung allein in Angriff zu nehmen, gibt es eine Reihe von Dingen, die vor der Abreise geplant und beachtet werden sollten. Wenn das Reiseziel ins Auge gefasst wurde, sollte man sich erkundigen, ob für die Einreise ein Visum vonnöten ist und wie dieses bei Bedarf erteilt wird. Auch eine geeignete Auslandskrankenversicherung sollte abgeschlossen werden, sofern sich der potenzielle Arbeitgeber nicht darum kümmert. Idealerweise hat man sich bereits im Vorfeld um eine Arbeitsstelle bemüht und die damit verbunden Angelegenheiten wie Arbeitserlaubnis und Ansprechpartner vor Ort sind bereits geklärt.

Auch eine Unterkunft kann über Immobilienagenturen, Kontakte vor Ort oder soziale Medien bereits im Vorfeld arrangiert werden. Je nachdem, ob es sich um einen männlichen oder um einen weiblichen Auswanderer handelt, sollte bestmöglich dafür gesorgt werden, dass die Unterkunft sicher ist. Allein auswandernde Frauen möchten beispielsweise meist nicht im Erdgeschoss untergebracht werden und bevorzugen Unterkünfte in nicht zu abgelegenen Gebieten mit guter Infrastruktur. Natürlich sollte es sauber und ordentlich sein, damit man sich auch im zweiten Zuhause wohlfühlt. Zuvor sollte auch in Erfahrung gebracht werden, welche Kultur das Zielland hat und welche Verhaltensregeln dort üblich sind, um Fettnäpfchen zu vermeiden.

Nach abgeschlossener Planung kann es losgehen

Sobald die Planung erfolgreich abgeschlossen ist, kann das Ticket erworben werden und der Auswanderung steht nichts mehr im Weg. Ist die Auswanderung bereits mit einer Arbeitsstelle verknüpft, so kann man darum bitten, sich vom Flughafen abholen zu lassen, um dann direkt zur Unterkunft oder zur Arbeitsstelle gefahren zu werden. Ansonsten sollte man sich überlegen, ob man vor der Abreise einen Transfer arrangiert oder spontan eines der Taxis am Flughafen nutzt.

Neue Kontakte knüpfen

Es ist immer von Vorteil, bereits zuvor Kontakte im Traumland geknüpft zu haben, die dann die Einwanderung und die ersten Tage in der Fremde erleichtern. Kontakte kann man vorab zum Beispiel mit Hilfe von Auswanderer-Foren, aber auch mit LinkedIn und Xing knüpfen. Aber auch ohne vorherige Kontaktpersonen ist es möglich schnell Anschluss zu finden, wenn man bereit ist, ein wenig zu netzwerken. Dies setzt voraus, dass die Person generell ein offenes Gemüt hat und sich nicht davor scheut, aktiv auf fremde Menschen zuzugehen, selbst wenn Sprachbarrieren vorhanden sind. Ein Lächeln ist schließlich international bekannt und bedarf keiner großen Worte. Doch auch dabei sollten wieder die im Land bekannten und gelebten Verhaltensregeln in Betracht gezogen werden, damit Gesten von Alleinreisenden nicht falsch gedeutet werden.

Durch einen neuen Job lernt man schnell viele neue Menschen kennen. Mit den Leuten und Kollegen, mit denen man sich gut versteht, entstehen meist sehr schnell soziale Kontakte und Freundschaften, mit denen auch Freizeitaktivitäten geplant werden. Während dies zunächst toll für einen neuen Start ist, ist es aber auch vielfach so, dass die Gespräche in der Freizeit oft auf die Arbeit zurückfallen, und dies kann auf Dauer sehr eintönig werden. Daher empfiehlt es sich, auch anderweitige Kontakte zu knüpfen, beispielsweise durch im Land angebotene Aktivitäten, Sportkurse, Charity-Organisationen und soziale Netzwerke.

Mit Kontaktpersonen wie Familie, Freunden oder Bekannten sollte regelmäßiger Kontakt eingeplant werden, damit diese stets informiert sind, dass es einem gut geht und sie sich somit keine Sorgen machen müssen. Auch für den Fall eines Unfalls sollte dafür gesorgt werden, dass nahestehende Personen umgehend informiert werden. Auch wenn man alleine oftmals schneller Kontakte im Ausland knüpfen kann, sollte man den Kontakt zu seiner Kultur und Heimat wahren und aufrechterhalten.

Wenn all diese Punkte bei der Auswanderung allein beachtet werden, so steht einem gelungenen Start im Traumland nichts mehr im Wege. Und wer weiß, eine Auswanderung kann allein beginnen und eventuell zu zweit fortgeführt werden.

Auswandern mit Kindern: Auswanderung mit der ganzen Familie oder Alleinerziehend

Eine Auswanderung zu planen ist zweifelsfrei eine stressvolle Angelegenheit. Wenn man aber nicht alleine auswandern und seine Kinder und seinen Partner mitnehmen möchte, dann wird die Sache mit der Auswanderung nochmals komplizierter.

Alter entscheidend über Eingewöhnungsphase im neuen Land

Das Alter des Kindes entscheidet maßgebend, wie gut das Kind oder die Kinder sich im Zielland eingewöhnen. Babys und Kleinkinder haben die besten Chancen sich langfristig an einen neuen Ort und an ein neues Land zu gewöhnen. Kleinere Kinder erlernen die Sprache des neuen Landes wie von selbst. Schulkinder und Teenager, die die Landesprache des Auswanderungsziels nicht sprechen tun sich am Anfang der Auswanderung sehr schwer. Wenn das Kind neu in einer Klasse und in einer fremden Umgebung ist, dann sind Tränen fast vorprogrammiert. Zu bedenken ist außerdem, dass durch mangelnde Sprachkenntnisse die Schulleistung ebenfalls leiden kann und dies kann dazu führen, dass das Kind eine Schulklasse runtergestuft wird. Teenager tun sich am schwierigsten bei einer Auswanderung. Ihnen fällt es schwer ihre Freunde und ihre gewohnte Umgebung für ein neues und unbekanntes Land zu verlassen.

Kann ich meinem Kind das überhaupt antun?

Viele Eltern treffen die Entscheidung mit der ganzen Familie auszuwandern ohne Ihre Kinder zu fragen. „Was soll ein Kleinkind schon dazu sagen, immerhin ist die Auswanderung ja auch geplant, um dem Kind eine bessere Lebensqualität zu bieten“ wird dann argumentiert. Selbst wenn die Auswanderung ohne Probleme verläuft, bedeutet sie Stress für die Kinder.

Zudem hinterlässt man die Großeltern der Kinder in der Heimat. Dies kann schmerzhaft für Oma und Opa sowie die Kinder selbst sein. Durch die Großeltern fällt auch eine Stütze weg, die vorher wie selbstverständlich hingenommen wurde. Besprechen Sie deshalb unbedingt mit Ihren eigenen Eltern was diese zu der geplanten Auswanderung denken.

Fragen Sie sich ernsthaft: Was hat mein Kind von der Auswanderung? Ein besseres Klima, bessere Chancen in der Zukunft beruflich voranzukommen oder eine bessere Lebensqualität?

Ein neues Land bedeutet natürlich auch eine andere Kultur. Wer seinen Kindern bei sich zuhause Werte aus der alten Heimat beibringt und das Kind andere Werte in der Schule vermittelt bekommt, kann dies das Kind verwirren. Das Kind bekommt dann mit, dass es anders als die anderen Kinder ist und kann sich unter Umständen als Außenseiter fühlen.

Eine Exit-Strategie muss auch für die Kinder geplant werden

Niemand sollte eine Auswanderung planen ohne sich eine mögliche Exit-Strategie zu überlegen. Diese muss Ihre Optionen klären, falls die Auswanderung nicht klappt oder sie es sich einfach anders überlegt haben. Die Exit-Strategie muss Ihre berufliche Zukunft, Ihre finanziellen Mittel, den Wohnort und natürlich auch die Schulfrage der Kinder bei einer möglichen Rückwanderung beinhalten. Die wichtigste Frage hierbei ist natürlich, ob die im Ausland erbrachten Schulleistungen auch wieder in Deutschland anerkannt werden.

Alleinerziehend mit Kind auswandern

Wer als Alleinerziehende mit Kind auswandern möchte, der hat es sicherlich nicht einfach. Als allererstes muss die Frage um das Sorgerecht geklärt werden. Der Vater des Kindes spielt in der Erziehung Ihres Kindes eine erhebliche Rolle, auch wenn der Vater das Kind womöglich nur selten sieht. Ohne die Einverständniserklärung des Kindsvaters darf man deshalb nicht auswandern. Wer keine Einverständniserklärung einholt kann Probleme wegen Kindesentführung bekommen. Wer gar keinen Kontakt zu dem Kindsvater hat, sollte diesen dennoch dazu unterrichten, dass man eine Auswanderung mit dem gemeinsamen Kind plant. Wer alleine mit Kind auswandern möchte, muss sich bewusstmachen, dass man nicht nur den Kindsvater, sondern auch alle anderen Familienangehörigen in der Heimat hinterlässt.

Wann lohnt sich eine Auswanderung für ein Kind?

Kinder mit Krankheiten wie Asthma oder Hautkrankheiten können von einem Leben in einem angenehmeren Klima oder am Meer sehr profitieren. Länder mit einer ähnlichen Kultur und Werten sind einfacher zum Eingewöhnen als Länder mit einer komplett anderen Kultur.

Teenager, die mit dem deutschen Schulsystem nicht zurechtkommen, haben in Ländern wie den USA womöglich bessere Chancen einen High School Abschluss zu machen, als das deutsche Abitur zu bestehen. Ein High School Abschluss berechtig zudem in Deutschland zu studieren, obwohl dieses in den meisten Fällen einfacher ist als das deutsche Abitur.

Wie plant man am besten eine Auswanderung mit Kind?

Eine Orientierungsreise ist bei einer Auswanderung mit Kind oder der ganzen Familie unumgänglich. Hierbei sollte es sich nicht um einen Urlaub handeln, sondern das echte Leben im Land so gut wie möglich simulieren. Nehmen Sie sich am besten ein AirBnb und proben Sie den Alltag im neuen Land, zum Beispiel nur im Supermarkt einkaufen und öffentliche Verkehrsmittel nehmen. Zudem sollten Sie die neue Stadt erkunden und schauen, welche Arbeitsmöglichkeiten es für Sie und welche Schul-und Bildungsmöglichkeiten es dort für Ihre Kinder gibt. Ignorieren Sie Ihre Wurzeln nicht und planen Sie vorab, wie oft Sie Ihre Heimat und Ihre Familie dort besuchen können. Eine Auswanderung auf Zeit ist nervlich nicht so aufreibend wie eine Auswanderung, die ohne Rückkehr geplant wird. Es kann sich deshalb lohnen nicht alle Brücken in die Heimat abzubrennen und das Eigenheim nicht gleich zu verkaufen, sondern für ein Jahr zu vermieten und dann erst zu entscheiden, ob man langfristig im neuen Land leben möchte oder nicht.

Auswanderung planen: 10 Fragen, die man sich stellen sollte, bevor man auswandert

Bevor man seine Koffer packt und alles liegen lässt, sollte man sich über die Beweggründe und Ziele im Klaren sein, um seine Auswanderung richtig zu planen. Auswanderer-TV-Shows zeigen allzu gerne gescheiterte Auswanderer, die es im Ausland nicht geschafft haben und zurück nach Deutschland gehen. Oftmals sind Sprachbarrieren, keine ausreichenden Informationen über das Zielland, falsche Erwartungen, sowie fehlende finanzielle Rücklagen für die ersten Monate und für unvorhersehbare Notlagen Gründe für eine Rückwanderung in die Heimat. Auswandern ist mit viel Papierkram, Zeit und Geld verbunden.

Im nachfolgenden Text sind zehn Fragen aufgelistet, die man sich selbst stellen sollte, bevor es ans Koffer packen geht.

1. Was sind Ihre Beweggründe fürs Auswandern?

Diese Frage wird von den meisten entweder sehr oberflächlich oder sehr komplex beantwortet. Leute, die zum Beispiel wegen der Liebe oder aufgrund eines Jobangebots auswandern möchten, haben meistens keine anderen Gründe. Bei Leuten, die absolut keine Perspektive mehr in ihrem Heimatland sehen, häufen sich die Beweggründe zum Auswandern. Um sich über seine Motive im Klaren zu sein, sollte man sich zudem fragen, ob die Antworten auch noch in den nächsten fünf bis zehn Jahren aktuell sein werden.

2. Haben Sie finanzielle Rücklagen für den Anfang und für Notfälle?

Diese Frage ist ganz besonders wichtig für diejenigen, die ohne Jobangebot in die Ferne ziehen. Sie sollten genügend Geld für die ersten paar Monate zur Verfügung haben sowie Erspartes für Notfälle. Um finanziell abgesichert zu sein, sollte man mit dem Schlimmsten rechnen. Ohne finanzielle Rücklagen werden Sie sich nicht auf Ihre Auswanderung konzentrieren können. Empfohlen wird deshalb das Startkapital und die Kosten für die ersten Monate zu berechnen. Falls Sie bereits ein Jobangebot haben, müssen Sie natürlich auch mit anfänglichen Kosten rechnen, bevor Sie Ihr erstes Gehalt erhalten. Planen Sie ebenfalls für den Notfall, falls der neue Job doch nicht alles hält, was er zunächst versprochen hat und Sie sich schnell einen neuen Job suchen müssen.

3. Verfügen Sie über ausreichende Sprachkenntnisse?

Auch wenn Sie über ausreichende Englischkenntnisse verfügen und in Ihrem zukünftigen Job die Arbeitssprache Englisch sein wird, sollten Sie unbedingt versuchen, die Grundkenntnisse der Landessprache zu lernen, falls Sie diese noch nicht können. Die Landessprache zu können wird alles vereinfachen und Ihnen auch bei der Integration im Land helfen. Planen Sie also genügend Zeit ein, um die Sprache zu lernen.

4. Was sagt Ihre Familie zu den Plänen?

Viele Expats nehmen ihre Familie gleich mit. Ein Auslandseinsatz über mehrere Jahre muss daher gründlich geplant werden. Wenn Ihr Partner mitkommt, muss geklärt werden, ob diese/r auch eine Arbeitsgenehmigung mit ihrem Visum erhält und ob es geeignete Arbeitsmöglichkeiten im Zielland gibt. Kleinen Kinder macht das Auswandern nicht so viel aus wie Teenagern, die viel eher an ihre Freunde und gewohnte Umgebung gebunden sind. Wenn Ihre Kinder mitkommen, muss geklärt werden, wo diese zur Schule gehen können. Im Ausland legt man viel mehr Wert auf Privatschulen, um den Kindern eine gute Schulausbildung zu bieten. Privatschulen können teuer sein und Sie sollten diese Ausgaben vorab in Ihrem Budget kalkulieren.

Auch wenn Sie noch keine eigene Familie haben, sollten Sie beim Auswandern an Ihre Familie Zuhause denken. Wenn Sie auswandern, muss Ihnen bewusst sein, dass Sie in Zukunft nur per Skype oder Telefon Kontakt haben werden und dass Besuche sich vielleicht auf nur einmal im Jahr reduzieren werden.

5. Haben Sie bereits ein Visum oder wissen Sie, für welches Sie sich qualifizieren?

Die Visumsfrage ist eine der wichtigsten Fragen, wenn es um die Organisation der Auswanderung geht. Ohne ein geeignetes Visum dürfen Sie oftmals gar nicht erst ins Land oder benötigen eine zusätzliche Erlaubnis, um arbeiten zu können. Für längerfristige Visa müssen Sie unbedingt genügend Zeit für die Bearbeitungsdauer einplanen.

6. Sind Sie gesund und krankenversichert?

Eine Auswanderung kann Sie an die Grenzen Ihrer Belastbarkeit stoßen lassen. Auch wenn Sie glauben, alles bis ins kleinste Detail geplant zu haben, kann immer noch etwas schiefgehen, was Sie zur Verzweiflung bringen kann. Seien Sie sich bewusst, dass eine Auswanderung anstrengend sein kann und dass die Uhren im Ausland anders ticken. Es ist zu empfehlen, sich gründlich untersuchen zu lassen, bevor es losgeht, denn im neuen Land müssen Sie erstmal Vertrauen zu einem neuen Arzt aufbauen. Falls Sie Medikamente nehmen, sollten Sie unbedingt prüfen, ob es diese auch in Ihrem Zielland gibt und wenn ja, wie Sie diese erhalten können. Eine Krankenversicherung ist für jede Stufe Ihrer Auswanderung angebracht, denn an Ihrer Gesundheit sollten Sie auf keinen Fall sparen. Bedenken Sie auch, dass Sie für einige Visas eine Gesundheitsuntersuchung machen und/oder eine Krankenversicherung vorzeigen müssen.

7. Wie stehen Ihre Job-Chancen im Zielland?

Auch wenn Sie sich für ein geeignetes Arbeitsvisum qualifizieren, ist dies noch keine Garantie, dass Sie Ihren Traumjob bereits nach ein paar Tagen bekommen. Recherchieren Sie den Jobmarkt in Ihrem Zielland und schauen Sie nach offenen Stellen, auf die Sie sich eventuell bewerben können. Vernetzen Sie sich auch mit anderen Auswanderern – im Internet gibt es zahlreiche Foren zum Thema Auswandern und vielleicht finden Sie jemanden über Xing oder LinkedIn, der bereits in Ihrem Traumland in derselben Branche wie Sie arbeitet. Schreiben Sie ein paar Leute an und fragen Sie diese nach Tipps. Auch wenn einige Leute nicht antworten, sollte Sie das nicht daran hindern, Kontakt zu anderen aufzunehmen.

8. Was geschieht mit Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus, Ihren Möbeln, Gegenständen und wo möchten Sie in Zukunft wohnen?

Wenn Sie bereits eine Wohnung oder ein Haus haben und vorhaben, für immer auszuwandern, müssen Sie sich überlegen, ob Sie verkaufen oder vielleicht vermieten möchten. Wenn Sie sich noch nicht zu 100 Prozent sicher sind, was Sie mit Ihrem Eigenheim machen möchten oder der Immobilienmarkt gerade nicht gut aussieht, sollten Sie nichts überstürzen, was Sie später vielleicht bereuen werden. Wer seine Wohnung oder sein Haus vermieten oder als Ferienwohnung über Airbnb anbieten möchte, benötigt natürlich eine Vertrauensperson, die ab und an nach dem Rechten schauen kann. Von alten Ikea-Möbeln können Sie sich getrost trennen. Diese können Sie in der neuen Heimat neu kaufen. Falls Sie dennoch an Ihren Möbeln hängen und diese in die neue Heimat mitnehmen möchten, sollten Sie sich vorher informieren, ob diese auch in Ihre neue Wohnung passen werden. Um eine Sache werden und sollten Sie nicht herumkommen: ausmisten – jeder von uns hat unnötige Kleidung, Magazine, Bücher usw. rumstehen, die man sowieso nicht mehr braucht. Solange Sie nicht den Überblick über Ihre Gegenstände haben, sind Sie nicht Herr der Dinge.

9. Sind Sie sich im Klaren darüber, was Sie zurücklassen und was Sie vermissen werden?

Natürlich werden Sie mit der neuen Erfahrung mehr gewinnen als verlieren. Allerdings sollten Sie sich bewusst sein, dass sich die anfängliche Neugierde und Begeisterung auch irgendwann mal abschwächt und Sie dann einen ganz neuen Alltag haben. Es sind oft die kleinen Dinge, die uns Freude machen und die Sie vermissen werden.

10. Haben Sie eine Exit-Strategie?

Jeder Businessplan sollte eine sogenannte Exit-Strategie haben, falls die Dinge nicht mehr so klappen, wie sie sollten. Als Auswanderer brauchen Sie ebenfalls eine Exit-Strategie. Auch wenn Sie ganz euphorisch in der Planung Ihrer Auswanderung stecken, sollten Sie nicht vergessen, auch für den Notfall zu planen. Eine Rückkehr muss nicht bedeuten, dass Sie im Ausland „versagt“ haben. Niemand wird Sie verurteilen, wenn Sie wieder zurück in Ihre Heimat kommen. Den Kontakt zu den Daheimgebliebenen sollten Sie nicht abbrechen und eine mögliche Rückwanderung niemals ausschließen.

Gefahren, Risiken und Probleme beim Auswandern

Eine Auswanderung wird oftmals zunächst mit Abenteuer, Spannung, Aufregung sowie einer neuen Chance assoziiert. Bei all den Dingen, die es bei einer Auswanderung zu bedenken gilt und den Vorbereitungen die zu treffen sind, denken die wenigsten Menschen an die potenziellen Gefahren, Risiken und Probleme, die eine Umsiedlung in die Ferne mit sich bringen kann. Dies ist jedoch keinesfalls ungewöhnlich, denn es liegt in der Natur des Menschen unangenehme Dinge unbewusst zu verdrängen und sich bevorzugt auf die positiven Aspekte eines Vorhabens zu konzentrieren. Man träumt von einer besseren Zukunft und einem sorgenfreien Leben, doch das Neuland kann auch schnell zum Alptraum werden.

Wahrscheinlich hat jeder von uns schon von gescheiterten Auswanderungen gehört. Wenn nicht im eigenen Bekanntenkreis, dann über die diversen Auswanderersendungen im TV, bei denen leider nicht alle Auswanderer ihr Glück fernab der Heimat finden konnten. Vorzeitig beendete Auswanderungen sind keine Seltenheit und um seine eigenen Auswanderungspläne bestmöglich erfolgreich umzusetzen, sollten gewisse Risiken und Gefahren vorab geprüft werden.

Wer sich also schon vor der Abreise mit den möglichen Problemen und Gefahren beschäftigt, die eine Emigration mit sich bringen kann, hat bessere Chancen diese Hürden souverän zu meistern. Wenn folgende Tipps in Betracht gezogen werden, lassen sich die Risiken bereits beträchtlich reduzieren. Dennoch gibt es niemals eine Garantie, dass die Auswanderung vollkommen ohne Gefahren und Risiken verläuft. Doch wer sich bereits im Vorfeld gut auf mögliche Schwierigkeiten vorbereitet und eingestellt hat, hat bessere Chancen bei der Bewältigung.

Vorsicht bei Betrug im Ausland

Betrüger lauern weltweit und nutzen die Unwissenheit der Leute aus, um schnell an Ihr Geld zu kommen. Bei einer Auswanderung gibt es diverse mögliche Wege, bei denen man mit Betrügern in Kontakt kommen kann. Wird der Betrug bemerkt, ist es oftmals schon zu spät. Ein gesundes Misstrauen gegenüber fremden Menschen und Agenturen ist daher unabdingbar. Werden für eine Auswanderung also Berater, Agenturen oder Anwälte konsultiert, sollten deren Referenzen vor der Inanspruchnahme der jeweiligen Leistung geprüft werden. Speziell wenn es um Vorhaben geht, die größere finanzielle Summen involvieren, ist Vorsicht geboten. Offizielle Ansprechpartner werden meist von den deutschen Botschaften empfohlen. Bei diesen Angaben kann man sich sicher sein, dass die Seriosität gegeben ist.

Betrüger sind oft einzigartige Schauspieler, wenn es um zwischenmenschliche Kompetenzen geht und daher wird man gerne dazu verleitet ihnen sein Vertrauen zu schenken. Begegnen Sie also fremden Menschen und Agenturen gegenüber immer mit einer gesunden Skepsis und treffen Sie keine übereilten Entscheidungen, z.B. beim Kauf einer Immobilie oder beim tätigen einer Investition.

Sprachliche Hürden

Risiken und Gefahren verbergen sich auch oft in banalen Dingen. Wer die Landessprache seiner neu gewählten Heimat nicht beherrscht, sollte niemals Dokumente unterschreiben, die in der Landessprache verfasst sind, ohne deren Inhalt genaustens zu kennen. Es sollte sich immer die Zeit genommen werden die Dokumente vor Unterzeichnung von einem unabhängigen und anerkannten Übersetzer oder der Person seines Vertrauens übersetzen und prüfen zu lassen. Auch vermeintlich banale Dokumente wie ein Mietvertrag sollten nicht blind in einer fremden Sprache unterschrieben werden, um anschließend böse Überraschungen zu vermeiden.

Unüberwindbare Differenzen

Wer zusammen mit einem Freund, dem Partner oder mit der kompletten Familie auswandert, sollte sich darüber im Klaren sein, dass sich die Erwartungen an die Auswanderung von Person zu Person stark unterscheiden können. Während eine Person vielleicht tatsächlich das gesuchte Glück in der neuen Heimat findet, kann der Expat-Partner große Schwierigkeiten mit dem neuen Umfeld haben und das Vorhaben in Frage stellen. Wünsche und Erwartungen können sich mit der Zeit ändern und daher sollte man vorab besprechen, was in diesem Fall zu tun ist. Nicht selten enden gemeinsame Auswanderungen in einer Trennung. Dies wird zu einem noch größeren Problem, wenn Kinder in die Auswanderung eingebunden sind. So unangenehm es auch sein mag diesem Thema vor der Abreise Beachtung zu schenken, sollte es auf jeden Fall als mögliches Szenario durchgespielt werden, um anschießende Konflikte und daraus resultierende Probleme mit einer Exit-Strategie zu vermeiden.

Rückkehr einplanen

Für den Worst Case einer gescheiterten Auswanderung sollten schon vor Aufbruch in die Ferne Vorbereitungen für eine mögliche Rückkehr in die Heimat getroffen werden. Es sollten also nicht direkt alle Brücken abgebrochen werden und ein Hintertürchen sollte stets offen stehen, damit die Auswanderung nicht zur Falle wird. Hierbei spielen eine Unterkunft sowie finanzielle Reserven eine wichtige Rolle, um die Zeit zu überbrücken, bis ein Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt möglich ist, um wieder auf eigenen Beinen stehen zu können. Auch der regelmäßige Kontakt zu Familie und Freunden ist wichtig, damit diese einem bei einer Rückkehr mit Rat und Tat zur Seite stehen können.

Die Zukunft im Blick behalten

Speziell junge Menschen zieht es nach dem Schulabschluss ins Ausland. Während die meisten von ihnen einen begrenzten Zeitraum für die Auswanderung festlegen, um neue Erfahrungen vor dem Studium oder der Ausbildung zu sammeln, gibt es auch diejenigen, die es für längere Zeit oder gar für immer in die Ferne zieht. Doch die Auswanderung erfolgt in diesem Fall oftmals viel zu früh, da somit weder eine abgeschlossene Berufsausbildung (und somit keine Berufserfahrung) sowie keine ausreichende Lebenserfahrung vorhanden ist. Daher sollte eine Auswanderung mit einem langfristigen Blick auf die eigene Zukunft geplant werden. Dieses Vorhaben rennt nicht weg und auch wenn es direkt nach der Schule verlockend erscheint der Heimat den Rücken zu kehren, so ist es empfehlenswert dies zunächst in Form eines Probelaufs für einen begrenzten Zeitraum, beispielsweise für ein Jahr, zu planen.

An das Alter und die Gesundheit denken

Die Berichte in den Medien häufen sich derzeit über die steigende Altersarmut in Deutschland. Viele Auswanderer vergessen leider bei ihrer Planung sich ausreichend mit der Gesundheitsvorsorge oder der Altersvorsorge zu befassen. Wer also im Rentenalter in seine Heimat zurückkehren möchte, sollte sich darüber bewusst sein, was es für die eigene Rente bedeutet, wenn mehrere Jahre lang nichts in die Rentenkasse einbezahlt wurde. Für längere Aufenthalte in einem fremden Land sind private Rentenvorkehrungen deshalb dringend empfehlenswert. Auch für eine umfassende gesundheitliche Vorsorge sollte gesorgt werden, um eine angemessene medizinische Versorgung im Ausland zu gewährleisten. Ist keine Krankenversicherung vorhanden und es wird ein größerer medizinischer Eingriff nötig, kann das schnell zu einer unüberwindbaren finanziellen Hürde werden.


Die zuvor genannten Punkte sollen dem freudigen Vorhaben einer Auswanderung keinesfalls einen Dämpfer verpassen und die Freude schmälern. Diese Hinweise dienen dem eigenen Schutz, um einen unüberlegten und spontanen Ausstieg vorzubeugen, der dadurch vermehrte Risiken, Probleme und Gefahren mit sich bringen könnte. Wer die aufgezählten Punkte in Betracht zieht und sich vorab einhergehend damit beschäftigt, hat beste Chancen auf eine erfolgreiche und glückliche Auswanderung ohne Ängste und Sorgen.

Fallen beim Auswandern: Vorsicht vor Betrügern im Ausland

Das Eheleute Katharina und Tom wollten zusammen nach Tunesien auswandern. Die Sonne, die niedrigen Lebenshaltungskosten und der Strand lockten sie aus dem kalten Deutschland heraus. Beide arbeiteten freiberuflich von Zuhause aus und dies bedeutet, dass sie eigentlich von überall aus der Welt arbeiten können. Warum also nicht da leben und arbeiten, wo andere Leute ihren Urlaub verbringen? Die erste Wahl fiel deshalb auf Spanien, allerdings schreckten sie von den hohen Preisen in den beliebten Urlaubsgebieten zurück.

„Warum eigentlich nicht Tunesien?“ dachte sich Tom. Beide waren dort bereits drei Mal im Urlaub, sie kannten sich also dort viel besser aus als in Spanien und niemals haben sie sich dort unsicher gefühlt. Voller Vorfreude machten sie sich an die Organisation der Auswanderung. Vor Ort mussten sie sich nur eine Wohnung suchen und die Visumsfrage klären.

Nicht jeder war von dieser Idee begeistert. Katharinas Mutter warnte die beiden ausdrücklich davor aufzupassen und nicht gleich alles in Deutschland aufzugeben. Diese Unsicherheit nagte an Katharina, weshalb sie sich in einem Forum für Auswanderer anmeldete. Wie das Schicksal so wollte, lernte sie einen Deutschen kennen, der bereits seit mehreren Jahren dort lebte. Er schien sehr hilfsbereit zu sein und sagte ihnen, dass er ihnen bei dem ganzen Papierkram helfen wird.

In Tunesien angekommen lernten sie den Deutschen auch am ersten Tag kennen. Er schien sehr nett zu sein, allerdings hatten die beiden ein komischen Gefühl als Jürgen ihnen die Preise für seine „Berater-Tätigkeit“ mitteilte. Das anfängliche Misstrauen wusste Jürgen aber geschickt zu maskieren: „Damit ich es richtig mache, muss ich mir natürlich viel Zeit für euch nehmen und ihr könnt euch sicher sein, dass Ihr von meiner Erfahrung hier profitieren könnt“ versicherte er dem Ehepaar. In der nächsten Woche fuhr Jürgen die beiden zu unzähligen Wohnungsbesichtigungen und half ihnen bei der Kommunikation mit den Hauseigentümern. Hierfür waren die beiden sehr dankbar, dass Jürgen ihnen zur Seite stand. Als sie sich für eine Wohnung entschieden, schlug Jürgen ihnen vor sich um die Renovierungsarbeiten zu kümmern. Er kenne Einheimische, die das super machen. Bis die Renovierungsarbeiten vorbei seien, sollten die beiden in einem gemieteten Ferienhaus wohnen, welches ebenfalls von Jürgen organisiert wurde. Woche für Woche verging und der Fortschritt der Renovierung war ein Skandal. Jürgen verschob den Einzugstermin immer wieder für eine weitere Woche und die beiden zahlten nicht nur für die Renovierungsarbeiten, sondern ebenso für die Miete des Ferienhauses.

„Wir wollten doch hier hin auswandern, damit wir billigere Lebenshaltungskosten haben und uns nicht dumm und dämlich zahlen“ weinte Katharina ihrer Mutter vor. Tom hatte ebenso die Nase voll und wollte Jürgen endlich zur Rede stellen. Sie nahmen sich vor noch diese Woche einzuziehen, egal wie weit die Renovierung sei. Als die beiden in der neuen Wohnung ankamen forderte der Hausbesitzer noch die Kaution. „Aber Jürgen hat Ihnen diese doch gegeben?“ fragten sie ihn, dieser schüttelte aber nur mit dem Kopf. Ein letztes Telefonat gab es mit Jürgen. Er leugnete alles und versicherte, dass bald alles fertig sei. Die beiden wussten, dass sie ihn nie wieder sehen werden und auch nichts machen können, da es keinen Vertrag mit ihm gab. Traurig, gestresst und fast blank packten die beiden deshalb alle ihre Sachen und flogen zurück nach Deutschland.


So wie Katharina und Tom ergeht es vielen Auswanderern, die in der Euphorie ihren Menschenverstand ausschalten und blind anderen glauben. Damit Ihre Auswanderung problemlos verläuft, sollten Sie auf folgende Tipps achten:

1. Seien Sie nicht naiv

Wer seine Hausaufgaben nicht macht und sich nicht gründlich über das neue Land informiert, indem er später einmal leben möchte, der geht früher oder später Halunken auf den Leim. Gefahren lauern deshalb schon vor der Auswanderung und Sie sollten sicherstellen, dass Sie die wichtigsten Fragen zum Thema „Auswanderung“ auch beantworten können.

2. Auf die Intuition hören

Ignorieren Sie Ihre innere Stimme nicht. Wenn ein selbsternannter Berater Ihnen im neuen Land alles organisieren möchte, sie aber ein schlechtes Gefühl bei der Sache haben, dann sollten sie freundlichst absagen. Niemand zwingt Sie dazu, jemanden zu bezahlen, damit dieser Ihr Visum organisiert, Ihnen eine Unterkunft sucht oder mit Ihnen eine Rundreise macht.

3. Hören Sie sich um und vergleichen Sie Preise

Wer im Ausland zu viel für eine Dienstleistung, eine Wohnung oder ein Produkt bezahlt, die eigentlich im Vergleich dort relativ billig sind, dann liegt dies daran, dass keine Preise verglichen wurden. Bevor Sie Verträge unterschreiben oder jemanden für etwas engagieren, müssen Sie sicher sein, dass alles stimmt. Kommt Ihnen jemand komisch vor, dann können Sie ebenso nach Referenzen fragen oder die Person einfach googeln.

4. Lassen Sie sich niemals drängen

Wenn Ihr Geschäftspartner versucht einen Vertrag möglichst schnell über die Bühne zu bringen, dann müssen Sie sich fragen, ob hinter dem Drängen ein anderer Grund liegt.

5. Verlassen Sie sich nicht blind auf eine einzige Person

Wer alleine auswandern möchte, der ist im Ausland zunächst auf sich alleine gestellt und nimmt deshalb auch unter Umständen eher Hilfe von Fremden an. Auch wenn Ihnen eine Person sympathisch vorkommt, sollten Sie sich Fragen, wieso sie Ihnen helfen möchte. Vorsicht ist ebenso geboten, wenn Sie nicht wissen, wo diese Person wohnt, die Ihnen Hilfe anbietet und sich nur mit Ihnen alleine trifft. Bei Stammtischen oder Internations-Treffen können Sie sich ebenso mit anderen Auswanderern austauschen ohne sich gleich irgendwelche Dienstleistungen aufzubinden oder sich zu weiteren Treffen zu verpflichten. Achtung ist ebenso geboten, wenn jemand Ihnen zu allen Themen einen Service anbieten möchte, denn niemand ist Experte auf allen Gebieten.

Wenn die Auswanderung zu scheitern droht: 5 Lösungen

Das Wesentliche bei einer Auswanderung ist eine gute Vorbereitung, aber selbst mit der durchdachtesten Planung können unvorhersehbare Ereignisse plötzlich alles in Frage stellen. Die Entscheidung in die Heimat zurückzugehen ist nie einfach, dennoch sollte man eine Exit-Strategie für seine Auswanderung bereit haben. Bevor man jedoch die Flinte ins Korn wirft, sollte man Lösungen für die eigentlichen Probleme anstreben.

Hier sind die fünf häufigsten Auswanderer-Probleme und deren Lösungen:

Probleme mit der Jobsuche

Wer gut im neuen Land angekommen ist, jedoch kein Glück bei der Jobsuche hat, der wird schnell frustriert. Überall heißt es, dass Auslandserfahrung Gold wert sein soll für den CV, allerdings kommt es hierbei auf die richtige Arbeit drauf an und wer prahlt schon mit einem Aushilfsjob, um sich über Wasser halten zu können. Wer allerdings nicht gleich zu Anfang seinen Traumjob findet, sollte sich nicht entmutigen. Bei vielen Auswanderern liegt die letzte Bewerbung Jahre zurück und im Ausland drehen sich die Uhren nun mal anders. Sich stur auf unzählige Stellenanzeigen zu bewerben führt nur selten zum schnellen Erfolg. Weiten Sie deshalb Ihre Suche aufs Networking und Initiativbewerbungen aus. Wer sich nur auf Stellenanzeigen bei großen Unternehmen bewirbt, riskiert, dass seine Bewerbungen komplett untergehen und dass viele Bewerbungen erst gar nicht gelesen werden. Wer zudem das Gefühl hat, seine Karriere im Ausland zurückgeschraubt zu haben, der sollte über eine mögliche Selbstständigkeit im Ausland nachdenken.

Kein Geld mehr

Einen Notgroschen sollte man immer angespart haben, aber wenn sich das Geld langsam dem Ende neigt oder unvorhersehbares passiert, kann Geldmangel die ganze Auswanderung in Frage stellen. Das Problem ist hierbei natürlich auch, dass man im Heimatland mit derselben Situation kämpfen müsste, wenn man zurückgeht. Um Geldnot zu entgehen, sollte man einfachere Jobs annehmen, um über die Runden zu kommen, denn ohne Geld können Sie sich sowieso nicht auf die Jobsuche nach einem passenden Job machen. Bei Zeitarbeitsfirmen findet man in der Regel sehr schnell einen Temp-Job, welcher in Zukunft vielleicht auch zu einer Festanstellung werden könnte. Auch die Arbeit als Freelancer sollte in Betracht gezogen werden. Verschiedene Portale wie Upwork bieten eine Plattform für Arbeitgeber, die Freelancer für einzelne Jobs suchen.

Trennung vom Partner

Wer zusammen mit dem Partner ins neue Land gezogen ist oder sogar aufgrund seines Partners den Weg ins Ausland gewagt hat, den trifft eine Trennung besonders hart. Mit der Trennung bricht manchmal ein ganzes Netzwerk an Kontakten zusammen, da viele Leute keine Seite im Trennungskonflikt einnehmen möchten. Trennung sind immer schwer, allerdings muss man bedenken, dass man die Zeit der Trauer nicht umgehen kann, wenn man wieder zurück in die Heimat zieht. Es steht Ihnen also so oder so ein Neuanfang bevor. Wer sich bereits eingelebt hat, eine Arbeit und neue Freunde gefunden hat, der kann natürlich im Land bleiben, auch wenn vielleicht der ursprüngliche Grund, warum man ausgewandert ist, nicht mehr passt.

Sich nicht Einleben können

Während den Urlauben oder der Orientierungsreise hat man sich blendend mit den Einheimischen verstanden, doch seit man im Traumland selbst wohnt, fallen einem plötzlich vermehrt die negativen Eigenschaften der Kultur auf und man hat das Gefühl sich nicht richtig Einleben zu können. Zum einen hat dies etwas mit dem Kulturschock zu tun, welcher einige Phasen durchläuft und zum anderen damit, dass die Routine eingesetzt hat und nichts mehr so aufregend wie zu Anfang ist. Schnell bekommt man daher das Gefühl fehl am Platz zu sein. Zu wissen, dass es mehrere Phasen des Kulturschocks gibt, kann schon enorm dabei helfen sich nicht zu stressen, wenn man sich am Anfang eher als der Außenseiter fühlt.

Schlechtere Lebensqualität

Viele Auswanderer wandern aus, weil sie einen einfacheren Lebensstil suchen oder weil sie denken, dass niedrigere Lebenshaltungskosten in einem günstigeren Land dazu führen, dass sie sich mehr leisten können. Vieles das im eigenen Land für selbstverständlich genommen wurde, wird in diesem Fall zum Problem. In diesem Fall muss man umdenken und sich selbst fragen, was einen genau am neuen Land und dessen Lebensqualität stört. Wasserqualität kann mit einem guten Filter um einiges gebessert werden.

Was erfolgreiche Auswanderer anders machen

Viele Leute erfüllen sich den Traum vom Auswandern. Sie wagen den Schritt alles hinter sich zu lassen und von ganz vorne anzufangen. Jedoch bleibt nicht jeder Auswanderer für immer in seinem Traumland. Viele sind schnell entrüstet vom neuen, unbekannten Land und es zieht sie zurück in die Heimat. Um wirklich erfolgreich auszuwandern, braucht man mehr als nur Mut. Um nicht zu den Rückwanderern zu gehören, sollte man wissen, was erfolgreiche Auswanderer anders machen:

Sich über die Ziele im Klaren sein

Wer auswandern möchte, sollte sich erst einmal über die Gründe im Klaren sein. Arbeitslosigkeit im eigenen Land, Unzufriedenheit mit der heimischen Bürokratie und Politik sowie besseres Wetter sind nur einige von vielen Gründen, warum Menschen auswandern möchten. In den meisten Fällen ist es ein Zusammenspiel aus unterschiedlichen Gründen, die jemanden dazu bewegen, seinem Land den Rücken zu kehren. Seien Sie sich vorher im Klaren, ob Sie nur auf Zeit oder für immer auswandern möchten. Stellen Sie sich die Frage, ob Ihre Motive für die Auswanderung auch noch in den nächsten fünf oder zehn Jahren dieselben sein werden wie heute.

Die richtige Planung und Vorbereitung

Die Sprachen und eine neue Qualifikation kann man auch direkt im neuen Land lernen, eine gute Planung kann man allerdings nicht nachholen. Die meisten Rückwanderer scheitern an der falschen Vorbereitung und an den falschen Erwartungen, die es nicht geben würde, wenn man sich vorher richtig vorbereitet hätte. Bevor Sie also die Koffer packen, sollten Sie mindestens ein Jahr für die Planung und Vorbereitung Ihrer Auswanderung investieren. Mehr zur Planung: 10 Fragen, die man sich stellen sollte, bevor man auswandert.

Ruhe bewahren, auch wenn nicht alles gleich klappt

Nur bei den wenigsten verlaufen die Auswanderung und die Eingewöhnungsphase einwandfrei. Sollten die Dinge einfach mal nicht nach Plan laufen, heißt das nicht, dass Sie versagt haben. Erfolgreiche Auswanderer wissen, dass man mit Rückschlägen kämpfen muss, wenn man etwas Neues wagt.

Einen finanziellen Puffer ansparen

Ja, es gibt sie die Geschichten von den Auswanderern, die gleich in den ersten zwei Wochen im Traumland den Traumjob gefunden haben. Eine positive Einstellung kann nur von Vorteil sein, wenn Sie im Ausland einen Job suchen. Jedoch sollten Sie unbedingt auch für ein mögliches Worst-Case-Szenario planen und dies beinhaltet einen ausreichenden finanziellen Puffer für den Fall, dass Sie nicht in den ersten sechs Monaten einen geeigneten Job finden oder unerwartete Ausgaben auf Sie zukommen.

Sich an seine Wurzeln erinnern

Auswandern bedeutet nicht, dass man allen Kontakt zu seiner Heimat abbrechen muss. Wer der deutschen Sprache und Kultur verbunden bleibt, hat weniger Heimweh und kann sich daher einfacher an etwas Neues gewöhnen.

Den Ort, in den man auswandern möchte, gut kennen

Viele Auswanderer träumen vom Leben im Urlaubsparadies und haben meistens falsche Erwartungen, was sie eigentlich im Zielland erwartet. Selbst wenn Sie bereits Urlaub in Ihrem Traumland gemacht haben, unterscheidet sich diese Erfahrung erheblich vom eigentlichen Leben dort. Eine Orientierungsreise kann Ihnen helfen, Ihr Auswanderungsziel besser kennenzulernen und gezielt Fragen beantworten, die Sie stellen müssen, bevor Sie die Koffer packen.

Andere Deutsche ausfragen, die bereits diesen Schritt gewagt haben

Sie können noch so viele Auswanderungsratgeber lesen wie Sie möchten, niemand kann Ihnen so hilfreiche und spezielle Tipps geben wie jemand, der bereits das durchgemacht hat, was Sie vorhaben. Vernetzen Sie sich daher mit anderen Auswanderern, die ebenfalls in dasselbe Land wie Sie auswandern möchten. Im Internet gibt es zahlreiche Foren zu den beliebtesten Auswanderungszielen, die von Deutschen im Ausland geführt werden. Persönlichen Kontakt zu Landsleuten, die bereits in Ihrem Traumland leben, können Sie mit Hilfe von Xing oder LinkedIn aufnehmen.

Ein soziales Netzwerk im Ausland aufbauen

Niemand ist gerne alleine. Auch wenn Ihre Familie mitgekommen ist oder Sie jetzt bei Ihrem Partner im Ausland leben, benötigen Sie ein soziales Netzwerk, um wirklich angekommen zu sein. Im Ausland Freunde zu finden kann zunächst eine Herausforderung sein, wenn Sie damit beschäftigt sind Ihr neues Leben zu sortieren und einen geeigneten Job zu finden. Nutzen Sie daher gezielt Möglichkeiten, um zu netzwerken und vernachlässigen Sie diesen wichtigen Punkt nicht, auch wenn Sie in der Eingewöhnungsphase mit anderen Sachen beschäftigt sind.